Nachtangeln
Passende Ausrüstung
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Warum nachts angeln
Mehrere Arten sind in der Dämmerung und nachts aktiver: Karpfen, Wels, Zander, Aal – der wegen seines Schutzstatus nicht gezielt befischt werden sollte –, oft auch Brassen und Barbe. Žák (2021) zeigte, dass die Fangzeiten von Karpfen bei Angelwettbewerben ihrem vermuteten Fressrhythmus folgen, mit Spitzen in der Dämmerung und in der Nacht. Nachtansitze bieten im Sommer außerdem ruhige Ufer und weniger misstrauische Fische, wenn die Tage heiß und die Gewässer voll sind.
Zuerst die Regeln
Das ist der entscheidende Punkt. In Deutschland regeln die Bundesländer und vor allem die Gewässerordnungen der Vereine und Fischereirechtsinhaber, ob und wann nachts geangelt werden darf; vielerorts ist Nachtangeln erlaubt, anderswo eingeschränkt oder verboten. In Österreich und der Schweiz gilt Entsprechendes auf Landes- bzw. Kantonsebene. In Frankreich ist Nachtangeln grundsätzlich verboten, außer auf Karpfen an ausgewiesenen Strecken, und nachts gefangene Karpfen dürfen nicht behalten werden. Auch Zelte, Fahrzeuge und Beleuchtung können geregelt sein. Prüfen Sie vor dem Aufbau immer die Regeln Ihres Gewässers.
Bei Tageslicht vorbereiten
Erkunden Sie den Platz bei Tageslicht: Ufer, Hindernisse, Tiefe, Zu- und Abgang. Bauen Sie alles vor der Dunkelheit auf und legen Sie jeden Gegenstand immer an dieselbe Stelle: Kescher montiert, Abhakmatte ausgebreitet, Zange und Seitenschneider in derselben Tasche. Wenn um zwei Uhr morgens ein Fisch beißt, bleibt keine Zeit zum Suchen.
Licht
Eine Stirnlampe mit Rotlicht reicht aus, um einen Fisch abzuhaken, ohne zu blenden. Leuchten Sie nie aufs Wasser oder zu anderen Anglern: Das verscheucht Fische und stört alle. Nehmen Sie eine Ersatzlampe mit. Bissanzeiger oder kleine Knicklichter an den Rutenspitzen zeigen Bisse ohne zusätzliches Licht.
Sicherheit
Ein Sturz ins Wasser ist nachts deutlich gefährlicher. Meiden Sie steile oder rutschige Ufer, tragen Sie an tiefem Wasser oder im Boot eine Schwimmweste, nehmen Sie ein geladenes Telefon mit und sagen Sie jemandem Bescheid. Die Nächte sind auch im Sommer kühl und feucht – warme Kleidung gehört dazu.
Fisch und Gewässer
Haken Sie zügig auf einer nassen Matte ab und setzen Sie den Fisch sofort zurück, soweit erlaubt, statt ihn bis zum Morgen für ein Foto zu hältern. Hinterlassen Sie keinen Müll: Die Akzeptanz des Nachtangelns hängt auch vom Verhalten der Angler ab.
Kurze Checkliste
Platz bei Tageslicht erkunden, Ersatzlampe einpacken, Kescher und Matte bereitlegen und die örtlichen Regeln zum Nachtangeln vor dem Aufbau noch einmal prüfen.
Die Ausrüstung im Einzelnen
- Stirnlampe mit Rotlicht und Ersatzlampe
- Bissanzeiger oder Knicklichter an den Spitzen
- Rod-Pod oder stabile Ablagen
- Griffbereiter Kescher
- Abhakmatte
- Zange und Seitenschneider immer am selben Platz
- Schwimmweste an steilen Ufern oder im Boot
- Wasserdichter Beutel mit warmer Kleidung und Telefon
Schritt für Schritt
- Prüfen, ob Nachtangeln hier und für diese Art erlaubt ist.
- Den Platz bei Tageslicht erkunden: Ufer, Hindernisse, Tiefe, Zugang.
- Vor der Dunkelheit aufbauen, alles griffbereit.
- Licht minimieren: Rotlicht, nie aufs Wasser oder zu anderen Anglern leuchten.
- Bei Bissen ruhig reagieren, Kescher und Matte bereit.
- Zügig abhaken und zurücksetzen.
- Müll mitnehmen, keine Spuren hinterlassen.
Häufige Fehler
- Nachts angeln, wo es verboten ist.
- Im Dunkeln aufbauen, ohne den Platz zu kennen.
- Aufs Wasser oder andere Angler leuchten.
- Verstreute Ausrüstung.
- Kälte und Feuchtigkeit unterschätzen.
Vor dem Angeln zu prüfende Regeln
- Nachtangeln ist in vielen Bundesländern oder Gewässerordnungen eingeschränkt oder verboten.
- In Frankreich ist Nachtangeln grundsätzlich verboten, außer auf Karpfen an ausgewiesenen Strecken.
- Zurücksetzpflicht für nachts gefangene Karpfen an manchen Strecken.
- Zelte und Fahrzeuge am Wasser erlaubt oder nicht.
- Regeln für Licht und Bootsfahrten bei Nacht.
Häufige Fragen
Was ist Nachtangeln und warum angelt man nachts?
Nachtangeln ist das Angeln nach Sonnenuntergang und vor Sonnenaufgang, meist als Ansitz auf Karpfen, Wels, Zander oder Aal. Viele dieser Arten sind in Dämmerung und Nacht aktiver; Žák (2021) fand bei Karpfenwettbewerben Fangspitzen in Dämmerung und Nacht. Es ist aber vielerorts eingeschränkt oder verboten.
Als Nachtangeln bezeichnet man das Angeln in der Dunkelheit. Rechtlich wird die Nacht oft über den Sonnenstand definiert: In Frankreich darf laut Umweltgesetzbuch grundsätzlich nur von einer halben Stunde vor Sonnenaufgang bis einer halben Stunde nach Sonnenuntergang geangelt werden. Mehrere Arten sind nachts aktiver: Der Wels ist laut FishBase ein nachtaktiver Räuber, der Zander jagt vor allem bei wenig Licht, und beim Karpfen fand Žák (2021) bei Angelwettbewerben Fangspitzen in der Dämmerung und in der Nacht. Dazu kommen im Sommer ruhige Ufer und weniger misstrauische Fische. Typisch sind Ansitze mit Bissanzeigern, Rod-Pod, Stirnlampe mit Rotlicht, Kescher und Abhakmatte griffbereit. Sicherheit spielt eine größere Rolle als tagsüber: Plätze bei Tageslicht erkunden, steile Ufer meiden, Schwimmweste an tiefem Wasser, Telefon mitnehmen. Vor allem aber zählen die Regeln: In Deutschland bestimmen Länder und Gewässerordnungen, ob nachts geangelt werden darf; im Saarland gilt laut Landesfischereiordnung grundsätzlich ein Nachtangelverbot mit Ausnahmen. In Frankreich ist nachts nur die Karpfe auf vom Präfekten ausgewiesenen Strecken erlaubt. In der Schweiz haben viele Kantone Nachtfangverbote, etwa St. Gallen.
Amtliche Quellen : Code de l'environnement, art. R436-6 à R436-16 (Fangzeiten, Nachtangeln auf Karpfen) ; FishBase – Silurus glanis (Wels) ; FishBase – Sander lucioperca (Zander) ; Žák 2021 – Diel pattern in common carp landings from angling competitions (Fish. Res.) ; Landesfischereiordnung Saarland (LFO) ; Kanton St. Gallen – sGS 854.11 Fischereiverordnung (Stand 01.04.2026)
Ist Nachtangeln erlaubt?
Das hängt vom Land und vom Gewässer ab. In Deutschland regeln Länder und Gewässerordnungen das Nachtangeln; im Saarland gilt grundsätzlich ein Nachtangelverbot mit Ausnahmen, in anderen Ländern ist es erlaubt, soweit die Gewässerordnung es zulässt. In Frankreich ist nachts nur die Karpfe auf ausgewiesenen Strecken erlaubt.
Deutschland: Ein bundesweites Nachtangelverbot gibt es nicht. Das Saarland verbietet laut Landesfischereiordnung das Nachtangeln vom 1. November bis 31. März zwischen 19 und 7 Uhr und vom 1. April bis 31. Oktober zwischen 23 und 5 Uhr, mit Ausnahmen durch den Fischereiverband Saar. Brandenburg erlaubt bei Koppelfischerei das Angeln mit der Handangel nur von einer Stunde vor Sonnenaufgang bis eine Stunde nach Sonnenuntergang, mit möglichen Ausnahmen der Fischereibehörde. In den Landesverordnungen von Baden-Württemberg, Hessen und Nordrhein-Westfalen fanden wir kein allgemeines Nachtangelverbot; dort entscheidet die Gewässerordnung des Vereins oder Pächters, die Nachtangeln oft einschränkt. Frankreich: Laut Umweltgesetzbuch wird grundsätzlich nur von einer halben Stunde vor Sonnenaufgang bis einer halben Stunde nach Sonnenuntergang geangelt; der Präfekt kann die Karpfenangelei zu jeder Stunde auf bestimmten Strecken der zweiten Kategorie zulassen, und nachts gefangene Karpfen dürfen weder behalten noch transportiert werden. Schweiz: Viele Kantone haben Nachtfangverbote, etwa St. Gallen laut Fischereiverordnung und Basel-Landschaft, das die Nachtfischerei verbietet. Österreich: Hier regeln Landesrecht und die Fanglizenz der Revierinhaber das Nachtangeln; eine einheitliche Regel haben wir nicht ausgewertet. Prüfen Sie immer Erlaubnisschein und Gewässerordnung.
Amtliche Quellen : Landesfischereiordnung Saarland (LFO) ; Fischereiordnung des Landes Brandenburg (BbgFischO) ; Landesfischereiverordnung Baden-Württemberg (Stand 2022) ; Hessische Fischereiverordnung (HFischV) vom 14.04.2023 ; Landesfischereiverordnung Nordrhein-Westfalen (Fassung 03.07.2026) ; Code de l'environnement, art. R436-6 à R436-16 (Fangzeiten, Nachtangeln auf Karpfen) ; Génération Pêche (FNPF) – Règles à connaître 2026 ; Kanton St. Gallen – sGS 854.11 Fischereiverordnung (Stand 01.04.2026) ; Kanton Basel-Landschaft – SGS 530.11 Verordnung zum Fischereigesetz
Wo ist Nachtangeln verboten?
Grundsätzlich verboten ist Nachtangeln zum Beispiel im Saarland (mit Ausnahmen), in Frankreich außer für Karpfen auf vom Präfekten ausgewiesenen Strecken und in vielen Schweizer Kantonen wie St. Gallen und Basel-Landschaft. In den meisten übrigen deutschen Ländern entscheidet die Gewässerordnung des Vereins oder Pächters.
Ein grundsätzliches Nachtangelverbot, das als Regel gilt und nur Ausnahmen kennt, besteht in mehreren Rechtsordnungen. Frankreich: Laut Umweltgesetzbuch darf man nur von einer halben Stunde vor Sonnenaufgang bis einer halben Stunde nach Sonnenuntergang angeln; nachts ist lediglich die Karpfenangelei auf Strecken erlaubt, die der Präfekt per Arrêté ausweist, und nachts gefangene Karpfen dürfen weder behalten noch transportiert werden. Deutschland: Das Saarland verbietet laut Landesfischereiordnung das Nachtangeln im Winterhalbjahr von 19 bis 7 Uhr und im Sommerhalbjahr von 23 bis 5 Uhr, mit Ausnahmen durch den Landesverband. In Brandenburg ist bei Koppelfischerei das Angeln mit der Handangel nur von einer Stunde vor Sonnenaufgang bis eine Stunde nach Sonnenuntergang erlaubt. In anderen Ländern, deren Verordnungen wir geprüft haben, etwa Baden-Württemberg, Hessen und Nordrhein-Westfalen, fanden wir kein allgemeines Verbot; hier regeln Vereine und Pächter das Nachtangeln in ihren Gewässerordnungen, oft restriktiv. Schweiz: Viele Kantone kennen Nachtfangverbote, etwa St. Gallen laut Fischereiverordnung mit festen Uhrzeiten, und Basel-Landschaft verbietet die Nachtfischerei. Maßgeblich bleibt immer der Erlaubnisschein des Gewässers.
Amtliche Quellen : Code de l'environnement, art. R436-6 à R436-16 (Fangzeiten, Nachtangeln auf Karpfen) ; Génération Pêche (FNPF) – Règles à connaître 2026 ; Landesfischereiordnung Saarland (LFO) ; Fischereiordnung des Landes Brandenburg (BbgFischO) ; Landesfischereiverordnung Baden-Württemberg (Stand 2022) ; Hessische Fischereiverordnung (HFischV) vom 14.04.2023 ; Landesfischereiverordnung Nordrhein-Westfalen (Fassung 03.07.2026) ; Kanton St. Gallen – sGS 854.11 Fischereiverordnung (Stand 01.04.2026) ; Kanton Basel-Landschaft – SGS 530.11 Verordnung zum Fischereigesetz
Warum ist Nachtangeln oft verboten?
Nachtangelverbote sollen vor allem die Fische in ihrer Ruhe- und Laichphase schützen, die Kontrolle durch die Fischereiaufsicht ermöglichen, Wilderei erschweren sowie Konflikte und Unfälle am Wasser vermeiden. Die Verordnungen selbst nennen ihre Gründe meist nicht; diese Erklärung ist deshalb eine Einordnung ohne amtlichen Einzelbeleg.
Die Verordnungen, die Nachtangeln verbieten oder einschränken, etwa die Landesfischereiordnung des Saarlandes oder das französische Umweltgesetzbuch, legen die Zeiten fest, begründen sie aber im Normtext in der Regel nicht. Die folgenden Gründe sind daher eine Einordnung, keine amtlich belegte Liste. Erstens die Kontrolle: Nachts ist die Überwachung durch Fischereiaufseher schwieriger, und Wilderei mit verbotenen Geräten fällt weniger auf. Zweitens der Fischschutz: Viele Arten ziehen nachts ins Flachwasser; in der Laichzeit sind sie dort besonders verletzlich. Drittens die Aneignung: In Frankreich dürfen nachts gefangene Karpfen laut Umweltgesetzbuch weder behalten noch transportiert werden, was zeigt, dass die Entnahme nachts gezielt verhindert werden soll. Viertens Sicherheit und Konflikte: Unfälle am Wasser sind nachts gefährlicher, Lichter, Lärm, Zelte und Fahrzeuge stören Anwohner und Natur. Dass Nachtangeln trotzdem vielerorts erlaubt ist, liegt daran, dass mehrere Arten nachts aktiv sind: Žák (2021) fand bei Karpfenwettbewerben Fangspitzen in Dämmerung und Nacht, und der Wels ist laut FishBase nachtaktiv. Deshalb erlauben Behörden oft ausgewiesene Nachtstrecken, etwa die Präfekten in Frankreich für die Karpfe.
Amtliche Quellen : Landesfischereiordnung Saarland (LFO) ; Code de l'environnement, art. R436-6 à R436-16 (Fangzeiten, Nachtangeln auf Karpfen) ; Génération Pêche (FNPF) – Règles à connaître 2026 ; Žák 2021 – Diel pattern in common carp landings from angling competitions (Fish. Res.) ; FishBase – Silurus glanis (Wels)
Ist Nachtangeln in Baden-Württemberg erlaubt?
In der Landesfischereiverordnung Baden-Württemberg (Stand 2022) haben wir kein allgemeines Nachtangelverbot gefunden. Ob man nachts angeln darf, entscheidet deshalb der Fischereirechtsinhaber in Erlaubnisschein und Gewässerordnung; für den Bodensee gelten eigene Regeln. Viele Vereinsgewässer beschränken oder verbieten das Nachtangeln, deshalb ist der Erlaubnisschein maßgeblich.
Wir haben die Landesfischereiverordnung Baden-Württemberg in der vom Regierungspräsidium veröffentlichten Fassung (Stand 2022) auf Regelungen zur Nachtzeit durchsucht und kein allgemeines Nachtangelverbot gefunden. Die Verordnung regelt unter anderem Mindestmaße, Schonzeiten, die Zahl der Angelgeräte (höchstens zwei, je höchstens drei Haken) und verbietet lebende Köderfische, soweit sie gegen das Tierschutzgesetz verstoßen. Daraus folgt: Landesrechtlich ist Nachtangeln nicht grundsätzlich untersagt, aber es ist auch kein Recht darauf festgeschrieben. Entscheidend ist der Erlaubnisschein des Gewässers. Vereine und Pächter legen in ihren Gewässerordnungen häufig fest, ob und zu welchen Zeiten nachts geangelt werden darf, ob Zelte oder Schirme erlaubt sind und ob nachts gefangene Fische zurückgesetzt werden müssen. Für den Bodensee gelten eigene, zwischen den Anrainerstaaten abgestimmte Regeln, die wir hier nicht abdecken; auf der Schweizer Seite erlaubt etwa St. Gallen am Obersee das Fischen nur von einer Stunde vor Sonnenaufgang bis einer Stunde nach Sonnenuntergang. Am Rhein können angrenzende Schweizer Kantone abweichende Regeln haben. Prüfen Sie deshalb vor jedem Nachtansitz die Bedingungen Ihres Erlaubnisscheins.
Amtliche Quellen : Landesfischereiverordnung Baden-Württemberg (Stand 2022) ; Kanton St. Gallen – Fischereibestimmungen Bodensee-Obersee 2026
Wo darf man in Frankreich nachts angeln?
In Frankreich darf man nachts nur auf Karpfen angeln, und nur auf Strecken der zweiten Kategorie, die der Präfekt per Arrêté ausweist; sonst ist das Angeln von einer halben Stunde nach Sonnenuntergang bis einer halben Stunde vor Sonnenaufgang verboten. Nachts gefangene Karpfen dürfen weder behalten noch transportiert werden.
Die Grundregel steht im französischen Umweltgesetzbuch: Geangelt werden darf von einer halben Stunde vor Sonnenaufgang bis einer halben Stunde nach Sonnenuntergang. Der Präfekt kann durch Arrêté die Karpfenangelei zu jeder Stunde auf bestimmten Strecken der zweiten Kategorie und für einen festgelegten Zeitraum zulassen; nachts darf keine Karpfe behalten oder transportiert werden. Génération Pêche, die Plattform der nationalen Anglerföderation FNPF, bestätigt diese Regel. Wo genau diese Parcours carpe de nuit liegen, veröffentlichen die Fédérations départementales, meist mit Karten, Lageplänen und besonderen Bedingungen: vegetabile Köder, Pflicht zur sofortigen Freilassung, teils Reservierung oder zusätzliche Vignette. Beispiele aus unseren Daten: Die Fédération der Corrèze listet rund ein Dutzend Nachtstrecken auf Stauseen wie Bort-les-Orgues, Neuvic und Marcillac, die Fédération Paris/92/93/94 nennt Uferstrecken an Seine und Marne sowie am Lac de Créteil. Auf Plätzen in privatem Besitz (eaux closes) können eigene Regeln gelten. Für Gäste gilt: Sie brauchen eine Carte de pêche einer AAPPMA, die Sie online bei cartedepeche.fr erwerben, und sollten vor dem Ansitz das aktuelle Arrêté des Départements und die Hinweise der Fédération lesen.
Amtliche Quellen : Code de l'environnement, art. R436-6 à R436-16 (Fangzeiten, Nachtangeln auf Karpfen) ; Génération Pêche (FNPF) – Règles à connaître 2026 ; Fédération de pêche de la Corrèze – Les parcours carpe de nuit ; Fédération Paris/92/93/94 – Extrait de la réglementation (Nachtstrecken Karpfen) ; cartedepeche.fr – Types de cartes de pêche 2026
Ist Nachtangeln am Rhein erlaubt?
Das hängt vom Abschnitt ab, weil der Rhein durch mehrere Länder und Kantone fließt. In der Schweiz verbietet etwa Basel-Landschaft die Nachtfischerei. In Baden-Württemberg und Nordrhein-Westfalen haben wir in den Landesverordnungen kein allgemeines Nachtangelverbot gefunden; dort entscheiden Erlaubnisschein und Gewässerordnung.
Der Rhein durchfließt die Schweiz, Baden-Württemberg, Rheinland-Pfalz, Hessen und Nordrhein-Westfalen, am Oberrhein grenzt er an Frankreich. Jede dieser Stellen hat eigenes Recht, und die Fischereirechte an einzelnen Strecken halten Vereine, Pächter oder der Staat. Schweiz: Die Verordnung des Kantons Basel-Landschaft verbietet die Nachtfischerei, erlaubt im Rhein aber Setzangeln und das Fischen von verankerten Booten. Baden-Württemberg: In der Landesfischereiverordnung (Stand 2022) haben wir kein allgemeines Nachtangelverbot gefunden. Nordrhein-Westfalen und Hessen: Auch in deren Fischereiverordnungen fanden wir kein allgemeines Nachtangelverbot. Rheinland-Pfalz: Die neue Landesfischereiordnung konnten wir beim Abruf technisch nicht vollständig lesen; eine Nachtregel können wir daher weder bestätigen noch ausschließen. Frankreich: Auf der französischen Seite gilt die nationale Regel, nachts nur auf Karpfen an ausgewiesenen Strecken. In allen Fällen gilt: Maßgeblich sind der Erlaubnisschein und die Gewässerordnung der konkreten Rheinstrecke, die Nachtangeln erlauben, beschränken oder verbieten können. Sicherheit ist am Rhein besonders wichtig, weil Strömung, Wellenschlag der Schifffahrt und steile Steinpackungen nachts gefährlich sind; eine Schwimmweste ist ratsam.
Amtliche Quellen : Kanton Basel-Landschaft – SGS 530.11 Verordnung zum Fischereigesetz ; Landesfischereiverordnung Baden-Württemberg (Stand 2022) ; Landesfischereiverordnung Nordrhein-Westfalen (Fassung 03.07.2026) ; Hessische Fischereiverordnung (HFischV) vom 14.04.2023 ; Landesfischereiordnung Rheinland-Pfalz ; Code de l'environnement, art. R436-6 à R436-16 (Fangzeiten, Nachtangeln auf Karpfen)
Zitierte Studien
- Žák (2021) Diel pattern in common carp landings from angling competitions corresponds to their assumed foraging activity Fisheries Research doi:10.1016/j.fishres.2021.106086
Zeigt, dass die Fangzeiten von Karpfen bei Wettbewerben ihrem vermuteten Fressrhythmus folgen, mit Aktivität in Dämmerung und Nacht.