Wels
Silurus glanis

Fangzeiten
Erfasste Schonmonate (Anteil der Gebiete mit Schonzeit in diesem Monat) — 12 Gebiete.
Passende Ausrüstung
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Der größte Süßwasserfisch Europas
Der Wels, auch Waller genannt, ist in Mittel- und Osteuropa heimisch, also auch in Deutschland, Österreich und der Schweiz. In Frankreich, Spanien und Italien wurde er eingeführt und ist dort zu einem der wichtigsten Zielfische des Sportangelns geworden. FishBase beschreibt ihn in großen und mittleren Tieflandflüssen, Altarmen, pflanzenreichen Seen und tiefen Stauseen an den Unterläufen der Flüsse.
Was man wirklich über seine Größe weiß
Noch immer liest man von 5 m und 306 kg. FishBase erklärt, dass diese Zahlen auf Verwechslungen und Einheitenfehler zurückgehen: Belegt sind 2,73 m und 130 kg, das höchste berichtete Alter liegt bei 80 Jahren. Das ist immer noch gewaltig, und ein Fisch von über 2 m verlangt eine sehr sorgfältige Behandlung.
Ein nachtaktiver Räuber
Der Wels jagt vor allem nachts, am Grund und im Freiwasser. Larven und Jungfische fressen Wirbellose und Fische, erwachsene Tiere Fische und andere Wasserwirbeltiere. Am Tarn in Frankreich filmten Cucherousset und Kollegen (2012) Welse, die sich absichtlich ans Ufer werfen, um Tauben zu fangen. Die Übersicht von Copp und Kollegen (2009) fasst seine Biologie im Heimat- und Einführungsgebiet zusammen, einschließlich der Frage nach seinem Einfluss auf andere Arten.
Laichzeit
Welse laichen im späten Frühjahr und Sommer bei warmem Wasser. Das Männchen baut ein Nest aus Pflanzenmaterial oder säubert Weidenwurzeln und bewacht das Gelege, bis die Larven ausschwimmen; die Eier schlüpfen nach 2 bis 3 Tagen (FishBase). In Deutschland, Österreich und der Schweiz ist der Wels heimisch, und einige Bundesländer, Länder oder Kantone sehen Schonzeiten oder Mindestmaße vor. FishBase weist außerdem auf lokale Rückgänge hin, wo Flussverbauungen flache Laichplätze zerstören. Prüfen Sie die Regeln Ihres Gewässers, auch zum Nachtangeln.
Methoden
Große Gummifische von 15 bis 30 cm, am Grund oder vom Boot aus vertikal geführt, sind sehr fängig. Das Wallerholz („Klopfen“) erzeugt einen Ton unter Wasser und lockt die Fische zu einem im Mittelwasser angebotenen Köder. Vom Ufer aus fangen Wurmbündel und Heilbuttpellets an der Haarmontage viele Welse, besonders in der Dämmerung und nachts, wo das erlaubt ist.
Umgang mit dem Fisch
Verwenden Sie sehr kräftiges Gerät, um den Drill kurz zu halten. Welse werden oft per Hand gelandet, mit Handschuh am Unterkiefer. Legen Sie den Fisch auf eine große, nasse Matte, nie auf Steine, und stützen Sie beim Foto den ganzen Körper. Ob ein maßiger Wels zurückgesetzt werden darf, hängt vom jeweiligen Landesrecht ab.
Köder
- Große Gummifische 15-30 cm
- Wallerholz (Klopfen) und Vertikalköder
- Heilbuttpellets an der Haarmontage
- Wurmbündel, Köderfisch (wo erlaubt)
Zurücksetzen
- Sehr kräftiges Gerät für kurze Drills.
- Per Hand (Handschuh) landen oder auf große Matte legen; nie über Steine ziehen.
- Für das Foto den ganzen Körper stützen.
- Prüfen, ob Zurücksetzen erlaubt ist; in manchen Regionen, wo der Wels eingeführt ist, ist es verboten.
Häufige Fragen
Wie angelt man auf Wels?
Welse angelt man mit sehr kräftigem Gerät, bevorzugt in der Dämmerung und nachts, wo erlaubt: mit großen Gummifischen, mit dem Wallerholz und Vertikalködern vom Boot, mit Heilbuttpellets an der Haarmontage oder mit Wurmbündeln und, wo zulässig, Köderfisch an Pose oder Grundmontage.
Der Wels ist nach FishBase ein nachtaktiver Räuber, der am Grund und im Freiwasser jagt und als Adulter Fische und andere Wasserwirbeltiere frisst. Daraus ergeben sich die gängigen Methoden. Erstens Kunstköder: große Gummifische von etwa 15 bis 30 cm am Jigkopf, vom Ufer oder vom Boot geführt. Zweitens das Klopfen mit dem Wallerholz vom Boot aus, kombiniert mit einem Vertikalköder, einer Technik, die Welse anlockt. Drittens Ansitzmethoden: Heilbuttpellets an der Haarmontage, Wurmbündel an der Grund- oder Posenmontage und, wo erlaubt, tote oder lebende Köderfische an der Unterwasserpose. Die beste Zeit sind Dämmerung und Nacht bei warmem Sommerwasser; bei trübem Wasser beißen Welse auch tagsüber. Das Gerät muss sehr kräftig sein, damit Drills kurz bleiben: starke Rute, große Rolle, geflochtene Hauptschnur und robustes Vorfach, dazu Handschuh, große Abhakmatte und Stirnlampe. Rechtlich wichtig: Lebende Köderfische sind in mehreren Bundesländern verboten, etwa laut StMELF-Merkblatt in Bayern und laut Landesverordnungen in Berlin und Brandenburg; Nachtangeln und Bootsangeln regeln die Gewässerordnungen. Mindestmaße gibt es nur in einigen Ländern, zum Beispiel 75 cm in Berlin und 70 cm in Mecklenburg-Vorpommern.
Amtliche Quellen : FishBase – Silurus glanis (Wels) ; Copp et al. 2009 – Environmental biology of European catfish Silurus glanis (Fish and Fisheries) ; StMELF – Merkblatt zu den fischereirechtlichen Bestimmungen in Bayern ; Landesfischereiordnung Berlin ; Fischereiordnung des Landes Brandenburg (BbgFischO) ; LALLF Mecklenburg-Vorpommern – Mindestmaße und Schonzeiten
Wann ist die beste Zeit zum Welsangeln?
Die beste Zeit zum Welsangeln ist vom Frühjahr bis zum Herbst, vor allem bei warmem Sommerwasser, und innerhalb des Tages die Dämmerung und die Nacht, weil der Wels laut FishBase nachtaktiv ist. Nachtangeln ist aber nicht überall erlaubt, und in manchen Ländern gilt eine Schonzeit.
Der Wels ist nach FishBase ein nachtaktiver Räuber; er laicht im späten Frühjahr und Sommer in warmem Wasser, wobei das Männchen ein Nest baut und bis zum Schlupf bewacht. Die Fressaktivität steigt mit der Wassertemperatur. Daraus ergibt sich als Faustregel: Die Saison reicht vom Frühjahr bis in den Herbst, am stärksten bei warmem Sommerwasser, und innerhalb des Tages beißen Welse am besten in der Abenddämmerung, nachts und in der Morgendämmerung. Bei trübem Wasser, etwa nach Hochwasser, sind sie auch tagsüber aktiv. Im Winter fressen sie wenig und stehen meist ruhig in tiefen Bereichen. Vor dem Ansitz sollten Sie die Regeln prüfen: Nachtangeln ist in Deutschland je nach Bundesland und Gewässerordnung erlaubt, eingeschränkt oder verboten; im Saarland gilt laut Landesfischereiordnung ein grundsätzliches Nachtangelverbot mit Ausnahmen. Schonzeiten sind unterschiedlich geregelt: In Mecklenburg-Vorpommern gilt laut LALLF für den Wels in Binnengewässern eine Schonzeit vom 1. Mai bis 30. Juni. Die Laichzeit selbst sollte man auch ohne gesetzliche Schonzeit respektieren, weil die nestbewachenden Männchen geschützt werden müssen.
Amtliche Quellen : FishBase – Silurus glanis (Wels) ; Landesfischereiordnung Saarland (LFO) ; LALLF Mecklenburg-Vorpommern – Mindestmaße und Schonzeiten
Welche Rute eignet sich für Welse?
Für Welse braucht man eine sehr kräftige Rute mit viel Rückgrat, die zur Methode passt: eine starke Spinnrute für große Gummifische, eine kurze kräftige Vertikalrute für das Bootsangeln mit Wallerholz oder eine robuste Ansitzrute für Pose und Grundmontage. Kurze Drills schonen den Fisch.
Eine exakte Wurfgewichtsangabe lässt sich nicht allgemein festlegen; sie hängt von Köder, Gewässer und Fischgröße ab. Entscheidend ist, dass das gesamte Gerät für Fische ausgelegt ist, die laut FishBase belegt bis 2,73 m und 130 kg erreichen können. Für das Spinnfischen mit großen Gummifischen von 15 bis 30 cm braucht man eine lange, sehr kräftige Spinnrute mit hohem Wurfgewicht. Für das Vertikalangeln vom Boot mit Wallerholz und Vertikalködern wird eine kurze, sehr steife Rute verwendet, mit der man den Fisch direkt unter dem Boot kontrollieren kann. Für das Ansitzangeln mit Unterwasserpose, U-Pose oder Grundmontage und Pellets oder Wurmbündeln kommen robuste Ansitzruten zum Einsatz, oft mit Freilaufrolle. Zu jeder Rute gehören eine große Rolle mit sehr belastbarer Bremse, eine starke geflochtene Hauptschnur und ein abriebfestes Vorfach. Unsere Artdaten betonen für das schonende Zurücksetzen sehr kräftiges Gerät, damit Drills kurz bleiben, sowie das Landen per Hand mit Handschuh oder auf einer großen Matte. Wie viele Ruten erlaubt sind, regelt das Landesrecht, in Bayern etwa laut StMELF-Merkblatt höchstens zwei Handangeln.
Amtliche Quellen : FishBase – Silurus glanis (Wels) ; StMELF – Merkblatt zu den fischereirechtlichen Bestimmungen in Bayern
Welcher Köder eignet sich für Welse?
Für Welse eignen sich große Gummifische von etwa 15 bis 30 cm, Vertikalköder in Kombination mit dem Wallerholz, Heilbuttpellets an der Haarmontage, Wurmbündel sowie tote oder, wo erlaubt, lebende Köderfische. Welcher Köder am besten fängt, hängt von Gewässer, Jahreszeit und Methode ab.
Die Köderwahl folgt der Ernährung: Der Wels ist laut FishBase ein nachtaktiver Räuber, der als Adulter vor allem Fische und andere Wasserwirbeltiere frisst. Große Gummifische von etwa 15 bis 30 cm am schweren Jigkopf imitieren Beutefische und eignen sich vom Ufer wie vom Boot. Beim Vertikalangeln wird ein Gummiköder oder Tauwurmbündel senkrecht unter dem Boot angeboten, oft kombiniert mit dem Klopfen des Wallerholzes. Beim Ansitz sind Heilbuttpellets an der Haarmontage verbreitet, ebenso Tauwurmbündel an Grund- oder Posenmontagen, weil Welse auch über den Geruch jagen. Köderfische funktionieren sehr gut, sind aber rechtlich eingeschränkt: Lebende Köderfische sind in mehreren Bundesländern verboten, etwa laut StMELF-Merkblatt in Bayern und laut Landesverordnungen in Berlin, Brandenburg und Rheinland-Pfalz; in Bremen und Schleswig-Holstein dürfen Köderfische nur aus dem Gewässersystem oder aus Aquakultur stammen. Prüfen Sie außerdem, ob Futterboote oder Futtermengen beschränkt sind. Große Köder bedeuten große Haken; wählen Sie Haken und Vorfach passend zur Fischgröße, damit der Fisch sicher gehakt und schnell gelöst werden kann.
Amtliche Quellen : FishBase – Silurus glanis (Wels) ; StMELF – Merkblatt zu den fischereirechtlichen Bestimmungen in Bayern ; Landesfischereiordnung Berlin ; Fischereiordnung des Landes Brandenburg (BbgFischO) ; Landesfischereiordnung Rheinland-Pfalz ; Bremische Binnenfischereiverordnung ; Binnenfischereiverordnung Schleswig-Holstein (BiFVO)
Wann beißt der Wels am besten?
Der Wels beißt am besten in der Abenddämmerung, nachts und in der Morgendämmerung, weil er laut FishBase ein nachtaktiver Räuber ist, und vor allem bei warmem Wasser von Spätfrühjahr bis Spätsommer. Bei trübem Wasser, etwa nach Regen oder Hochwasser, beißt er auch tagsüber gut.
Nach FishBase ist der Wels ein nachtaktiver Räuber des Grundes und des Freiwassers. Seine Hauptfresszeiten liegen deshalb in der Dämmerung und in der Nacht. Die Wassertemperatur ist der zweite wichtige Faktor: Welse sind wärmeliebend, laichen im späten Frühjahr und Sommer in warmem Wasser und fressen im Sommer am intensivsten; im Winter ist ihre Aktivität gering. Trübes Wasser verschiebt die Aktivität in den Tag, weil der Wels auch mit Seitenlinie, Barteln und Geruchssinn jagt. Viele Angler berichten zudem von guten Beißphasen vor Gewittern oder bei steigendem Wasserstand; dafür gibt es in den hier ausgewerteten Quellen keinen Beleg, weshalb wir es nur als Erfahrungswert erwähnen. In der Laichzeit bewacht das Männchen laut FishBase das Nest; während dieser Phase sollte man Laichplätze meiden, auch wenn keine gesetzliche Schonzeit gilt. Wer nachts angeln will, muss prüfen, ob Nachtangeln am Gewässer erlaubt ist: Das regeln Landesrecht und Gewässerordnung, im Saarland gilt laut Landesfischereiordnung ein grundsätzliches Nachtangelverbot mit Ausnahmen durch den Landesverband.
Amtliche Quellen : FishBase – Silurus glanis (Wels) ; Landesfischereiordnung Saarland (LFO)
Wo kann man Welse angeln?
Welse angelt man in großen und mittleren Tieflandflüssen, Altarmen, pflanzenreichen Seen und tiefen Stauseen, wie FishBase ihren Lebensraum beschreibt. Der Wels ist in Deutschland, Österreich und der Schweiz heimisch und wurde unter anderem in Frankreich, Spanien und Italien eingeführt. Entscheidend ist ein Gewässer mit Erlaubnisschein und Welsbestand.
FishBase beschreibt den Wels (Silurus glanis) als Bewohner großer und mittlerer Tieflandflüsse, von Altarmen, pflanzenreichen Seen und tiefen Stauseen an den Unterläufen der Flüsse. Sein natürliches Verbreitungsgebiet umfasst Mittel- und Osteuropa und Westasien, also auch Deutschland, Österreich und die Schweiz. In Frankreich, Spanien, Italien und Großbritannien (dort in zugelassenen Gewässern) wurde er eingeführt; Copp und Kollegen (2009) haben seine Biologie im Heimat- und Einführungsgebiet zusammengefasst. Am Gewässer selbst stehen Welse gern an Strukturen: tiefe Außenkurven, Buhnenfelder, versunkene Bäume, Abbruchkanten und Übergänge von Flachwasser in die Tiefe, nachts auch im Flachwasser auf Nahrungssuche. Welche Gewässer konkret einen guten Welsbestand haben und wo man angeln darf, legen die Fischereirechtsinhaber fest: In Deutschland brauchen Sie neben dem Fischereischein immer einen Erlaubnisschein des Vereins oder Pächters. Beachten Sie, dass in manchen Einführungsgebieten besondere Regeln gelten, bis hin zum Verbot des Zurücksetzens, und dass Nachtangeln, Bootsangeln und Futterboote je nach Gewässer eingeschränkt sein können. Für die Suche nach Gewässern eignen sich die Karten der Landesfischereiverbände und Vereine.
Amtliche Quellen : FishBase – Silurus glanis (Wels) ; Copp et al. 2009 – Environmental biology of European catfish Silurus glanis (Fish and Fisheries) ; StMELF – Merkblatt zu den fischereirechtlichen Bestimmungen in Bayern
Was frisst ein Wels?
Der Wels ist laut FishBase ein nachtaktiver Räuber, der am Grund und im Freiwasser jagt; erwachsene Welse fressen vor allem Fische und andere Wasserwirbeltiere. In Frankreich wurde sogar beobachtet, dass Welse sich ans Ufer werfen, um Tauben zu erbeuten (Cucherousset et al. 2012).
FishBase beschreibt den Wels als nachtaktiven Räuber des Grundes und des Freiwassers. Jungwelse fressen Wirbellose wie Insektenlarven und Kleinkrebse, mit zunehmender Größe stellen sie sich auf Fische und andere Wasserwirbeltiere um. Die Übersichtsarbeit von Copp und Kollegen (2009) fasst die Ernährungsbiologie des Welses im Heimat- und im Einführungsgebiet zusammen und diskutiert, wie stark er als großer Räuber auf die Fischgemeinschaften wirkt. Bekannt wurde ein besonderes Verhalten aus dem südfranzösischen Fluss Tarn: Cucherousset und Kollegen (2012) dokumentierten Welse, die sich absichtlich aufs Ufer werfen, um dort Tauben zu fangen, ähnlich wie Orcas an Stränden. Für Angler folgt daraus die Köderwahl: große Gummifische, Köderfische wo erlaubt, Wurmbündel und fischhaltige Pellets. Weil der Wels vor allem nachts und in der Dämmerung frisst, sind diese Zeiten am erfolgversprechendsten; bei trübem Wasser frisst er auch tagsüber. Die Aktivität steigt mit der Wassertemperatur, im Winter frisst der Wels deutlich weniger. Die oft gelesene Behauptung, Welse würden regelmäßig Wasservögel oder Hunde angreifen, ist durch die hier zitierten Quellen nicht belegt; dokumentiert ist das Erbeuten von Tauben am Ufer.
Amtliche Quellen : FishBase – Silurus glanis (Wels) ; Copp et al. 2009 – Environmental biology of European catfish Silurus glanis (Fish and Fisheries) ; Cucherousset et al. 2012 – Beaching behaviour of catfish hunting land birds (PLoS ONE)
Wie groß wird ein Wels?
Ein Wels wird laut FishBase belegt bis zu 2,73 m lang und 130 kg schwer; ältere Angaben von 5 m und 306 kg beruhen auf Verwechslungen und Einheitenfehlern. Das höchste berichtete Alter liegt bei 80 Jahren. Die meisten Fänge sind deutlich kleiner; Mindestmaße gibt es nur in einigen Ländern.
FishBase nennt für Silurus glanis belegte Maxima von 2,73 m Totallänge und 130 kg. Die in älterer Literatur und im Internet verbreiteten Werte von 5 m und 306 kg beruhen nach FishBase auf Verwechslungen und Fehlern bei den Einheiten. Das höchste berichtete Alter beträgt 80 Jahre. Große Welse wachsen vor allem in warmen, nahrungsreichen Gewässern schnell; in eingeführten Beständen in Südwesteuropa sind sehr große Fische heute keine Seltenheit, wie die Übersicht von Copp und Kollegen (2009) zur Biologie des Welses im Heimat- und im Einführungsgebiet diskutiert. Die meisten gefangenen Welse sind jedoch deutlich kleiner als diese Rekordwerte. Für Angler zählen neben der Maximalgröße auch Mindestmaße: Laut den Landesverordnungen gilt etwa in Berlin ein Mindestmaß von 75 cm, in Mecklenburg-Vorpommern 70 cm, in Niedersachsen und Thüringen 50 cm, im österreichischen Burgenland ein Brittelmaß von 60 cm. In anderen Ländern gibt es kein gesetzliches Mindestmaß, Vereine können jedoch eigene Regeln festlegen. Sehr große Fische sollten auf einer großen Abhakmatte versorgt und für Fotos am ganzen Körper gestützt werden.
Amtliche Quellen : FishBase – Silurus glanis (Wels) ; Copp et al. 2009 – Environmental biology of European catfish Silurus glanis (Fish and Fisheries) ; Landesfischereiordnung Berlin ; LALLF Mecklenburg-Vorpommern – Mindestmaße und Schonzeiten ; Binnenfischereiordnung Niedersachsen (LAVES) ; Thüringer Fischereiausführungsverordnung (ThürFischAVO) ; Burgenländische Fischereiverordnung (Brittelmaße)
Mindestmaß Wels nach Gebiet
Deutschland : 50–75 cm (4)
| Berlin | 75 cm |
| Mecklenburg-Vorpommern | 70 cm |
| Niedersachsen | 50 cm |
| Thüringen | 50 cm |
Österreich : 60–85 cm (6)
| Burgenland | 60 cm |
| Kärnten | 70 cm |
| Niederösterreich | 60 cm |
| Oberösterreich | 80 cm |
| Steiermark | 70 cm |
| Wien | 85 cm |
Slowenien : 60 cm (1)
Zitierte Studien
- Copp et al. (2009) Voracious invader or benign feline? A review of the environmental biology of European catfish Silurus glanis in its native and introduced ranges* Fish and Fisheries doi:10.1111/j.1467-2979.2008.00321.x
Übersicht zur Biologie und Ökologie des Welses im Heimat- und im Einführungsgebiet. - Cucherousset et al. (2012) “Freshwater Killer Whales”: Beaching Behavior of an Alien Fish to Hunt Land Birds PLoS ONE doi:10.1371/journal.pone.0050840
Dokumentiert Welse im Tarn, die sich absichtlich auf das Ufer werfen, um Tauben zu fangen.
Amtliche Quellen
- FishBase – Silurus glanis (fiche espèce ; statut IUCN Red List 2025-2 repris par FishBase) (abgerufen am 23. September 2026)
- BOE – Real Decreto 630/2013, Catálogo español de especies exóticas invasoras (texto consolidado) (abgerufen am 23. September 2026)
- Sportvisunie – VISpas (Gezamenlijke Lijst van Nederlandse Viswateren, VISplanner, NachtVIStoestemming) (abgerufen am 23. September 2026)
- Uitvoeringsregeling visserij, art. 5c (gesloten tijden : o.a. zalm, meerval, kwabaal, beekforel het hele jaar) (abgerufen am 23. September 2026)
- Vlaamse overheid – Visverlof (verplicht voor recreatief vissen op de openbare binnenwateren van het Vlaamse Gewest) (abgerufen am 23. September 2026)
- ICNF – Licenças de pesca lúdica e desportiva em águas interiores (licença geral obrigatória, exceto parques de pesca) (abgerufen am 23. September 2026)