Verantwortungsvoll angeln

Mindestmaße und Schonzeiten einhalten, Fische unversehrt zurücksetzen, geschützte Arten kennen: was Vorschriften und Studien sagen.

Laichzeit

Mindestmaße und Schonzeiten sollen jedem Fisch mindestens eine Fortpflanzung ermöglichen. Hier Art für Art, wann gelaicht wird und warum die Vorschriften das Angeln dann schließen.

Hecht Esox lucius

Spätwinter bis Frühjahr, kurz nach dem Eisgang, über flachen Pflanzenbeständen und überfluteten Wiesen; der genaue Zeitpunkt hängt von Breitengrad und Temperatur ab.

Die Laichfische stehen gebündelt im Flachwasser und sind leicht zu fangen; Schonzeiten schützen die Fortpflanzung. Viele Länder und Bundesländer haben eine eigene Hechtschonzeit.

Hecht

Zander Sander lucioperca

April bis Mai, ausnahmsweise Ende Februar bis Juli je nach Breite und Höhe, bei 10-14 °C am Laichplatz. Das Männchen bewacht das Nest.

Das Männchen bewacht das Gelege; wird es gefangen, wird das Nest geplündert. Die Schonzeit deckt meist diese Phase ab.

Zander

Flussbarsch Perca fluviatilis

Februar bis Juli je nach Region (FishBase); die Eier werden in langen weißen Bändern an versunkenen Strukturen abgelegt.

Barsche haben oft keine eigene Schonzeit, können aber von Raubfisch-Schonzeiten oder Kunstköderverboten im Frühjahr betroffen sein.

Flussbarsch

Bachforelle Salmo trutta

Herbst bis Frühwinter auf Kies in der Strömung, wo das Weibchen eine Laichgrube schlägt; die Brut bleibt nach dem Schlupf wochenlang im Kies.

Die Winterschonzeit schützt Laichfische und Eier im Kies; man sollte Laichplätze auch nicht durchwaten.

Bachforelle

Regenbogenforelle Oncorhynchus mykiss

Im Ursprungsgebiet Spätwinter bis Frühjahr nach kurzen Laichwanderungen. Außerhalb davon werden viele Bestände durch Besatz erhalten.

In Europa gelten meist die Regeln der Salmonidengewässer; manche Forellenseen sind ganzjährig offen.

Regenbogenforelle

Äsche Thymallus thymallus

Frühjahr, auf flachen Kiesbänken von etwa 20-40 cm Tiefe mit mäßiger Strömung und sauberem Kies (FishBase).

Anders als die Forelle laicht die Äsche im Frühjahr; ihre Schonzeit liegt deshalb im Frühjahr und endet oft später als die der Forelle.

Äsche

Atlantischer Lachs Salmo salar

Herbst bis Winter auf Kies im Fluss; Jungfische bleiben 1-6 Jahre im Süßwasser, dann 1-4 Jahre im Meer (FishBase).

Schonzeiten schützen Laichfische am Ende der Wanderung; Quoten und Markierung begrenzen die Entnahme einer rückläufigen Art.

Atlantischer Lachs

Forellenbarsch Micropterus salmoides

Frühjahr bis Sommer bei etwa 15 °C; das Männchen baut ein Nest im Flachwasser und bewacht und befächelt die Eier etwa 29 Tage (FishBase).

Das nestbewachende Männchen attackiert alles in Nestnähe und ist leicht zu fangen; jedes entnommene Männchen gefährdet die Brut.

Forellenbarsch

Karpfen Cyprinus carpio

Spätfrühling bis Sommer in warmem Wasser an Ufern, Altarmen und überfluteten Wiesen; die Larven überleben nur in sehr warmem, flachem Wasser (FishBase).

Karpfen haben oft keine eigene Schonzeit, aber regionale Regeln schützen laichende Fische; viele Vereine sperren Laichzonen.

Karpfen

Graskarpfen Ctenopharyngodon idella

Im Ursprungsgebiet auf Kies in stark strömenden Flüssen; die Eier treiben 2-3 Tage bis zum Schlupf. In Europa vermehrt sie sich kaum, Bestände stammen aus Besatz.

Keine laichbedingte Schonzeit; es gelten die allgemeinen Gewässerregeln.

Graskarpfen

Wels Silurus glanis

Spätfrühling bis Sommer in warmem Wasser; das Männchen baut ein Nest aus Pflanzen oder säubert Weidenwurzeln und bewacht es bis zum Ausschwimmen der Larven. Schlupf nach 2-3 Tagen (FishBase).

Im Heimatgebiet schützen Schonzeiten die nestbewachenden Männchen; FishBase nennt lokale Rückgänge durch Zerstörung flacher Laichplätze.

Wels

Rotauge Rutilus rutilus

Frühjahr, in Schwärmen, in dichter Vegetation von Altarmen und Seen, auf überfluteten Wiesen oder auf Kies; die klebrigen Eier schlüpfen nach etwa 12 Tagen (FishBase).

Meist keine eigene Schonzeit; regionale Regeln können Laichzonen schützen.

Rotauge

Brassen Abramis brama

Frühjahr, in Altarmen, Auen und dicht bewachsenen Ufern; manche Populationen wandern weit. Bildet häufig Hybriden mit dem Rotauge (FishBase).

Meist keine eigene Schonzeit; lokale Regeln möglich.

Brassen

Schleie Tinca tinca

Mai bis September je nach Breite bei 19-20 °C; laicht etwa zwei Monate lang alle 1-5 Tage, klebrige grüne Eier an Pflanzen (FishBase).

Meist keine eigene Schonzeit; da sich das Laichen über den Sommer zieht, flache Krautzonen möglichst nicht stören.

Schleie

Döbel Squalius cephalus

Frühjahr, in schneller Strömung über Kies; Weibchen laichen mehrmals pro Saison mit mehreren Männchen, oft mit viel Geplätscher (FishBase).

Meist keine eigene Schonzeit.

Döbel

Barbe Barbus barbus

Mai bis Juli nach einer Wanderung flussaufwärts, auf sehr flachen, schnellen Kiesbänken; der Rogen ist giftig (FishBase).

Barben konzentrieren sich auf flachen Laichplätzen; Schonzeiten der Länder decken diese Phase ab.

Barbe

Europäischer Aal Anguilla anguilla

Nie beobachtet; vermutlich nur in der Sargassosee, etwa März bis Juni. Blankaale verlassen die Flüsse vor allem im zweiten Halbjahr in dunklen Nächten; sie laichen einmal und sterben (FishBase).

Jeder Blankaal, der das Meer nicht erreicht, fehlt als Laichtier einer vom Aussterben bedrohten Art; daher Fangverbote für Blank- und Glasaale und vielerorts für alle Aale.

Europäischer Aal

Glasaugenbarsch Sander vitreus

Frühes Frühjahr kurz nach dem Eisgang, in kleinen Gruppen nachts im Flachwasser; die Eiablage erfolgt meist in einer Nacht (FishBase).

Laichfische konzentrieren sich; die meisten US-Bundesstaaten und kanadischen Provinzen schließen die Saison im Frühjahr.

Glasaugenbarsch

Muskellunge Esox masquinongy

Frühjahr zur Eisschmelze (FishBase), meist etwas nach dem Hecht.

Späte Saisonöffnungen schützen Laichfische; Mindestmaße sind oft sehr hoch.

Muskellunge

Schwarzbarsch Micropterus dolomieu

Frühjahr; das Männchen baut ein Nest auf Sand, Kies oder Fels, oft in etwa 1 m Tiefe und nahe am Nest des Vorjahres, und bewacht es (FishBase).

Wie beim Forellenbarsch ist das nestbewachende Männchen verletzlich; viele Staaten und Provinzen schließen die Saison.

Schwarzbarsch

Schwarzer Crappie Pomoxis nigromaculatus

Frühjahr; das Männchen legt ein Nest auf Sand, Schlamm oder Kies an und bewacht die Eier etwa 5 Tage (FishBase).

Wenige Staaten schließen die Saison, viele setzen aber Tageslimits und teils Mindestmaße, weil Frühjahrsschwärme leicht überfischt werden.

Schwarzer Crappie

Blauer Sonnenbarsch Lepomis macrochirus

Später Frühling und Sommer in Nestkolonien im Flachwasser; das Männchen bewacht die Eier etwa 7 Tage (FishBase).

Selten Schonzeiten; oft Tageslimits. Die Entnahme großer nestbewachender Männchen kann die Durchschnittsgröße senken.

Blauer Sonnenbarsch

Getüpfelter Gabelwels Ictalurus punctatus

April bis Juli je nach Breite bei 27-28 °C; Eiablage in einer Mulde im Sand, vom Männchen bewacht; Brutdauer 3-8 Tage (FishBase).

Schonzeiten sind selten; meist gelten Tageslimits, teils Beschränkungen für sehr große Fische.

Getüpfelter Gabelwels

Amerikanischer Seesaibling Salvelinus namaycush

Herbst, über felsigen Untiefen in Seen; langsam wachsend und spät geschlechtsreif.

Langsames Wachstum und hohes Alter machen Bestände überfischungsanfällig: Herbstschonzeiten, Mindestmaße und niedrige Limits sind üblich.

Amerikanischer Seesaibling

Rapfen Leuciscus aspius

April bis Juni nach einer Wanderung flussaufwärts, in schneller Strömung über Kies oder Pflanzen; das Laichen dauert etwa zwei Wochen (FishBase).

Laichfische konzentrieren sich an wenigen Plätzen; Schonzeiten und Mindestmaße schützen diese Phase.

Rapfen

Rotfeder Scardinius erythrophthalmus

Frühjahr bis Frühsommer: Männchen treiben die Weibchen in dichte Vegetation; sehr klebrige Eier an Pflanzen im Flachwasser (FishBase).

Meist keine eigene Schonzeit; Laichkrautzonen schonen.

Rotfeder

Karausche Carassius carassius

Mai-Juni in flachem, pflanzenreichem Wasser; mehrere Laichakte, Eier an Pflanzen, Schlupf nach 4-8 Tagen (FishBase).

Meist keine eigene Schonzeit; einige Länder setzen Mindestmaße.

Karausche

Seesaibling Salvelinus alpinus

Herbst bis Winter, meist über Kies- und Steingrund in Seen; Wanderformen steigen im Herbst und Winter in Flüsse auf (FishBase).

Laichplätze in Seen sind eng begrenzt; Schonzeiten im Herbst und Winter schützen die Laichfische.

Seesaibling

Huchen Hucho hucho

Frühjahr, nach kurzer Wanderung flussaufwärts, auf Kies in der Strömung (FishBase; Holčík et al. 1988).

Überfischung, Verschmutzung, Ausleitungen und fehlende Fischaufstiege haben die Bestände dezimiert (FishBase); die Saison ist meist auf Herbst und Winter begrenzt.

Huchen

Bachsaibling Salvelinus fontinalis

Herbst, auf Kies, wo das Weibchen eine Laichgrube schlägt, während das Männchen balzt und Rivalen vertreibt (FishBase).

Wie die Bachforelle laicht er im Herbst; die Winterschonzeit schützt die Laichplätze.

Bachsaibling

Quappe Lota lota

November bis März bei unter 6 °C, oft unter dem Eis: Gruppen von bis zu 20 Tieren bilden eine rollende Kugel am Grund; Schlupf nach 40-70 Tagen (FishBase).

Das Winterlaichen konzentriert die Tiere; Winterschonzeiten und Mindestmaße schützen die Laichfische.

Quappe

Aland Leuciscus idus

Zeitiges Frühjahr: Wanderung in Nebenflüsse, Laichen in mäßiger Strömung auf Kies oder Pflanzen; jedes Weibchen laicht einmal pro Saison mit mehreren Männchen (FishBase).

Alande ziehen gemeinsam zu den Laichplätzen und sind dort verletzlich; einige Länder setzen Mindestmaße.

Aland

Unversehrt zurücksetzen

Hecht

  • Stahl-, Titan- oder starkes Fluorocarbonvorfach: ein abgebissener Hecht behält den Köder im Maul.
  • Lange Zange und Seitenschneider griffbereit; Drillinge ggf. durch Einzelhaken ersetzen.
  • Kescher mit gummiertem Netz, Abhaken im Wasser oder auf nasser Matte.
  • Fisch waagerecht halten und Bauch stützen, nie an den Augen greifen.
  • Luftzeit fürs Foto auf wenige Sekunden begrenzen.

Zander

  • Schnell abhaken: Zander vertragen lange Handhabung schlecht.
  • Bei Frost den Fisch nicht an der kalten Luft oder auf gefrorenem Boden liegen lassen.
  • Bewachte Nester im Frühjahr nicht befischen, auch nicht zum Zurücksetzen.
  • Langsam, mit dem Kopf gegen die Strömung zurücksetzen.

Flussbarsch

  • Kleine, möglichst schonhakenlose Haken für schnelles Abhaken.
  • Aus großer Tiefe gefangene Barsche können ein Barotrauma erleiden: sehr tief nur fischen, wenn man entnehmen will.
  • Hände vor dem Anfassen befeuchten.

Bachforelle

  • Einzelhaken ohne Widerhaken (auf C&R-Strecken oft Pflicht).
  • Gummierter Kescher; Fisch im Wasser lassen.
  • Bei Hitze im Sommer pausieren: Forellen erholen sich in warmem Wasser schlecht.
  • Laichgruben im Herbst und Winter nicht betreten.

Regenbogenforelle

  • Kunstköder und Fliegen haken flacher als geschluckte Naturköder; mit Wurm früh anschlagen.
  • Bei geschlucktem Haken Schnur abschneiden statt herausreißen.
  • Luftzeit nach langem Drill kurz halten.

Äsche

  • Kleine Haken ohne Widerhaken.
  • Äschen sind empfindlich: im Wasser abhaken, nicht drücken.
  • Bei warmem Wasser im Sommer Äschen nicht gezielt befischen.
  • In ruhigem Wasser, Kopf gegen die Strömung, zurücksetzen.

Was Studien zum Zurücksetzen sagen

Veröffentlichte, per DOI geprüfte Studien aus unseren Artenseiten:

  1. Arlinghaus et al. (2009) Physiological and behavioural consequences of catch-and-release angling on northern pike (Esox lucius L.) Fisheries Research doi:10.1016/j.fishres.2009.02.005
    Untersucht physiologische und Verhaltensfolgen von Catch-and-Release beim Hecht; Grundlage für kurze Handhabung und schnelles Zurücksetzen.
  2. Arlinghaus et al. (2008) Size Selectivity, Injury, Handling Time, and Determinants of Initial Hooking Mortality in Recreational Angling for Northern Pike: The Influence of Type and Size of Bait North American Journal of Fisheries Management doi:10.1577/m06-263.1
    Vergleicht Größenselektivität, Verletzungen, Handhabungszeit und Anfangssterblichkeit je nach Köderart und -größe: hilfreich bei der Wahl zwischen Köderfisch und Kunstköder.
  3. Arlinghaus & Hallermann (2007) Effects of air exposure on mortality and growth of undersized pikeperch, Sander lucioperca, at low water temperatures with implications for catch‐and‐release fishing Fisheries Management and Ecology doi:10.1111/j.1365-2400.2007.00536.x
    Untersucht, wie Luftexposition Sterblichkeit und Wachstum untermaßiger Zander bei niedrigen Wassertemperaturen beeinflusst: Argument für sofortiges Zurücksetzen im Winter.
  4. Schill (1996) Hooking Mortality of Bait-Caught Rainbow Trout in an Idaho Trout Stream and a Hatchery: Implications for Special-Regulation Management North American Journal of Fisheries Management doi:10.1577/1548-8675(1996)016<0348:hmobcr>2.3.co;2
    Misst die Hakensterblichkeit von mit Naturköder gefangenen Regenbogenforellen in Bach und Zucht, mit Folgerungen für Sonderstrecken.
  5. Schisler & Bergersen (1996) Postrelease Hooking Mortality of Rainbow Trout Caught on Scented Artificial Baits North American Journal of Fisheries Management doi:10.1577/1548-8675(1996)016<0570:phmort>2.3.co;2
    Untersucht die Sterblichkeit nach dem Zurücksetzen bei Regenbogenforellen, die mit parfümierten Kunstködern gefangen wurden.
  6. Ferguson & Tufts (1992) Physiological Effects of Brief Air Exposure in Exhaustively Exercised Rainbow Trout (Oncorhynchus mykiss): Implications for "Catch and Release" Fisheries Canadian Journal of Fisheries and Aquatic Sciences doi:10.1139/f92-129
    Zeigt die physiologische Wirkung kurzer Luftexposition bei erschöpften Regenbogenforellen: Grundlage für den Rat, Fische im Wasser zu fotografieren.
  7. Pinder et al. (2019) Temperature effects on the physiological status and reflex impairment in European grayling Thymallus thymallus from catch-and release angling Fisheries Research doi:10.1016/j.fishres.2018.11.014
    Untersucht, wie die Wassertemperatur Physiologie und Reflexe von Äschen nach Catch-and-Release beeinflusst: ein Grund, bei warmem Wasser zu pausieren.
  8. Gargan et al. (2015) Survival of wild Atlantic salmon (Salmo salar) after catch and release angling in three Irish rivers Fisheries Research doi:10.1016/j.fishres.2014.08.005
    Verfolgt das Überleben wilder Lachse nach Catch-and-Release in drei irischen Flüssen.
  9. Havn et al. (2015) The effect of catch‐and‐release angling at high water temperatures on behaviour and survival of Atlantic salmon Salmo salar during spawning migration Journal of Fish Biology doi:10.1111/jfb.12722
    Untersucht Verhalten und Überleben von Lachsen, die bei hohen Wassertemperaturen während des Aufstiegs zurückgesetzt wurden.
  10. Jensen et al. (2010) Does catch-and-release angling alter the migratory behaviour of Atlantic salmon? Fisheries Research doi:10.1016/j.fishres.2010.08.013
    Prüft, ob Catch-and-Release das Wanderverhalten von Lachsen verändert.
  11. SIEPKER et al. (2007) A review of the effects of catch‐and‐release angling on black bass, Micropterus spp.: implications for conservation and management of populations Fisheries Management and Ecology doi:10.1111/j.1365-2400.2007.00529.x
    Übersicht zu den Folgen von Catch-and-Release bei Schwarzbarschen und deren Bedeutung für das Management.
  12. HANSON et al. (2007) Effects of different angling practices on post‐release behaviour of nest‐guarding male black bass, Micropterus spp. Fisheries Management and Ecology doi:10.1111/j.1365-2400.2007.00534.x
    Vergleicht, wie verschiedene Angelpraktiken das Verhalten nestbewachender Männchen nach dem Zurücksetzen beeinflussen.
  13. Cucherousset et al. (2012) “Freshwater Killer Whales”: Beaching Behavior of an Alien Fish to Hunt Land Birds PLoS ONE doi:10.1371/journal.pone.0050840
    Dokumentiert Welse im Tarn, die sich absichtlich auf das Ufer werfen, um Tauben zu fangen.
  14. Pottinger (1998) Changes in blood cortisol, glucose and lactate in carp retained in anglers’keepnets Journal of Fish Biology doi:10.1111/j.1095-8649.1998.tb01828.x
    Misst Stressindikatoren (Cortisol, Glukose, Laktat) bei Karpfen im Setzkescher: relevant für Stippangler, die Fänge hältern.
  15. Litt et al. (2020) Does catch-and-release angling pose a threat to American eel? A hooking mortality experiment Endangered Species Research doi:10.3354/esr01002
    Experiment zur Hakensterblichkeit beim nahe verwandten Amerikanischen Aal: Gefährdet Catch-and-Release Aale?
  16. Reeves & Bruesewitz (2007) Factors Influencing the Hooking Mortality of Walleyes Caught by Recreational Anglers on Mille Lacs, Minnesota North American Journal of Fisheries Management doi:10.1577/m05-209.1
    Ermittelt Faktoren der Hakensterblichkeit von Glasaugenbarschen am Mille Lacs (Minnesota).
  17. Twardek et al. (2017) The Postrelease Survival of Walleyes Following Ice-Angling on Lake Nipissing, Ontario North American Journal of Fisheries Management doi:10.1002/nafm.10009
    Verfolgt das Überleben von Glasaugenbarschen nach dem Eisangeln am Lake Nipissing (Ontario).
  18. Landsman et al. (2011) Evaluation of the physiology, behaviour, and survival of adult muskellunge (Esox masquinongy) captured and released by specialized anglers Fisheries Research doi:10.1016/j.fishres.2011.05.005
    Bewertet Physiologie, Verhalten und Überleben adulter Muskellunge nach Fang und Zurücksetzen durch Spezialangler.
  19. Gravel & Cooke (2008) Severity of Barotrauma Influences the Physiological Status, Postrelease Behavior, and Fate of Tournament-Caught Smallmouth Bass North American Journal of Fisheries Management doi:10.1577/m07-013.1
    Zeigt, dass die Schwere des Barotraumas Physiologie, Verhalten nach dem Zurücksetzen und Schicksal von Turnierfischen beeinflusst.
  20. Muoneke (1992) Hooking mortality of white crappie, Pomoxis annularis Rafinesque, and spotted bass, Micropterus punctulatus (Rafinesque), in Texas reservoirs Aquaculture Research doi:10.1111/j.1365-2109.1992.tb00598.x
    Misst die Hakensterblichkeit beim Weißen Crappie (Schwesterart) und beim Gefleckten Schwarzbarsch in texanischen Stauseen.
  21. Muoneke & Childress (1994) Hooking mortality: A review for recreational fisheries Reviews in Fisheries Science doi:10.1080/10641269409388555
    Allgemeine Übersicht zur Hakensterblichkeit in der Freizeitfischerei (keine artspezifische Studie für diese Seite verifiziert).
  22. Cooke & Suski (2004) Are circle hooks an effective tool for conserving marine and freshwater recreational catch‐and‐release fisheries? Aquatic Conservation: Marine and Freshwater Ecosystems doi:10.1002/aqc.614
    Prüft, ob Kreishaken Verletzungen beim Catch-and-Release im Süß- und Salzwasser verringern: relevant für Naturköderangeln wie auf Welse.
  23. Dextrase & Ball (1991) Hooking Mortality of Lake Trout Angled through the Ice North American Journal of Fisheries Management doi:10.1577/1548-8675(1991)011<0477:hmolta>2.3.co;2
    Misst die Hakensterblichkeit von Amerikanischen Seesaiblingen, die durch das Eis gefangen wurden.

Geschützte und invasive Arten

Äsche : Sehr empfindlich gegenüber Verschmutzung und Erwärmung; vielerorts rückläufig und regional geschützt.

Atlantischer Lachs : Potenziell gefährdet (IUCN); streng reguliert mit Quoten, Markierung, Rücksetzpflicht oder Fangverboten.

Graskarpfen : Eingeführte Art, in den meisten Ländern wegen Schäden an Wasserpflanzen als Schädling angesehen (FishBase). Besatz meist genehmigungspflichtig.

Europäischer Aal : Vom Aussterben bedroht (IUCN), CITES Anhang II, EU-Aalverordnung (EG 1100/2007). Diese Seite dient der Bestimmung und der Regelkunde: In vielen Ländern ist der Aalfang verboten oder nur mit sofortigem Zurücksetzen erlaubt.

Karausche : In vielen Gewässern rückläufig, vor allem durch Konkurrenz und Hybridisierung mit eingeführtem Giebel und Goldfisch; es gibt Schutzprojekte.

Huchen : Gefährdet (IUCN, Kriterien A3cde). Fang oft verboten oder mit sehr hohen Mindestmaßen und minimalen Jahresquoten; keine Ermutigung zur Entnahme.

Quappe : In mehreren westeuropäischen Ländern rückläufig; örtlich geschützt oder streng geregelt.

Gebiete unserer Seiten mit Regeln zu invasiven Arten (Zurücksetzen oder Transport verboten…):

Verantwortungsvolle Ausrüstung