Regenbogenforelle

Oncorhynchus mykiss

Regenbogenforelle (Oncorhynchus mykiss)
Foto : USFWS Mountain Prairie, Public domain, Wikimedia Commons
Wissenschaftlicher Name
Oncorhynchus mykiss
Familie
Salmonidae
Übliche Länge
60 cm
Veröffentlichte Maximallänge
123 cm
Veröffentlichtes Höchstgewicht
25,9 kg
Höchstalter
11 Jahre
Schutzstatus
LC (Least Concern)
Verbreitung
Ursprünglich pazifisches Nordamerika und Nordostasien; weltweit gezüchtet und besetzt.

Passende Ausrüstung

Vom Pazifik in die ganze Welt

Die Regenbogenforelle stammt vom pazifischen Nordamerika und aus Nordostasien. Heute wird sie weltweit gezüchtet und besetzt; FishBase vermerkt, dass sie häufig erbrütet und gezielt für Angler in Flüsse und Seen eingesetzt wird. In Mitteleuropa stammen die meisten gefangenen Regenbogenforellen aus Zuchtanlagen. Ihre Wanderform, der Steelhead, zieht ins Meer und steigt zum Laichen in Küstenflüsse auf.

Größen

Die übliche Länge beträgt 60 cm, das veröffentlichte Maximum 123 cm und 25,9 kg bei einem Höchstalter von 11 Jahren (FishBase). Diese Werte stammen von Steelheads und großen Seefischen; eine typische Besatzforelle ist deutlich kleiner.

Wo und wann

Regenbogenforellen leben in klaren, kalten Oberläufen, Bächen, Flüssen und Seen. Laut FishBase werden sie in Gewässer mit Sommertemperaturen über 25 °C oder mit wenig Sauerstoff meist nicht besetzt. Sie fressen Wasser- und Landinsekten sowie kleine Fische. In Fließgewässern gelten meist die Regeln für Salmoniden, viele Forellenseen und Angelteiche sind dagegen ganzjährig mit eigener Ordnung geöffnet. Prüfen Sie die Landesregeln und die Gewässerordnung.

Im Frühjahr und Herbst beißen sie den ganzen Tag, im Sommer eher früh, spät und tiefer. Nach einem Besatz stehen die Fische oft einige Tage in Gruppen und sind wenig scheu.

Methoden

Am Forellensee sind Fliegen (Nymphen, Streamer) vom Ufer oder Belly Boat sehr fängig, ebenso leichte Spinner und kleine Gummiköder. An der Pose funktionieren Forellenteig und Wurm, wo sie erlaubt sind. Im Fluss gelten dieselben Methoden wie bei der Bachforelle.

Zurücksetzen

Drei Studien helfen bei der Entscheidung. Schill (1996) maß die Hakensterblichkeit von mit Naturköder gefangenen Regenbogenforellen; Schisler und Bergersen (1996) untersuchten Fische, die mit parfümierten Kunstködern gefangen wurden; Ferguson und Tufts (1992) zeigten die Wirkung kurzer Luftexposition auf erschöpfte Forellen. Praktisch: Wer zurücksetzen möchte, fischt mit Fliege oder Kunstköder, schlägt beim Wurm früh an, schneidet bei geschlucktem Haken die Schnur ab und fotografiert im Wasser. In Deutschland ist das Zurücksetzen maßiger Fische je nach Land eingeschränkt.

Ausrüstung in Kürze

Für den Forellensee eignet sich eine leichte bis mittlere Spinnrute von 2,70 bis 3,30 m, mit der man auch Posen- und Sbirolino-Montagen werfen kann. Fliegenfischer nutzen am Stillwasser meist Ruten der Klasse 5 bis 7 mit Sinkschnüren für die Nymphen- und Streamerfischerei. Kescher, Arterienklemme und Maßband gehören immer dazu, denn viele Forellenseen haben eigene Mindestmaße und Entnahmeregeln.

Köder

  • Nymphen, Streamer, Trockenfliegen
  • Leichte Spinner und Blinker
  • Forellenteig und Wurm, wo erlaubt
  • Kleine Gummimaden

Zurücksetzen

  • Kunstköder und Fliegen haken flacher als geschluckte Naturköder; mit Wurm früh anschlagen.
  • Bei geschlucktem Haken Schnur abschneiden statt herausreißen.
  • Luftzeit nach langem Drill kurz halten.

Häufige Fragen

Warum heißt die Regenbogenforelle so?

Der Name bezieht sich auf ihre Färbung: FishBase beschreibt ein breites rosa bis rotes Längsband vom Kopf bis zur Schwanzwurzel, das bei der Meeresform (Steelhead) fehlt, dazu je nach Lebensraum wechselnde, oft schillernde Farben. Eine amtliche Quelle zur Wortherkunft haben wir nicht gefunden.

Der deutsche Name Regenbogenforelle entspricht dem englischen rainbow trout und spielt auf das auffällige Farbenspiel des Fisches an. FishBase beschreibt als Bestimmungsmerkmal ein breites rosa bis rotes Band vom Kopf bis zur Schwanzwurzel, das bei der ins Meer wandernden Form fehlt. Außerdem hält FishBase fest, dass die Färbung je nach Lebensraum, Größe und Laichzustand variiert: Bachbewohner und laichbereite Fische sind dunkler und intensiver gefärbt, Seefische heller, glänzender und silbriger. Das Zusammenspiel aus rosa-rotem Seitenband, dunklen Punkten und silbrigem Glanz erinnert an einen Regenbogen. Eine offizielle oder wissenschaftliche Quelle zur Entstehung des Namens konnten wir nicht verifizieren; die Antwort beschränkt sich deshalb auf die belegte Färbung. Der wissenschaftliche Name lautet Oncorhynchus mykiss; die Art gehört zur Familie der Lachsfische und stammt ursprünglich vom pazifischen Nordamerika und aus Nordostasien. Die Wanderform heißt Steelhead, und ihr fehlt nach FishBase gerade das rote Band, das der Art ihren Namen gibt.

Amtliche Quellen : FishBase – Oncorhynchus mykiss (Regenbogenforelle)

Wie fängt man Regenbogenforellen?

Regenbogenforellen fängt man am besten mit leichten Spinnern und Blinkern, mit Fliegen (Nymphe, Streamer, Trockenfliege), mit kleinen Gummiködern oder, wo erlaubt, mit Forellenteig und Wurm an der Pose. Beste Zeiten sind Frühjahr und Herbst sowie Morgen und Abend, weil die Art kühles, klares Wasser bevorzugt.

FishBase beschreibt die Regenbogenforelle als Fisch klarer, kalter Gewässer, der fast überall besetzt wird, aber meist nicht in Gewässer, die im Sommer über 25 °C warm werden. Daraus folgt die Praxis: im Frühjahr und Herbst ganztägig, im Sommer früh morgens und abends angeln. Am Fluss funktionieren Spinner und Blinker, die quer oder leicht stromauf geworfen werden, sowie das Fliegenfischen mit Nymphe und Trockenfliege. Am Forellensee sind Pose oder Sbirolino mit Teig oder kleinem Gummiköder, langsam geführte Spinner und Streamer verbreitet. Wer zurücksetzen möchte, sollte Kunstköder bevorzugen: Schill (1996) maß eine deutlich höhere Hakensterblichkeit bei mit Naturköder gefangenen Regenbogenforellen, weil diese häufiger geschluckt werden; früh anschlagen und bei tief sitzendem Haken die Schnur abschneiden. Rechtlich unterscheiden sich die Regeln stark: In Bayern gilt laut StMELF-Merkblatt ein Schonmaß von 26 cm und eine Schonzeit vom 15. Dezember bis 15. März, in Baden-Württemberg laut Landesfischereiverordnung eine Schonzeit vom 1. Oktober bis Ende Februar. Viele Forellenseen haben eigene Regeln und sind ganzjährig geöffnet. Prüfen Sie immer Fischereischein, Erlaubnisschein und Gewässerordnung.

Amtliche Quellen : FishBase – Oncorhynchus mykiss (Regenbogenforelle) ; Schill 1996 – Hooking Mortality of Bait-Caught Rainbow Trout (NAJFM) ; StMELF – Merkblatt zu den fischereirechtlichen Bestimmungen in Bayern ; Landesfischereiverordnung Baden-Württemberg (Stand 2022)

Was frisst die Regenbogenforelle?

Die Regenbogenforelle frisst laut FishBase vielfältige Wasser- und Landwirbellose, also Insektenlarven, Anflugnahrung und Kleinkrebse, sowie kleine Fische. Im Meer jagt die Wanderform (Steelhead) Fische und Kopffüßer. Größere Exemplare werden zunehmend zu Fischfressern, was erklärt, warum Streamer, Spinner und kleine Wobbler auf große Forellen so gut fangen.

Nach FishBase ernährt sich die Regenbogenforelle von einer großen Bandbreite aquatischer und terrestrischer Wirbelloser sowie von kleinen Fischen; die ins Meer abwandernde Form, der Steelhead, erbeutet dort Fische und Kopffüßer. Im Süßwasser heißt das konkret: Larven von Eintags-, Köcher- und Steinfliegen, Zuckmückenpuppen, Kleinkrebse wie Bachflohkrebse, ins Wasser gefallene Insekten und bei größeren Fischen zunehmend Kleinfische. Für Angler erklärt dieses breite Nahrungsspektrum, warum so unterschiedliche Köder fangen: Nymphen und Trockenfliegen imitieren Insekten, Streamer, Spinner und kleine Wobbler imitieren Beutefische, und am Forellensee werden auch Teig und Würmer genommen, wo diese erlaubt sind. Besatzforellen aus der Zucht sind anfangs an Pelletfutter gewöhnt und stellen sich erst nach und nach auf natürliche Nahrung um; deshalb fangen frisch besetzte Fische oft auf auffällige Köder. Ihre Fressaktivität hängt stark von der Temperatur ab: FishBase nennt kühles, klares Wasser als Lebensraum, und im warmen Sommerwasser sind Regenbogenforellen träger.

Amtliche Quellen : FishBase – Oncorhynchus mykiss (Regenbogenforelle)

Welcher Köder eignet sich für Regenbogenforellen?

Für Regenbogenforellen eignen sich leichte Spinner und Blinker, Fliegen (Nymphen, Streamer, Trockenfliegen), kleine Gummiköder sowie, wo erlaubt, Forellenteig und Wurm. Welcher Köder am besten fängt, hängt vom Gewässer ab: am Fluss eher Kunstköder und Fliege, am Forellensee oft Teig oder langsam geführte Spinner.

Die Köderwahl folgt der Nahrung: FishBase beschreibt die Regenbogenforelle als Fresser von Wasser- und Landwirbellosen sowie kleinen Fischen. Daraus ergeben sich vier Ködergruppen. Erstens Metallköder: Spinner der kleinen Größen und leichte Blinker, im Fluss quer zur Strömung geführt. Zweitens Fliegen: Nymphen für Fische, die unter der Oberfläche fressen, Trockenfliegen bei steigenden Fischen, Streamer für größere, räuberische Forellen. Drittens kleine Gummiköder und Gummimaden, am Forellensee oft am Sbirolino oder an der Pose. Viertens Naturköder wie Wurm und Forellenteig, die an vielen Forellenseen üblich sind, auf manchen Fließgewässerstrecken aber verboten sind. Wer Fische zurücksetzen möchte, sollte bedenken, dass Naturköder häufiger geschluckt werden: Schill (1996) fand bei mit Naturköder gefangenen Regenbogenforellen eine höhere Hakensterblichkeit, und Schisler und Bergersen (1996) untersuchten die Sterblichkeit nach Fang mit parfümierten Kunstködern. Einzelhaken mit angedrücktem Widerhaken erleichtern das Lösen. Welche Köder und wie viele Haken erlaubt sind, regeln Landesrecht und Gewässerordnung; in Bayern etwa darf eine Handangel laut StMELF-Merkblatt höchstens fünf Anbissstellen haben.

Amtliche Quellen : FishBase – Oncorhynchus mykiss (Regenbogenforelle) ; Schill 1996 – Hooking Mortality of Bait-Caught Rainbow Trout (NAJFM) ; Schisler & Bergersen 1996 – Postrelease Hooking Mortality of Rainbow Trout Caught on Scented Artificial Baits (NAJFM) ; StMELF – Merkblatt zu den fischereirechtlichen Bestimmungen in Bayern

Wie groß wird eine Regenbogenforelle?

Die übliche Länge der Regenbogenforelle liegt laut FishBase bei 60 cm; das veröffentlichte Maximum beträgt 123 cm und 25,9 kg bei einem Höchstalter von 11 Jahren. Diese Rekordwerte stammen von Steelheads und großen Seefischen. Besatzforellen an Forellenseen sind meist deutlich kleiner.

FishBase nennt für Oncorhynchus mykiss eine übliche Länge von 60 cm (Totallänge), ein veröffentlichtes Maximum von 123 cm und ein Höchstgewicht von 25,9 kg; das höchste berichtete Alter liegt bei 11 Jahren. Diese Spitzenwerte stammen von der ins Meer wandernden Form, dem Steelhead, und von großen Seepopulationen, die sich von Fischen ernähren. In Mitteleuropa stammen die meisten gefangenen Regenbogenforellen aus Zuchtanlagen und werden als portionsgroße Fische besetzt; sie sind deshalb in der Regel viel kleiner als die Maximalwerte. Größere Exemplare entstehen vor allem dort, wo Fische lange im Gewässer überleben und viel Futter finden. Für Angler zählt zudem das Mindestmaß: In Bayern beträgt es laut StMELF-Merkblatt 26 cm, in Berlin, Niedersachsen, Sachsen und Sachsen-Anhalt laut den jeweiligen Landesverordnungen 25 cm. An privaten Forellenseen gelten oft eigene Regeln zu Mindestmaß und Stückzahl. Kleinere Fische als das Mindestmaß müssen schonend zurückgesetzt werden, und die Gewässerordnung kann strengere Maße vorschreiben.

Amtliche Quellen : FishBase – Oncorhynchus mykiss (Regenbogenforelle) ; StMELF – Merkblatt zu den fischereirechtlichen Bestimmungen in Bayern ; Landesfischereiordnung Berlin ; Binnenfischereiordnung Niedersachsen (LAVES) ; Sächsische Fischereiverordnung (SächsFischVO) ; Fischereiordnung des Landes Sachsen-Anhalt (FischO LSA)

Mindestmaß Regenbogenforelle nach Gebiet

Frankreich : 20–40 cm (28)
Belgien : 24 cm (1)
Deutschland : 25–26 cm (5)
Österreich : 22–30 cm (8)
Italien : 20–25 cm (2)
Spanien : 22 cm (1)
Schweiz : 24 cm (2)
USA : 30.5 cm (1)
Maine30,5 cm
Kanada : 15–35 cm (3)

Zitierte Studien

  1. Schill (1996) Hooking Mortality of Bait-Caught Rainbow Trout in an Idaho Trout Stream and a Hatchery: Implications for Special-Regulation Management North American Journal of Fisheries Management doi:10.1577/1548-8675(1996)016<0348:hmobcr>2.3.co;2
    Misst die Hakensterblichkeit von mit Naturköder gefangenen Regenbogenforellen in Bach und Zucht, mit Folgerungen für Sonderstrecken.
  2. Schisler & Bergersen (1996) Postrelease Hooking Mortality of Rainbow Trout Caught on Scented Artificial Baits North American Journal of Fisheries Management doi:10.1577/1548-8675(1996)016<0570:phmort>2.3.co;2
    Untersucht die Sterblichkeit nach dem Zurücksetzen bei Regenbogenforellen, die mit parfümierten Kunstködern gefangen wurden.
  3. Ferguson & Tufts (1992) Physiological Effects of Brief Air Exposure in Exhaustively Exercised Rainbow Trout (Oncorhynchus mykiss): Implications for "Catch and Release" Fisheries Canadian Journal of Fisheries and Aquatic Sciences doi:10.1139/f92-129
    Zeigt die physiologische Wirkung kurzer Luftexposition bei erschöpften Regenbogenforellen: Grundlage für den Rat, Fische im Wasser zu fotografieren.

Amtliche Quellen

  1. FishBase – Oncorhynchus mykiss (fiche espèce ; statut IUCN Red List 2025-2 repris par FishBase) (abgerufen am 23. September 2026)
  2. BOE – Real Decreto 630/2013, Catálogo español de especies exóticas invasoras (texto consolidado) (abgerufen am 23. September 2026)
  3. ICNF – Licenças de pesca lúdica e desportiva em águas interiores (licença geral obrigatória, exceto parques de pesca) (abgerufen am 23. September 2026)