Bachforelle
Salmo trutta

Passende Ausrüstung
Schwimmende Köder mit Federhaken 7,5 cm, 9er-SetGeeignet für: Bachforelle.
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Kunstköder-Set mit 101 Teilen in BoxGeeignet für: Bachforelle.
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Welche Ausrüstung für Bachforelle?
Eine Art, mehrere Lebensweisen
Salmo trutta umfasst die Bachforelle, die Seeforelle und die Meerforelle, die einen Teil ihres Lebens im Meer verbringt. Laut FishBase bleiben wandernde Tiere 1 bis 5 Jahre im Süßwasser und 6 Monate bis 5 Jahre im Meer. Deshalb wirken die veröffentlichten Größen gewaltig: übliche Länge 72 cm, Maximum 140 cm und 50 kg, Höchstalter 38 Jahre. Diese Werte stammen vor allem von Wanderformen – eine Bachforelle im kleinen Bach bleibt viel kleiner.
Was die Forelle braucht
Bachforellen lieben kaltes, sauerstoffreiches Wasser mit Deckung: Steine, unterspülte Ufer, überhängende Vegetation (FishBase). Sie sind überwiegend tagaktiv. Jungfische fressen Wasser- und Landinsekten, erwachsene Tiere zusätzlich Weichtiere, Krebstiere und kleine Fische. Im Fluss stehen Forellen gegen die Strömung und fangen, was an ihnen vorbeitreibt – der Kern des Kapitels von Neveu (1999) zur Nahrungsstrategie. Praktisch heißt das: Eine Fliege oder ein Köder, der natürlich und ohne Zug driftet, fängt deutlich besser.
Warum Winterschonzeit
Die Bachforelle laicht im Herbst und Frühwinter auf Kies in der Strömung, wo das Weibchen eine Laichgrube schlägt. Die Brut bleibt nach dem Schlupf wochenlang im Kies. Die Schonzeit schützt Laichfische und Eier, wie die Übersicht von Klemetsen und Kollegen (2003) zu den Lebenszyklen beschreibt. Schonzeit und Mindestmaß regeln in Deutschland die Bundesländer, in Österreich die Länder und in der Schweiz die Kantone; viele Vereine haben strengere Regeln. Laichplätze sollte man nie durchwaten.
Methoden
Das Fliegenfischen – Trockenfliege beim Schlupf, Nymphe den Rest der Zeit – ist die feinste Methode. Spinner der Größe 0 bis 2 und kleine Wobbler befischen einen Bach schnell. Wo Naturköder erlaubt sind, ist der geführte Wurm bei trübem Wasser sehr fängig. Viele Strecken schreiben Einzelhaken ohne Widerhaken vor oder verbieten Naturköder.
Zurücksetzen
DuBois und Dubielzig (2004) verglichen Verletzungen und Sterblichkeit je nach Hakentyp bei wilden Bachforellen, die mit Spinnern gefangen wurden. Einzelhaken ohne Widerhaken, gummierter Kescher und den Fisch im Wasser lassen – das ist die beste Kombination. Bei Sommerhitze in den warmen Stunden pausieren.
Ausrüstung in Kürze
Für den Bach reicht eine kurze, leichte Spinnrute mit 2 bis 8 g Wurfgewicht und monofiler Schnur oder eine Fliegenrute der Klasse 3 bis 5. Wathosen erweitern den Aktionsradius, eine Polarisationsbrille zeigt Standplätze und steigende Fische. Mit einer Arterienklemme lassen sich kleine Haken schnell lösen, ohne den Fisch aus dem Wasser zu heben.
Köder
- Trockenfliegen und Nymphen passend zum Schlupf
- Spinner Größe 0-2
- Kleine Wobbler 3-7 cm
- Wurm und Larven, wo Naturköder erlaubt sind
Zurücksetzen
- Einzelhaken ohne Widerhaken (auf C&R-Strecken oft Pflicht).
- Gummierter Kescher; Fisch im Wasser lassen.
- Bei Hitze im Sommer pausieren: Forellen erholen sich in warmem Wasser schlecht.
- Laichgruben im Herbst und Winter nicht betreten.
Häufige Fragen
Welche Rute braucht man für Forellen?
Für Forellen reicht eine leichte Rute: zum Spinnfischen eine leichte Spinnrute für Spinner und kleine Wobbler, zum Posen- oder Grundangeln am Forellensee eine längere, weiche Rute, zum Fliegenfischen eine leichte Fliegenrute. Die genaue Länge und das Wurfgewicht richten sich nach Gewässergröße und Köder; amtliche Vorgaben gibt es nicht.
Bachforellen sind meist mittelgroß und kämpfen in der Strömung, Regenbogenforellen in Seen kommen oft in größeren Stückzahlen vor (FishBase). Daraus leiten sich drei Rutentypen ab, deren genaue Maße Erfahrungswerte von Herstellern und Händlern sind. Spinnfischen: eine leichte, eher kurze Spinnrute für Spinner der Größe 0–2 und Wobbler von 3–7 cm, damit man präzise unter Ufergebüsch werfen kann; an großen Flüssen und Seen etwas länger. Posenangeln und Grundangeln am Forellensee: eine längere, weiche Rute, die feine Vorfächer schützt und die Pose oder das Grundblei mit Teig, Wurm oder Made weit genug bringt. Fliegenfischen: eine leichte Einhand-Fliegenrute für Trockenfliegen und Nymphen. Wer Forelle und Barsch mit einer Rute beangeln will, wählt eine leichte Spinnrute, die Köder von wenigen Gramm wirft. Die Regeln setzen Grenzen: In Frankreich ist in der 1. Kategorie nur eine Rute erlaubt, in Tirol in Fließgewässern eine, in Seen bis zu drei. Genaue Wurfgewichte sind keine amtlich festgelegten Werte.
Amtliche Quellen : FishBase – Salmo trutta ; FishBase – Oncorhynchus mykiss ; Code de l'environnement – Pêche en eau douce (Légifrance) ; Tiroler Fischereiverband – Tiroler Fischerkarte
Wie fängt man Forellen?
Forellen fängt man mit Fliege (Trockenfliege, Nymphe), mit kleinen Spinnern und Wobblern oder, wo erlaubt, mit Wurm und Larven. Wichtig sind leise Annäherung und natürliche Drift, weil Forellen standorttreu an Strömungskanten stehen und Nahrung abfangen. Schonzeit, Mindestmaß und Köderregeln der Strecke beachten.
Die Bachforelle steht in kaltem, sauerstoffreichem Wasser an Deckung wie Steinen, unterspülten Ufern und überhängender Vegetation und fängt vorbeitreibende Nahrung ab (Studie zur Nahrungsstrategie in Fließgewässern). Daraus folgen drei Grundsätze: vorsichtig und flussaufwärts anpirschen, den Köder natürlich mit der Strömung treiben lassen und die Standplätze gezielt befischen. Fliegenfischen: Trockenfliegen und Nymphen passend zum Insektenschlupf. Spinnfischen: Spinner der Größe 0–2 und kleine Wobbler von 3 bis 7 cm quer oder stromauf werfen. Naturköder: Wurm und Larven, nur wo erlaubt. Beste Zeiten sind im Frühjahr die Tagesmitte, im Sommer früher Morgen und Abend. Die Regeln variieren stark: In Frankreich ist die 1. Kategorie 2026 vom 14. März bis 20. September offen, das nationale Mindestmaß beträgt 23 cm; in Bayern 26 cm; im Burgenland gilt eine Schonzeit vom 16. September bis 15. März. Eine Untersuchung an wilden Bachforellen zeigte, dass der Hakentyp beim Spinnfischen Verletzungen und Sterblichkeit beeinflusst.
Amtliche Quellen : FishBase – Salmo trutta ; Feeding strategy of the brown trout (Salmo trutta L.) in running water ; Effect of Hook Type on Mortality, Trauma, and Capture Efficiency of Wild Stream Trout Caught by Angling with Spinners ; Code de l'environnement – Tailles minimales (Légifrance) ; Code de l'environnement Art. R436-6 (Légifrance) ; Bayern – Fischereirecht (Merkblatt StMELF) ; Burgenland – Schonzeiten und Brittelmaße (RIS)
Welcher Köder ist gut für Forellen?
Für Bachforellen: Trockenfliegen und Nymphen passend zum Schlupf, Spinner der Größe 0 bis 2, kleine Wobbler von 3 bis 7 cm sowie Wurm und Larven, wo Naturköder erlaubt sind. Für Regenbogenforellen am Forellensee: Nymphen, Streamer, leichte Spinner, Forellenteig, Wurm oder kleine Gummimaden.
Die Köderwahl folgt der Nahrung: Forellen fressen Insekten, Krebstiere und kleine Fische (FishBase). Bewährt bei Bachforellen: Trockenfliegen, wenn Insekten schlüpfen, Nymphen am Grund, Spinner der Größe 0–2 und kleine Wobbler (3–7 cm) in Flüssen, Wurm und Larven nur dort, wo Naturköder zugelassen sind. Bei Regenbogenforellen, wie sie in Forellenseen besetzt werden: Nymphen, Streamer und Trockenfliegen, leichte Spinner und Blinker, Forellenteig und Wurm, kleine Gummimaden. Die Regeln schränken die Wahl oft ein: In Frankreich ist auf dem Lac du Laa die Made verboten, auf dem Lac Ducrest Made und Löffelköder (cuillère); auf No-Kill-Strecken in den Hautes-Pyrénées sind nur Fliege und Toc mit Einzelhaken ohne Widerhaken erlaubt. In Vorarlberg darf ein Naturköder nur eine Anbissstelle haben, lebende Köderfische und Fischeier sind verboten. Mit Einzelhaken ohne Widerhaken lassen sich untermaßige Fische schonend zurücksetzen – eine Studie an Bachforellen hat die Hakentypen verglichen.
Amtliche Quellen : FishBase – Salmo trutta ; FishBase – Oncorhynchus mykiss ; Fédération de pêche 64 – Lac du Laa ; Fédération de pêche 64 – Lac Ducrest ; Fédération de pêche 65 – Parcours no-kill ; Vorarlberger Fischereigesetz – Erlaubnis des Bewirtschafters (RIS) ; Effect of Hook Type on Mortality, Trauma, and Capture Efficiency of Wild Stream Trout Caught by Angling with Spinners
Wie groß wird eine Forelle?
Bachforellen im Bach bleiben meist deutlich kleiner als 50 cm. Die FishBase-Werte für Salmo trutta – übliche Länge 72 cm, Maximum 140 cm und 50 kg, bis 38 Jahre – schließen See- und Meerforellen ein. Regenbogenforellen erreichen laut FishBase bis 123 cm, Besatzfische sind meist viel kleiner.
Die Art Salmo trutta umfasst Bachforelle, Seeforelle und Meerforelle. FishBase nennt für die Art eine übliche Länge von 72 cm und ein veröffentlichtes Maximum von 140 cm, 50 kg und 38 Jahren; diese Werte beruhen auf großen Wanderformen aus Seen und dem Meer. Bachforellen in kleinen Fließgewässern wachsen wegen Nahrungsmangel und Kälte viel langsamer und bleiben deutlich kleiner. Wie groß eine Forelle wird, hängt also stark vom Gewässer ab. Die Regenbogenforelle erreicht laut FishBase eine übliche Länge von 60 cm und bis 123 cm, 25,9 kg und 11 Jahre – geprägt von Steelheads, der ins Meer wandernden Form; Besatzfische in Forellenseen sind meist viel kleiner. Damit Forellen mindestens einmal laichen, gelten Mindestmaße: 23 cm national in Frankreich, 26 cm in Bayern, 25 cm im Burgenland, 22 cm in Kärnten. Manche Strecken nutzen Entnahmefenster, etwa 25 bis 35 cm am oberen Ognon in der Haute-Saône.
Amtliche Quellen : FishBase – Salmo trutta ; FishBase – Oncorhynchus mykiss ; Code de l'environnement – Tailles minimales (Légifrance) ; Bayern – Fischereirecht (Merkblatt StMELF) ; Burgenland – Schonzeiten und Brittelmaße (RIS) ; Kärnten – Schonzeiten und Mindestfangmaße (RIS) ; Fédération de pêche 70 – Parcours spécifiques
Was frisst eine Forelle?
Junge Forellen fressen Wasser- und Landinsekten, erwachsene Forellen zusätzlich Weichtiere, Krebstiere und kleine Fische. Die Bachforelle ist überwiegend tagaktiv und fängt im Fluss vor allem Nahrung ab, die mit der Strömung treibt. Große Forellen werden zunehmend zu Fischfressern. Deshalb funktionieren Fliegen, Nymphen und kleine Spinner.
Laut FishBase fressen junge Bachforellen Wasser- und Landinsekten; Adulte fressen zusätzlich Weichtiere, Krebstiere und kleine Fische und sind überwiegend tagaktiv. In Fließgewässern besetzt die Forelle einen Standplatz und fängt Driftnahrung ab – Larven von Eintags-, Stein- und Köcherfliegen, aufsteigende Puppen und ins Wasser gefallene Landinsekten. Dieses Verhalten beschreibt eine Studie zur Nahrungsstrategie der Bachforelle in Fließgewässern. Deshalb funktionieren Fliegen, die das aktuelle Nahrungsangebot nachahmen, und Köder, die natürlich mit der Strömung treiben. Größere Forellen, besonders Seeforellen und Meerforellen, stellen sich stärker auf Fische um; das erklärt den Erfolg von Wobblern, Spinnern und Streamern. Regenbogenforellen fressen laut FishBase ebenfalls vielfältige Wasser- und Landwirbellose und kleine Fische. Wer beobachtet, was gerade schlüpft oder im Wasser treibt, kann seinen Köder darauf abstimmen. Im Sommer fressen Forellen vor allem früh morgens und abends, wenn das Wasser kühl ist.
Amtliche Quellen : FishBase – Salmo trutta ; Feeding strategy of the brown trout (Salmo trutta L.) in running water ; FishBase – Oncorhynchus mykiss
Wann beißt die Forelle am besten?
Im Frühjahr beißen Forellen am besten zur Tagesmitte, wenn das Wasser wärmer wird und Insekten schlüpfen; im Sommer früh morgens und abends, wenn das Wasser am kühlsten ist. Die besten Monate sind Frühjahr, Frühsommer und der September vor der Schonzeit. Regenbogenforellen beißen im Frühjahr und Herbst gut.
Forellen brauchen kaltes, sauerstoffreiches Wasser, und ihre Aktivität folgt Temperatur und Nahrungsangebot. Nach den Angaben in unserer Artenbeschreibung (FishBase und Literatur) gilt: Im Frühjahr ist die Tagesmitte am besten, weil sich das Wasser erwärmt und der Insektenschlupf einsetzt; im Sommer sind früher Morgen und Abend am besten, wenn das Wasser am kühlsten ist und Abendschlupf stattfindet. Über das Jahr sind Frühjahr mit dem Insektenschlupf, Frühsommer und September vor der Schonzeit die ergiebigsten Phasen. Bei Hitze und niedrigem Wasser sinkt die Aktivität; dann sollte man wegen der Belastung für die Fische ohnehin zurückhaltend sein. Regenbogenforellen beißen laut FishBase im Frühjahr und Herbst, an Forellenseen ganzjährig außer bei Sommerhitze, morgens und abends bei Wärme und ganztägig bei kühlem, bedecktem Wetter. Die gesetzlichen Angelzeiten begrenzen das: In Frankreich darf man nur von einer halben Stunde vor Sonnenaufgang bis eine halbe Stunde nach Sonnenuntergang angeln, und die 1. Kategorie ist nur vom 14. März bis 20. September 2026 offen.
Amtliche Quellen : FishBase – Salmo trutta ; FishBase – Oncorhynchus mykiss ; Code de l'environnement – Temps et heures de pêche (Légifrance) ; Code de l'environnement Art. R436-6 (Légifrance)
Was frisst die Forelle im Winter?
Auch im Winter fressen Forellen Insektenlarven, Krebstiere und kleine Fische, allerdings langsamer, weil ihr Stoffwechsel bei kaltem Wasser sinkt. Bachforellen laichen im Herbst und Frühwinter und sind dann in vielen Ländern geschont. Zum Angeln bleiben im Winter meist nur besetzte Forellenseen und Regenbogenforellen.
Die Bachforelle laicht vom Herbst bis in den Frühwinter auf Kies in der Strömung; die Brut bleibt danach wochenlang im Kies (Klemetsen et al. 2003, FishBase). In dieser Zeit ist sie fast überall geschützt, im Burgenland etwa vom 16. September bis 15. März, in Frankreich ist die 1. Kategorie ab dem dritten Sonntag im September geschlossen. Die Nahrung bleibt im Winter dieselbe wie sonst – Larven von Wasserinsekten, Krebstiere, Weichtiere und kleine Fische –, nur nehmen die Fische bei kaltem Wasser weniger auf. Konkrete Mengenangaben dazu liegen uns aus geprüften Quellen nicht vor. Für Angler bedeutet das: Im Winter sind Wildforellen in Fließgewässern meist tabu. An Forellenseen, wo Regenbogenforellen besetzt werden, wird oft ganzjährig gefischt; dort funktionieren langsam geführte Köder, Teig, Maden oder kleine Nymphen. Laichplätze im Winter nicht durchwaten, da die Eier im Kies liegen.
Amtliche Quellen : FishBase – Salmo trutta ; Klemetsen et al. 2003 – Atlantic salmon, brown trout and Arctic charr: a review of aspects of their life histories ; Burgenland – Schonzeiten und Brittelmaße (RIS) ; Code de l'environnement Art. R436-6 (Légifrance) ; FishBase – Oncorhynchus mykiss
Wie fängt man Forellen im Fluss?
Im Fluss steht die Forelle an Strömungskanten, hinter Steinen und unter unterspülten Ufern und wartet auf treibende Nahrung. Man pirscht stromauf, präsentiert Fliege, Nymphe oder Wurm mit natürlicher Drift oder wirft kleine Spinner und Wobbler quer zur Strömung. Die Regeln der Strecke bestimmen die erlaubte Methode.
Bachforellen sind in Fließgewässern Driftjäger: Sie besetzen energiegünstige Standplätze und fangen, was die Strömung vorbeiträgt (Studie zur Nahrungsstrategie der Bachforelle). Gute Stellen sind Strömungskanten, Gumpen unterhalb von Rauschen, Steine mit Strömungsschatten und unterspülte Ufer mit überhängender Vegetation. Weil die Fische mit dem Kopf gegen die Strömung stehen, nähert man sich am besten von flussabwärts und wirft stromauf oder schräg stromab. Mit der Fliege folgt man dem Schlupf: Trockenfliegen bei Oberflächenaktivität, Nymphen am Grund; mit der Spinnrute arbeiten Spinner der Größe 0 bis 2 und kleine Wobbler (3–7 cm); Wurm und Larven nur, wo Naturköder erlaubt sind. Im Sommer sind früher Morgen und Abend am besten, im Frühjahr die Tagesmitte. Viele Flüsse haben besondere Strecken, zum Beispiel No-Kill-Strecken nur mit Fliege und Toc wie am Gave de Pau in Lourdes, oder nur eine Rute in Fließgewässern wie in Tirol und Vorarlberg. Laichplätze im Herbst nicht durchwaten.
Amtliche Quellen : FishBase – Salmo trutta ; Feeding strategy of the brown trout (Salmo trutta L.) in running water ; Fédération de pêche 65 – Parcours no-kill ; Tiroler Fischereiverband – Tiroler Fischerkarte ; Vorarlberger Fischereigesetz – Erlaubnis des Bewirtschafters (RIS)
Wie fängt man Forellen im See?
Im See sucht man Forellen an kühlen, sauerstoffreichen Stellen: Einläufe, Kanten, Buchten und im Sommer tieferes Wasser. Bewährt sind Blinker, Spinner, kleine Wobbler und Nymphen oder Streamer; an Forellenseen auch Teig und Wurm, wo erlaubt. Bei Wärme früh morgens und abends angeln.
Forellen brauchen kaltes, sauerstoffreiches Wasser (FishBase). Im See stehen sie deshalb im Frühjahr und Herbst oft ufernah, an Zuflüssen und Kanten, im Sommer tiefer oder dort, wo kühles Wasser einströmt. Für Bachforellen und Seeforellen eignen sich weite Würfe mit Blinkern, Spinnern und kleinen Wobblern sowie Nymphen und Streamer an der Fliegenrute. In besetzten Seen und Forellenanlagen stehen meist Regenbogenforellen; laut FishBase lassen sie sich im Frühjahr und Herbst am besten fangen, an Forellenseen ganzjährig außer bei Sommerhitze, mit Nymphen, Streamern, leichten Spinnern, Forellenteig, Wurm oder kleinen Gummimaden. Viele Seen haben eigene Regeln zu Rutenzahl, Ködern und Fangmengen: Am Lac du Laa in den Pyrénées-Atlantiques sind Float-Tube und Maden verboten, am Lac Ducrest gilt eine Tagesgrenze von fünf Regenbogen- und drei Bachforellen. In Tirol sind in Seen bis zu drei Ruten erlaubt. Bergseen über 1.000 m dürfen in den Pyrénées-Atlantiques nicht mit lebenden Fischen besetzt werden.
Amtliche Quellen : FishBase – Salmo trutta ; FishBase – Oncorhynchus mykiss ; Fédération de pêche 64 – Lac du Laa ; Fédération de pêche 64 – Lac Ducrest ; Tiroler Fischereiverband – Tiroler Fischerkarte ; Fédération de pêche 64 – Lac de Bious-Artigues
Mindestmaß Bachforelle nach Gebiet
Frankreich : 20–50 cm (85)
Belgien : 24–30 cm (2)
Luxemburg : 25–30 cm (3)
Deutschland : 20–50 cm (16)
| Baden-Württemberg | 50 cm |
| Bayern | 26 cm |
| Berlin | 30 cm |
| Brandenburg | 30 cm |
| Freie Hansestadt Bremen | 30 cm |
| Freie und Hansestadt Hamburg | 20 cm |
| Hessen | 25 cm |
| Mecklenburg-Vorpommern | 30 cm |
| Niedersachsen | 25 cm |
| Nordrhein-Westfalen | 25 cm |
| Rheinland-Pfalz | 25 cm |
| Saarland | 25 cm |
| Sachsen | 28 cm |
| Sachsen-Anhalt | 25 cm |
| Schleswig-Holstein | 30 cm |
| Thüringen | 30 cm |
Österreich : 22–26 cm (9)
| Burgenland | 25 cm |
| Kärnten | 22 cm |
| Niederösterreich | 25 cm |
| Oberösterreich | 22 cm |
| Salzburg | 25 cm |
| Steiermark | 23 cm |
| Tirol | 25 cm |
| Vorarlberg | 22 cm |
| Wien | 26 cm |
Italien : 20–30 cm (11)
Spanien : 19–23 cm (9)
Portugal : 20 cm (1)
Slowenien : 25 cm (1)
Schweiz : 22–40 cm (14)
Vereinigtes Königreich : 23–25.4 cm (2)
| Cymru | 23 cm |
| Northern Ireland | 25,4 cm |
USA : 35.6–53.3 cm (6)
| Kentucky | 40,6 cm |
| Maine | 35,6 cm |
| Massachusetts | 45,7 cm |
| Missouri | 38,1 cm |
| New Hampshire | 38,1 cm |
| New York | 53,3 cm |
Kanada : 45–60 cm (3)
| British Columbia | 60 cm |
| New Brunswick / Nouveau-Brunswick | 45 cm |
| Québec | 45 cm |
Zitierte Studien
- Klemetsen et al. (2003) Atlantic salmon Salmo salar L., brown trout Salmo trutta L. and Arctic charr Salvelinus alpinus (L.): a review of aspects of their life histories Ecology of Freshwater Fish doi:10.1034/j.1600-0633.2003.00010.x
Standardübersicht zu den Lebenszyklen von Lachs, Forelle und Seesaibling: Herbstlaich, stationäre und wandernde Formen. - Neveu (1999) Feeding strategy of the brown trout (Salmo trutta L.) in running water Biology and Ecology of the Brown and Sea Trout doi:10.1007/978-1-4471-0775-0_4
Kapitel zur Nahrungsstrategie der Bachforelle in Fließgewässern: Forellen stehen und fangen Driftnahrung ab – daher die Bedeutung einer natürlichen Drift. - DuBois & Dubielzig (2004) Effect of Hook Type on Mortality, Trauma, and Capture Efficiency of Wild Stream Trout Caught by Angling with Spinners North American Journal of Fisheries Management doi:10.1577/m02-171.1
Vergleicht Sterblichkeit, Verletzungen und Fangeffizienz je nach Hakentyp bei wilden Bachforellen, die mit Spinnern gefangen wurden.
Amtliche Quellen
- FishBase – Salmo trutta (fiche espèce ; statut IUCN Red List 2025-2 repris par FishBase) (abgerufen am 23. September 2026)
- Klemetsen et al. 2003 – life histories of Atlantic salmon, brown trout and Arctic charr (abgerufen am 23. September 2026)
- Vlaamse overheid – Visverlof (verplicht voor recreatief vissen op de openbare binnenwateren van het Vlaamse Gewest) (abgerufen am 23. September 2026)
- ICNF – Licenças de pesca lúdica e desportiva em águas interiores (licença geral obrigatória, exceto parques de pesca) (abgerufen am 23. September 2026)