Karpfen
Cyprinus carpio

Fangzeiten
Erfasste Schonmonate (Anteil der Gebiete mit Schonzeit in diesem Monat) — 19 Gebiete.
Passende Ausrüstung
Karpfen-Montageset: Wirbel mit Ring, Pop-up-Perlen, SchrumpfschlauchFür : karpfen, wels · karpfenangeln mit haarmontage
42,90 €
Verantwortungsvolle AusrüstungSetzkescher aus beschichtetem Nylon mit Alu-RingenFür : rotauge, brassen, flussbarsch · posenangeln (waggler und stickfloat)
73,90 €
Welche Ausrüstung für Karpfen?
Ein vorsichtiger Grundfisch
Der Karpfen lebt in warmen, langsam fließenden oder stehenden Gewässern: Tieflandflüssen, großen pflanzenreichen Seen und großen trüben Flüssen mit weichem Grund (FishBase). Er gründelt nach Larven, Muscheln und Krebstieren, frisst auch Pflanzen und saugt manchmal Insekten von der Oberfläche. Laut FishBase ist er in der Morgen- und Abenddämmerung am aktivsten, was die Auswertung von Žák (2021) zu den Fangzeiten bei Angelwettbewerben bestätigt. Spiegel-, Zeil- und Lederkarpfen sind Zuchtformen derselben Art. Die ursprüngliche Wildform aus dem Donauraum ist heute selten, weil Flussregulierung und Vermischung mit Zuchtkarpfen die Wildbestände stark zurückgedrängt haben.
Größen
Die übliche Länge beträgt 31 cm, doch Karpfenspezialisten zielen auf viel größere Fische: Das veröffentlichte Maximum liegt bei 129 cm und 40,1 kg bei einem Höchstalter von 38 Jahren (FishBase). Ein einzelner Karpfen kann im Laufe seines Lebens viele Male gefangen werden – die Qualität der Handhabung ist deshalb entscheidend.
Laichzeit und Saison
Karpfen laichen im späten Frühjahr und im Sommer bei warmem Wasser an Ufern, in Altarmen und auf überfluteten Wiesen. Die Larven überleben nur in sehr warmem, flachem und pflanzenreichem Wasser (FishBase). Während und kurz nach dem Laichen sind die Fische erschöpft, viele Angler lassen sie dann in Ruhe. Das Frühjahr vor dem Laichen und der Herbst sind die besten Zeiten. Schonzeiten, Mindestmaße und Regeln zum Nachtangeln legen in Deutschland die Bundesländer und die Gewässerordnungen fest; in Österreich und der Schweiz die Länder und Kantone. Prüfen Sie die Regeln Ihres Gewässers.
Methoden und Köder
Die Haarmontage mit Boilies, Pellets oder Partikeln ist die Grundlage des modernen Karpfenangelns, meist mit Bissanzeigern und Rod-Pod. Method-Feeder und Posenangeln sind für durchschnittlich große Karpfen sehr fängig; an der Stippe fangen Teig und Maden zahlreiche Fische. Im Sommer ist das Oberflächenangeln mit schwimmendem Brot besonders spannend. Partikel müssen immer ausreichend eingeweicht und gekocht werden.
Anfüttern ohne Überdüngung
Arlinghaus und Niesar (2005) untersuchten die Nährstoffverdaulichkeit von Karpfenködern und ihren Beitrag zur Eutrophierung. Die Lehre daraus: maßvoll füttern, passend zur Zahl der Fische, und keine Futterreste liegen lassen, die am Grund verrotten.
Große Karpfen behandeln
Nasse Abhakmatte, großer Kescher und Sicherheitsmontagen, bei denen sich das Blei bei Schnurbruch löst, sind Standard. Rapp und Kollegen (2008) untersuchten die Bedeutung der Hakengröße bei großen Karpfen. Halten Sie die Zeit außerhalb des Wassers so kurz wie möglich. Beachten Sie, dass das Zurücksetzen maßiger Fische in Deutschland je nach Bundesland rechtlich eingeschränkt sein kann.
Köder
- Boilies
- Gekochte Partikel (Mais, Hanf, richtig vorbereitete Tigernüsse)
- Pellets
- Brot an der Oberfläche
- Teig und Maden an der Stippe
Zurücksetzen
- Nasse Abhakmatte (oft Pflicht).
- Großer, tiefer Kescher mit feinem Netz.
- Hakengröße an die Fische anpassen; Rapp et al. (2008) untersuchten die Hakengröße bei großen Karpfen.
- Sichere Montagen: Das Blei muss sich bei Schnurbruch lösen.
- Luftzeit minimieren; langes Hältern im Sack vermeiden.
Häufige Fragen
Wie angelt man auf Karpfen?
Karpfen fängt man meist am Grund mit Haarmontage und Boilies, gekochten Partikeln wie Mais oder Pellets an einem gefütterten Platz, dazu mit Pose, Stippe oder an der Oberfläche mit Brot. Wichtig sind der richtige Platz, gezieltes Füttern und Geduld; die Beißzeiten liegen vor allem in der Dämmerung.
Der Karpfen lebt in warmen, tiefen, langsam fließenden oder stehenden Gewässern und frisst Bodentiere und Pflanzenmaterial (FishBase). Die klassische Methode ist das Grundangeln mit der Haarmontage: Der Köder – Boilie, Mais, Tigernuss oder Pellet – hängt an einem Haar hinter dem Haken, der Karpfen saugt ihn ein und hakt sich an einer Selbsthakmontage selbst. Man füttert einen Platz mit Partikeln oder Boilies und wartet auf den Biss, oft mit Bissanzeiger. Alternativen sind die Posenangel und das Stippfischen mit Teig und Maden sowie das Oberflächenangeln mit Brot. Beste Zeiten: Frühjahr vor dem Laichen, Sommer und Herbst, Morgen- und Abenddämmerung und – wo erlaubt – die Nacht; eine Studie zu Wettkampffängen zeigt, dass die Fangzeiten der vermuteten Fressaktivität folgen. Eine andere Studie belegt den Einfluss der Hakengröße auf den Fang großer Karpfen. Für die Fische gilt: Abhakmatte, Kescher und schonender Umgang. Nachtangeln ist regional geregelt, in Wallonien etwa nur mit Permis C.
Amtliche Quellen : FishBase – Cyprinus carpio ; Exploitation of specialised fisheries resources: The importance of hook size in recreational angling for large common carp ; Diel pattern in common carp landings from angling competitions corresponds to their assumed foraging activity ; Wallonie – permis de pêche (SPW, DNF)
Was frisst ein Karpfen?
Karpfen fressen vor allem Bodentiere wie Insektenlarven, Muscheln und Krebstiere sowie Pflanzenmaterial; manchmal saugen sie Insekten von der Oberfläche. Beim Angeln funktionieren deshalb Boilies, gekochte Partikel wie Mais oder Hanf, Pellets, Brot, Teig und Maden. Bevorzugte Nahrung ist, was am Grund reichlich vorkommt.
Laut FishBase ernährt sich der Karpfen von Bodentieren – Larven, Muscheln und Krebstieren – und von Pflanzenmaterial; gelegentlich saugt er Insekten von der Oberfläche ab. Er durchwühlt dafür den weichen Grund, was man an Trübungswolken und aufsteigenden Blasen erkennt. Was ein Karpfen am liebsten frisst, hängt vom Angebot im Gewässer ab: In Seen mit vielen Zuckmückenlarven und Muscheln sucht er dort, wo diese reichlich sind. Angler nutzen diese Vorliebe mit nahrhaften, am Grund liegenden Ködern: Boilies, gekochte Partikel wie Mais, Hanf und richtig vorbereitete Tigernüsse, Pellets, dazu Teig und Maden beim Stippen und Brot an der Oberfläche. Rohe, nicht gequollene Partikel können Fischen schaden; die Vorbereitung ist deshalb wichtig, und manche Gewässer verbieten bestimmte Köder oder begrenzen die Futtermenge. Eine Studie zur Verdaulichkeit von Karpfenködern zeigt, dass nicht gefressenes oder unverdautes Futter zur Nährstoffbelastung von Gewässern beiträgt – ein Argument für maßvolles Füttern.
Amtliche Quellen : FishBase – Cyprinus carpio ; Nutrient digestibility of angling baits for carp, with implications for groundbait formulation and eutrophication control
Wann ist die beste Zeit zum Karpfenangeln?
Die besten Jahreszeiten sind das Frühjahr vor dem Laichen, der Sommer und der Herbst; im Winter gibt es kurze Fenster bei Tauwetter. Am Tag beißen Karpfen vor allem in der Morgen- und Abenddämmerung und, wo erlaubt, nachts. Regionale Schonzeiten im Frühsommer sind zu beachten.
Die Aktivität des Karpfens hängt stark von der Wassertemperatur ab: Er laicht im späten Frühjahr bis Sommer in warmem, flachem Wasser (FishBase). Vor dem Laichen fressen Karpfen intensiv, danach wieder im Sommer und im Herbst, wenn sie Reserven für den Winter anlegen. Im Winter fressen sie wenig; kurze Warmphasen können Beißfenster öffnen. Über den Tag verteilt sind Morgen- und Abenddämmerung die besten Zeiten; nachts fressen Karpfen ebenfalls aktiv. Eine Studie mit Daten aus Angelwettbewerben fand, dass die Fangzeiten dem vermuteten täglichen Fressrhythmus entsprechen. Wann man angeln darf, legen Behörden fest: Im Burgenland gilt für den Karpfen eine Schonzeit vom 15. Mai bis 30. Juni (am Neusiedler See vom 1. bis 31. Mai), in Nordrhein-Westfalen gibt es keine gesetzliche Karpfenschonzeit. Nachtangeln ist oft eingeschränkt, in Frankreich etwa nur auf freigegebenen Strecken, im Haut-Rhin vom 1. März bis 31. Dezember an bestimmten Gewässern.
Amtliche Quellen : FishBase – Cyprinus carpio ; Diel pattern in common carp landings from angling competitions corresponds to their assumed foraging activity ; Burgenland – Schonzeiten und Brittelmaße (RIS) ; NRW – Landesfischereirecht 2026 (GV. NRW.) ; Code de l'environnement – Temps et heures de pêche (Légifrance)
Wie groß wird ein Karpfen?
Karpfen werden im Durchschnitt etwa 31 cm lang (übliche Länge laut FishBase), können aber sehr groß werden: Das veröffentlichte Maximum liegt bei 129 cm, 40,1 kg und 38 Jahren. Wie groß sie werden, hängt von Nahrung und Temperatur ab. Mindestmaße liegen oft bei 35 cm.
FishBase nennt für den Karpfen (Cyprinus carpio) eine übliche Länge von 31 cm sowie ein veröffentlichtes Maximum von 129 cm, 40,1 kg und 38 Jahren. Die tatsächliche Größe hängt von Nahrung, Temperatur, Besatzdichte und Alter ab: In warmen, nährstoffreichen Gewässern mit wenigen Konkurrenten wachsen Karpfen schneller und schwerer. Zuchtformen wie Spiegelkarpfen, Schuppenkarpfen und Lederkarpfen stammen aus der Teichwirtschaft und werden vielerorts besetzt. Viele Länder schützen junge Karpfen mit Mindestmaßen: 35 cm gelten zum Beispiel im Burgenland, in Kärnten, Baden-Württemberg, Bayern und Luxemburg, 25 cm im Kanton Waadt. In manchen Ländern gibt es kein Mindestmaß, dafür oft Rücksetzpflichten auf besonderen Strecken, etwa auf den französischen parcours carpe de nuit, wo nachts gefangene Karpfen zurückgesetzt werden müssen. Große Karpfen sind wertvolle Laichfische; beim Zurücksetzen helfen Abhakmatte und Kescher. Eine Studie zur Hakengröße untersucht die Fischerei auf große Karpfen.
Amtliche Quellen : FishBase – Cyprinus carpio ; Burgenland – Schonzeiten und Brittelmaße (RIS) ; Kärnten – Schonzeiten und Mindestfangmaße (RIS) ; Baden-Württemberg – Landesfischereiverordnung ; Bayern – Fischereirecht (Merkblatt StMELF) ; Luxemburg – Règlement grand-ducal pêche (Mindestmaße) ; Kanton Waadt – Directives rivières 2025-2027 ; Exploitation of specialised fisheries resources: The importance of hook size in recreational angling for large common carp
Wann beißt der Karpfen am besten?
Karpfen beißen am besten in der Morgen- und Abenddämmerung und, wo erlaubt, in der Nacht. Gute Monate sind das Frühjahr vor dem Laichen, der Sommer und der Herbst. Warme, stabile Wetterlagen fördern die Fressaktivität; im Winter beißen Karpfen nur in kurzen Warmphasen.
Die Fressaktivität des Karpfens folgt Temperatur und Tageszeit. Laut Artenbeschreibung (FishBase) sind die Dämmerungsphasen am Morgen und Abend die besten Beißzeiten, nachts wird ebenfalls viel gefressen, wo Nachtangeln erlaubt ist. Eine Auswertung von Fängen bei Angelwettbewerben zeigte, dass die Fangzeiten dem vermuteten Tagesrhythmus der Nahrungssuche entsprechen. Über das Jahr sind das Frühjahr vor dem Laichen, der Sommer und der Herbst am ergiebigsten; der Karpfen laicht im späten Frühjahr bis Sommer in warmem, flachem Wasser und frisst während der Laichzeit wenig. Im Winter sinkt die Aktivität deutlich; nur bei Tauwetter gibt es kurze Fenster. Regionale Schonzeiten schränken das Angeln im Frühsommer ein, etwa im Burgenland vom 15. Mai bis 30. Juni. Wer nachts angeln will, braucht an vielen Gewässern eine besondere Erlaubnis: In Frankreich gilt das nur auf freigegebenen Strecken, in Wallonien mit dem Permis C, in Flandern mit dem groot visverlof an ausgewiesenen Gewässern.
Amtliche Quellen : FishBase – Cyprinus carpio ; Diel pattern in common carp landings from angling competitions corresponds to their assumed foraging activity ; Burgenland – Schonzeiten und Brittelmaße (RIS) ; Code de l'environnement – Temps et heures de pêche (Légifrance) ; Wallonie – permis de pêche (SPW, DNF) ; Flandern – Visverloven (Codex Vlaanderen)
Wo kann man Karpfen angeln?
Karpfen findet man in warmen, pflanzenreichen Seen, Teichen, Baggerseen, Kanälen und langsam fließenden Tieflandflüssen. Viele Angelvereine und Fédérations bieten spezielle Karpfenstrecken an, oft mit Nachtangeln, zum Beispiel in Frankreich die parcours carpe de nuit. Überall braucht man eine Angelerlaubnis für das Gewässer.
Laut FishBase bevorzugt der Karpfen warme, tiefe, langsam fließende oder stehende Gewässer: Tieflandflüsse, große pflanzenreiche Seen und große trübe Flüsse mit weichem Grund. In der Praxis sind das Baggerseen, Stauseen, Teiche, Kanäle und Altarme. Weil Karpfen weltweit eingeführt wurden, gibt es sie in fast allen Ländern Europas und Nordamerikas. Viele Verbände haben besondere Strecken eingerichtet. In Frankreich gibt es Karpfenstrecken für die Nacht (parcours carpe de nuit), die per Arrêté préfectoral freigegeben werden, zum Beispiel der Lac du Gabas in den Pyrénées-Atlantiques, der Lac de Villeneuve-de-la-Raho in den Pyrénées-Orientales oder das Étang Vauban im Elsass; auf vielen gilt No-Kill für Karpfen. In Wallonien erlaubt der Permis C das Karpfenangeln bei Nacht mit bis zu drei Ruten. In Brandenburg darf man Friedfische wie den Karpfen sogar ohne Fischereischein mit der Friedfischhandangel beangeln. Am Gewässer braucht man immer die Angelerlaubnis des Fischereiberechtigten und muss dessen Regeln zu Nachtangeln, Futter und Zelten beachten.
Amtliche Quellen : FishBase – Cyprinus carpio ; Fédération de pêche 64 – Lac du Gabas ; Fédération de pêche 66 – Carpe de nuit Villeneuve-de-la-Raho ; Fédération de pêche 68 – Pêcher de nuit ; Wallonie – permis de pêche (SPW, DNF) ; Brandenburg – Fischereischein, Friedfischangeln (Verwaltungsportal)
Welche Rute braucht man für Karpfen?
Für Karpfen nutzt man meist eine kräftige Karpfenrute zum Grundangeln mit Haarmontage, dazu eine Rolle mit großer Schnurfassung, Bissanzeiger und Rutenhalter. Für Stippe und Pose am Teich reichen leichtere Ruten. Da Karpfen über 20 kg schwer werden können, braucht die Rute Reserven; genaue Werte sind Herstellerangaben.
Karpfen erreichen laut FishBase bis 129 cm und 40,1 kg, und sie flüchten beim Drill kraftvoll in Hindernisse. Für das klassische Grundangeln mit Haarmontage und Boilies wählen Angler deshalb eine kräftige, eher lange Karpfenrute, die schwere Bleie und Futter weit werfen kann und einen großen Fisch kontrolliert. Dazu gehören eine Rolle mit großer Schnurfassung, Bissanzeiger und Rutenhalter oder Rod-Pod sowie ein großer Kescher und eine Abhakmatte. Für das Stippen und Posenangeln auf Karpfen am Teich genügen Match- oder Stippruten mit dämpfendem Gummizug. Wie viele Ruten erlaubt sind, regeln Behörden und Gewässer: in Wallonien bis zu drei mit dem Permis C, in Frankreich bis zu vier in der 2. Kategorie, in Sachsen und Brandenburg meist zwei. Studien zur Hakengröße beim Angeln auf große Karpfen zeigen, dass die Ausrüstung den Fangerfolg beeinflusst. Konkrete Testkurven, Längen und Wurfgewichte sind Herstellerempfehlungen, keine behördlichen Werte.
Amtliche Quellen : FishBase – Cyprinus carpio ; Exploitation of specialised fisheries resources: The importance of hook size in recreational angling for large common carp ; Wallonie – permis de pêche (SPW, DNF) ; Code de l'environnement – Pêche en eau douce (Légifrance) ; Sächsische Fischereiverordnung ; Brandenburg – Fischereischein, Friedfischangeln (Verwaltungsportal)
Welcher Köder ist gut für Karpfen?
Die bewährtesten Karpfenköder sind Boilies, gekochte Partikel wie Mais, Hanf und richtig vorbereitete Tigernüsse, Pellets, Brot an der Oberfläche sowie Teig und Maden an der Stippe. Wichtig ist, dass Partikel gut gekocht sind und die Futtermenge dem Gewässer angepasst wird.
Karpfen fressen laut FishBase Bodentiere und Pflanzenmaterial. Angelköder ahmen diese nährstoffreiche Nahrung nach oder bieten sie konzentriert an. Boilies sind gekochte Teigkugeln, die kleine Fische schwer nehmen und sich gut an der Haarmontage anbieten lassen. Gekochte Partikel – Mais, Hanf und richtig vorbereitete, gequollene Tigernüsse – sind günstig und fangstark; rohe, nicht gequollene Partikel können Fischen schaden. Pellets geben Lockstoffe ab und eignen sich als Köder und Futter. Brot funktioniert an der Oberfläche, wenn Karpfen oben fressen. Teig und Maden eignen sich beim Stippen. Die Futtermenge ist wichtig: Eine Studie zur Nährstoffverdaulichkeit von Karpfenködern zeigt, dass Futter Nährstoffe ins Gewässer bringt und zur Eutrophierung beitragen kann. Viele Gewässer regeln deshalb Futter und Köder; auf französischen Nacht-Karpfenstrecken sind oft nur pflanzliche Köder erlaubt, im Haut-Rhin nachts nur pflanzliche Köder und Boilies, rohe Körner sind dort verboten.
Amtliche Quellen : FishBase – Cyprinus carpio ; Nutrient digestibility of angling baits for carp, with implications for groundbait formulation and eutrophication control ; Fédération de pêche 68 – Pêcher de nuit
Warum angelt man auf Karpfen?
Viele Angler suchen beim Karpfen den Drill mit großen, starken Fischen: Karpfen können laut FishBase bis 129 cm und 40 kg erreichen. Die Karpfenangelei ist eine eigene Disziplin mit spezieller Technik, oft nachts und in Mehrtagessitzungen, und wird heute meist als Catch and Release betrieben.
Die Motive sind vielfältig. Erstens die Größe: Der Karpfen gehört laut FishBase mit einem veröffentlichten Maximum von 129 cm, 40,1 kg und einem Alter bis 38 Jahren zu den größten Süßwasserfischen, die Angler in Europa regelmäßig fangen. Zweitens die Herausforderung: Große Karpfen gelten als vorsichtig, und das gezielte Angeln mit Futterplatz, Haarmontage und Boilies ist eine eigene Disziplin, zu der auch Forschung existiert, etwa zur Bedeutung der Hakengröße beim Fang großer Karpfen. Drittens das Erlebnis: Karpfenangeln findet oft in Sitzungen über Stunden oder Tage statt, an vielen Gewässern auch nachts auf freigegebenen Strecken, etwa den französischen parcours carpe de nuit. Viertens der Artenschutz: Auf vielen Strecken gilt No-Kill für Karpfen, in Frankreich auf Nacht-Karpfenstrecken und im Haut-Rhin auf den Nachtstrecken sogar tagsüber, so dass große Fische wiederholt gefangen werden können. Wettbewerbe wie Enduros ziehen internationale Teams an, zum Beispiel am Lac de Villeneuve-de-la-Raho.
Amtliche Quellen : FishBase – Cyprinus carpio ; Exploitation of specialised fisheries resources: The importance of hook size in recreational angling for large common carp ; Fédération de pêche 68 – Pêcher de nuit ; Fédération de pêche 66 – Carpe de nuit Villeneuve-de-la-Raho
Wie fängt man Karpfen im Fluss?
Im Fluss sucht man Karpfen in ruhigen Bereichen: Buhnenfelder, Altarme, Hafeneinfahrten, Innenkurven und tiefe, langsame Stellen. Man angelt mit schwerer Grundmontage und Haarmontage, damit der Köder trotz Strömung liegen bleibt, und füttert mit schweren Partikeln oder Boilies stromauf vom Platz.
Der Karpfen bevorzugt langsam fließendes oder stehendes, warmes Wasser mit weichem Grund (FishBase). In Flüssen findet man ihn deshalb in strömungsberuhigten Zonen: in Buhnenfeldern, Altarmen, Hafenbecken, Innenkurven, hinter Hindernissen und in tiefen, langsamen Abschnitten großer Tieflandflüsse. Um den Köder in der Strömung am Platz zu halten, verwenden Angler schwerere Bleie und die Haarmontage mit Boilies oder Partikeln; gefüttert wird mit schweren Partikeln oder Boilies, die nicht abtreiben, und etwas oberhalb des Angelplatzes. Mehrere französische Fédérations haben Karpfenstrecken an Flüssen freigegeben, etwa auf der Saône und dem Ognon in der Haute-Saône oder an der Ill und am Rhein im Elsass; dort gilt nachts No-Kill mit pflanzlichen Ködern. Auf Wasserstraßen hat die Schifffahrt Vorrang, in der Saône-et-Loire ausdrücklich. Häufig sind in Flüssen auch Waller unterwegs, deren Fang nachts in der Saône-et-Loire verboten ist. Rutenzahl, Nachtangeln und Zelte regelt die Gewässerordnung.
Amtliche Quellen : FishBase – Cyprinus carpio ; Fédération de pêche 70 – Parcours spécifiques ; Fédération de pêche 67 – Parcours spécifiques ; Fédération de pêche 71 – Carpe de nuit
Welcher Köder ist gut für Karpfen im Frühjahr?
Im Frühjahr, wenn das Wasser noch kühl ist, fressen Karpfen vorsichtig. Bewährt sind kleine, gut verdauliche Köder und sparsames Füttern: Maden, Mais, kleine Boilies oder Pellets. Die Fressphase vor dem Laichen kann sehr ergiebig sein; danach ist Rücksicht auf Laichfische und Schonzeiten geboten.
Das Frühjahr vor dem Laichen gehört laut Artenbeschreibung zu den besten Karpfenzeiten, weil die Fische nach dem Winter Nahrung suchen. Die Wassertemperatur ist aber noch niedrig, und Karpfen fressen weniger als im Sommer; deshalb empfehlen sich kleinere Köder und wenig Futter. Beliebt sind Maden, Mais, kleinere Boilies und Pellets, an der Oberfläche auch Brot an warmen Tagen. Da Karpfen Bodentiere wie Larven fressen (FishBase), sind Plätze interessant, an denen sich das Wasser zuerst erwärmt, etwa flache, sonnige Buchten. Futter bleibt bei kaltem Wasser länger liegen; eine Studie zur Verdaulichkeit von Karpfenködern zeigt, dass nicht gefressenes Futter das Gewässer belasten kann. Der Karpfen laicht im späten Frühjahr bis Sommer in warmem, flachem Wasser; in dieser Zeit gelten mancherorts Schonzeiten (etwa im Burgenland vom 15. Mai bis 30. Juni), und viele Vereine sperren Laichzonen. Konkrete Köderempfehlungen für das Frühjahr beruhen auf Anglererfahrung, nicht auf Studien.
Amtliche Quellen : FishBase – Cyprinus carpio ; Nutrient digestibility of angling baits for carp, with implications for groundbait formulation and eutrophication control ; Burgenland – Schonzeiten und Brittelmaße (RIS)
Mindestmaß Karpfen nach Gebiet
Luxemburg : 35 cm (1)
Deutschland : 35–45 cm (14)
| Baden-Württemberg | 35 cm |
| Bayern | 35 cm |
| Berlin | 35 cm |
| Brandenburg | 35 cm |
| Freie und Hansestadt Hamburg | 35 cm |
| Hessen | 45 cm |
| Mecklenburg-Vorpommern | 40 cm |
| Nordrhein-Westfalen | 35 cm |
| Rheinland-Pfalz | 35 cm |
| Saarland | 35 cm |
| Sachsen | 40 cm |
| Sachsen-Anhalt | 35 cm |
| Schleswig-Holstein | 35 cm |
| Thüringen | 35 cm |
Österreich : 35 cm (8)
| Burgenland | 35 cm |
| Kärnten | 35 cm |
| Niederösterreich | 35 cm |
| Oberösterreich | 35 cm |
| Steiermark | 35 cm |
| Tirol | 35 cm |
| Vorarlberg | 35 cm |
| Wien | 35 cm |
Italien : 25–100 cm (13)
Portugal : 20 cm (1)
Zitierte Studien
- Rapp et al. (2008) Exploitation of specialised fisheries resources: The importance of hook size in recreational angling for large common carp (Cyprinus carpio L.) Fisheries Research doi:10.1016/j.fishres.2008.06.019
Zeigt die Bedeutung der Hakengröße beim spezialisierten Angeln auf große Karpfen. - Arlinghaus & Niesar (2005) Nutrient digestibility of angling baits for carp, Cyprinus carpio, with implications for groundbait formulation and eutrophication control Fisheries Management and Ecology doi:10.1111/j.1365-2400.2004.00425.x
Misst die Nährstoffverdaulichkeit von Angelködern für Karpfen, mit Folgerungen für Futterzusammensetzung und Eutrophierung. - Žák (2021) Diel pattern in common carp landings from angling competitions corresponds to their assumed foraging activity Fisheries Research doi:10.1016/j.fishres.2021.106086
Analysiert die Fangzeiten von Karpfen bei Wettbewerben; sie entsprechen der vermuteten Fressaktivität.
Amtliche Quellen
- FishBase – Cyprinus carpio (fiche espèce ; statut IUCN Red List 2025-2 repris par FishBase) (abgerufen am 23. September 2026)
- GOV.UK – Freshwater rod fishing rules (close season coarse fish, England) (abgerufen am 23. September 2026)
- Préfecture de l'Aisne – réglementation de la pêche 2026 (heures de pêche, carpe de nuit, art. R436-14 du Code de l'environnement) (abgerufen am 23. September 2026)
- Préfecture de l'Aveyron – arrêté pêche 2026 (pêche de nuit de la carpe sur secteurs listés) (abgerufen am 23. September 2026)
- Sportvisunie – VISpas (Gezamenlijke Lijst van Nederlandse Viswateren, VISplanner, NachtVIStoestemming) (abgerufen am 23. September 2026)
- BOE – Real Decreto 630/2013, Catálogo español de especies exóticas invasoras (texto consolidado) (abgerufen am 23. September 2026)
- ICNF – Licenças de pesca lúdica e desportiva em águas interiores (licença geral obrigatória, exceto parques de pesca) (abgerufen am 23. September 2026)