Graskarpfen

Ctenopharyngodon idella

Graskarpfen (Ctenopharyngodon idella)
Foto : Dezidor, CC BY 3.0, Wikimedia Commons

Eingeführte Art, in den meisten Ländern wegen Schäden an Wasserpflanzen als Schädling angesehen (FishBase). Besatz meist genehmigungspflichtig.

Max. Gewicht45 kg
Max. Alter21 Jahre
LebensraumSeen
Wissenschaftlicher Name
Ctenopharyngodon idella
Familie
Xenocyprididae (anciennement Cyprinidae)
Schutzstatus
LC (Least Concern)
Verbreitung
Ursprünglich Ostasien (China, Amur); weltweit für Aquakultur und Krautbekämpfung eingeführt.

Passende Ausrüstung

Ein Pflanzenfresser aus Ostasien

Der Graskarpfen, auch Weißer Amur genannt, stammt aus Ostasien. FishBase beschreibt ihn als eine der wichtigsten Aquakulturarten der Welt, die auch zur Bekämpfung von Wasserpflanzen in Flüssen, Fischteichen und Stauseen eingesetzt wird. Er lebt in Seen, Teichen und Altarmen großer Flüsse, in langsam fließendem oder stehendem, pflanzenreichem Wasser, und verträgt Temperaturen von 0 bis 38 °C. Er frisst vor allem höhere Wasserpflanzen und untergetauchte Gräser, nimmt aber auch Detritus, Insekten und andere Wirbellose auf.

Die Kehrseite: Laut FishBase gilt der Graskarpfen in den meisten Ländern wegen der Schäden an der Unterwasservegetation als Schädling. Bain (1993) bewertete seine Auswirkungen in großen Gewässersystemen, in die er eingeführt wurde. Deshalb ist der Besatz in vielen Ländern genehmigungspflichtig oder eingeschränkt, und manche Gewässerordnungen verbieten das Zurücksetzen.

Größen

Das veröffentlichte Maximum beträgt 150 cm und 45 kg bei einem Höchstalter von 21 Jahren (FishBase). In Angelteichen sind Fische von 10 bis 20 kg keine Seltenheit.

Fortpflanzung

Im Ursprungsgebiet laicht er auf Kies in stark strömenden Flüssen; die Eier treiben 2 bis 3 Tage, bevor die Larven schlüpfen (FishBase). Diese Bedingungen gibt es in Mitteleuropa kaum, daher stammen die meisten Bestände aus Besatz. Eine laichbedingte Schonzeit gibt es in der Regel nicht; es gelten die allgemeinen Regeln des Gewässers. Prüfen Sie die Landesregeln und die Gewässerordnung.

So fängt man ihn

Der Graskarpfen ist ein Sommerfisch. Bei warmem Wetter patrouilliert er dicht unter der Oberfläche und entlang von Krautbänken. Ein Stück Brotkruste oder ein Maiskorn vor einem mit Polarisationsbrille entdeckten Fisch ist eine spannende Pirschfischerei. Am Grund funktionieren Haarmontagen mit Mais, Boilies oder Pellets wie beim Karpfen. Manche Angler fangen ihn mit Klee- oder Salatblättern, Fliegenfischer mit Samen- oder Grasimitationen.

Gute Praxis

Graskarpfen kämpfen sehr kraftvoll. Wählen Sie ein Gerät, das stark genug ist, um den Drill kurz zu halten, dazu einen großen Kescher und eine nasse Abhakmatte. Klären Sie vor dem Zurücksetzen, ob das an diesem Gewässer erlaubt ist.

Ausrüstung in Kürze

Eine Karpfenrute von 3,60 m oder eine kräftige Posenrute, eine Schnur mit ausreichender Tragkraft, Haken der Größen 6 bis 10 und eine Polarisationsbrille zum Erkennen patrouillierender Fische decken die meisten Situationen ab. Da Graskarpfen oft direkt unter der Oberfläche fressen, lohnt sich eine schwimmende Hauptschnur für das Oberflächenangeln mit Brot.

Köder

  • Mais
  • Brot
  • Zartes Grün (Klee, Salat)
  • Boilies und Pellets
  • Samen- oder Grasimitationen an der Fliegenrute

Zurücksetzen

  • Kraftvoller Kämpfer: Gerät stark genug wählen, um den Fisch nicht auszudrillen.
  • Nasse Abhakmatte und großer Kescher.
  • Prüfen, ob Zurücksetzen erlaubt ist (eingeführte Art).

Häufige Fragen

Was frisst ein Graskarpfen?

Der Graskarpfen frisst vor allem höhere Wasserpflanzen und untergetauchte Gräser, daneben auch Detritus, Insekten und andere Wirbellose. Deshalb wird er zur Krautbekämpfung eingesetzt. Wie viel ein Graskarpfen pro Tag frisst, hängt von Temperatur und Größe ab; geprüfte Zahlen dazu liegen uns nicht vor.

Laut FishBase ernährt sich der Graskarpfen (Ctenopharyngodon idella), auch Weißer Amur genannt, von höheren Wasserpflanzen und untergetauchten Gräsern; er nimmt auch Detritus, Insekten und andere Wirbellose. Diese Vorliebe für Pflanzen ist der Grund, warum er weltweit für Aquakultur und zur Bekämpfung von Wasserpflanzen eingeführt wurde. Er toleriert Wassertemperaturen von 0 bis 38 °C und frisst im Sommer bei warmem Wasser besonders viel, oft sichtbar an der Oberfläche und an Krautbänken. Die tägliche Fressmenge hängt stark von Wassertemperatur und Fischgröße ab; belastbare Zahlen aus einer geprüften Quelle konnten wir hier nicht auswerten. Wegen seines Pflanzenfraßes gilt er laut FishBase in den meisten Ländern als Schädling für Wasserpflanzen; eine Studie zu großen Gewässersystemen bewertet seine Auswirkungen auf Vegetation und Ökosystem. Für Angler heißt das: Pflanzliche Köder wie Mais, Brot, Klee oder Salat funktionieren, ebenso Boilies und Pellets.

Amtliche Quellen : FishBase – Ctenopharyngodon idella ; Assessing impacts of introduced aquatic species: Grass carp in large systems

Wie fängt man Graskarpfen?

Graskarpfen fängt man im Sommer an warmen, sonnigen Tagen, oft an der Oberfläche oder an Krautbänken, mit pflanzlichen Ködern wie Mais, Brot, zartem Grün (Klee, Salat), Boilies oder Pellets. Methoden sind Haarmontage am Grund, Pose, Stippe oder die Fliegenrute mit Samen- oder Grasimitationen.

Der Graskarpfen frisst laut FishBase vor allem Wasserpflanzen und Gräser und lebt in Seen, Teichen und Altarmen mit langsamem oder stehendem, pflanzenreichem Wasser. Am aktivsten ist er im Sommer bei warmem Wasser, dann frisst er oft an der Oberfläche und an Krautbänken, vor allem an warmen, sonnigen Tagen. Bewährte Köder sind Mais, Brot, zartes Grün wie Klee oder Salat, Boilies und Pellets. Methoden: Haarmontage am Grund wie beim Karpfen, Posenangeln nahe an Krautkanten, Stippe am Futterplatz oder Oberflächenangeln mit Brot. Fliegenfischer nutzen Samen- oder Grasimitationen. Graskarpfen sind kräftige Kämpfer und können sehr groß werden (bis 150 cm und 45 kg laut FishBase); ein ausreichend großer Kescher und eine Abhakmatte sind daher sinnvoll. Da die Art in Europa kaum natürlich reproduziert, stammen die Bestände aus Besatz. Eine eigene laichbedingte Schonzeit gibt es nicht, die allgemeinen Gewässerregeln gelten.

Amtliche Quellen : FishBase – Ctenopharyngodon idella

Wie groß wird ein Graskarpfen?

Graskarpfen können sehr groß werden: FishBase nennt ein veröffentlichtes Maximum von 150 cm, 45 kg und 21 Jahren. Wie groß sie in einem Teich werden, hängt von Nahrungsangebot, Temperatur und Besatzdichte ab; geprüfte Durchschnittswerte für Teiche liegen uns nicht vor.

Für den Graskarpfen (Ctenopharyngodon idella) nennt FishBase ein veröffentlichtes Maximum von 150 cm Länge, 45 kg Gewicht und einem Alter von 21 Jahren. Solche Rekordfische stammen aus Gewässern mit reichem Pflanzenangebot und langen warmen Sommern. Die Art toleriert Wassertemperaturen von 0 bis 38 °C, wächst aber vor allem bei warmem Wasser, wenn sie viel Pflanzen frisst. In Teichen hängt das Wachstum von der Menge an Wasserpflanzen, der Temperatur, dem Besatz und dem Alter der Fische ab; wenn die Pflanzen abgefressen sind, verlangsamt sich das Wachstum. Belastbare Durchschnittsgrößen für Teiche aus einer geprüften Quelle liegen uns nicht vor. In Europa pflanzt sich der Graskarpfen kaum natürlich fort, weil seine Eier in stark strömenden Flüssen zwei bis drei Tage treiben müssen; die Bestände gehen daher auf Besatz zurück, und das Alter der Fische entspricht oft der Zeit seit dem Besatz. Mindestmaße für den Graskarpfen sind in unseren Regelquellen nicht festgelegt.

Amtliche Quellen : FishBase – Ctenopharyngodon idella

Welcher Köder ist gut für Graskarpfen?

Gut für Graskarpfen sind pflanzliche Köder: Mais, Brot, zartes Grün wie Klee oder Salat, dazu Boilies und Pellets. Fliegenfischer nutzen Samen- oder Grasimitationen. Am besten beißen Graskarpfen im Sommer bei warmem Wasser, oft an der Oberfläche. Grüne Köder bietet man oft an der Oberfläche an.

Laut FishBase frisst der Graskarpfen höhere Wasserpflanzen und untergetauchte Gräser, zusätzlich Detritus, Insekten und Wirbellose. Köder, die dieser Ernährung entsprechen, sind am erfolgreichsten: Mais (Dosenmais oder gekochter Mais), Brot an der Oberfläche oder als Flocke, zartes Grün wie Klee, Salatblätter oder junges Gras, außerdem Boilies und Pellets, die Karpfenangler ohnehin verwenden. An der Fliegenrute funktionieren Imitationen von Samen oder Grashalmen. Wichtig ist der richtige Zeitpunkt: Graskarpfen fressen im Sommer bei warmem Wasser aktiv, häufig an Krautbänken oder an der Oberfläche, besonders an warmen, sonnigen Tagen. Grüne Köder werden oft an der Oberfläche oder knapp darunter angeboten, damit der Fisch sie wie natürliche Nahrung aufnimmt. Da der Graskarpfen in vielen Gewässern besetzt wird, um Pflanzen zu reduzieren, sollte man die Regeln des Gewässers beachten: Manche Vereine verlangen, gefangene Graskarpfen zurückzusetzen, andere erlauben die Entnahme.

Amtliche Quellen : FishBase – Ctenopharyngodon idella

Darf man Graskarpfen angeln?

Ja. Der Graskarpfen ist eine eingeführte Art ohne laichbedingte Schonzeit, daher gelten die allgemeinen Regeln des Gewässers und des Landes. Mindestmaße für den Graskarpfen sind in den von uns geprüften Regelwerken nicht festgelegt. Ob Fische entnommen oder zurückgesetzt werden müssen, bestimmt der Gewässerbewirtschafter.

Laut FishBase stammt der Graskarpfen aus Ostasien und wurde weltweit für Aquakultur und Krautbekämpfung eingeführt; in den meisten Ländern gilt er wegen der Schäden an Wasserpflanzen als Schädling, und Besatz ist meist genehmigungspflichtig. In Europa pflanzt er sich kaum fort; die Bestände stammen aus Besatz. Eine laichbedingte Schonzeit gibt es für ihn nicht, es gelten die allgemeinen Gewässerregeln: Angellizenz oder Fischereischein, Angelerlaubnis, Rutenzahl, Angelzeiten und Köderregeln. In den für 2026 ausgewerteten Regelwerken der Länder ist für den Graskarpfen kein eigenes Mindestmaß aufgeführt. Viele Vereine setzen Graskarpfen gezielt zur Krautbekämpfung ein und regeln ihre Entnahme in der Gewässerordnung – manche verlangen das Zurücksetzen, andere erlauben die Mitnahme. Eine Studie zu großen Gewässersystemen bewertet die Auswirkungen eingeführter Graskarpfen auf Vegetation und Ökosystem. Vor dem Angeln die Bestimmungen des Gewässers prüfen, insbesondere zum Umgang mit gefangenen Graskarpfen.

Amtliche Quellen : FishBase – Ctenopharyngodon idella ; Assessing impacts of introduced aquatic species: Grass carp in large systems

Mindestmaß Graskarpfen nach Gebiet

Slowakei : 60 cm (1)

Zitierte Studien

  1. Bain (1993) Assessing impacts of introduced aquatic species: Grass carp in large systems Environmental Management doi:10.1007/bf02394691
    Bewertet die Auswirkungen eingeführter Graskarpfen in großen Gewässersystemen auf Vegetation und Ökosystem.

Amtliche Quellen

  1. FishBase – Ctenopharyngodon idella (fiche espèce ; statut IUCN Red List 2025-2 repris par FishBase) (abgerufen am 23. September 2026)
  2. Sportvisunie – VISpas (Gezamenlijke Lijst van Nederlandse Viswateren, VISplanner, NachtVIStoestemming) (abgerufen am 23. September 2026)
  3. ICNF – Licenças de pesca lúdica e desportiva em águas interiores (licença geral obrigatória, exceto parques de pesca) (abgerufen am 23. September 2026)