Brassen
Abramis brama

Fangzeiten
Erfasste Schonmonate (Anteil der Gebiete mit Schonzeit in diesem Monat) — 7 Gebiete.
Passende Ausrüstung
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Welche Ausrüstung für Brassen?
Ein Schwarmfisch
Der Brassen, auch Blei oder Brachse genannt, lebt in Seen und in mittleren bis großen Flüssen, besonders in Altarmen, langsamen Unterläufen, Brackwasserästuaren und warmen, flachen Seen (FishBase). Erwachsene Tiere ziehen in großen Schwärmen durch ruhiges und langsam fließendes Wasser. Wer einen fängt, kann meist mit weiteren rechnen. Feine Bläschenteppiche und trübes Wasser an der Oberfläche verraten einen Schwarm, der den Grund durchwühlt.
Was er frisst
Brassen fressen Insekten, vor allem Zuckmückenlarven, dazu kleine Krebstiere, Weichtiere und Pflanzen. FishBase vermerkt, dass sie bei viel Zooplankton auch filtrieren können und große Tiere gelegentlich kleine Fische nehmen. Kakareczko (2001) beschrieb Nahrung, Wachstum und Kondition in einem polnischen Stausee. Für den Angler folgt daraus: Ein nahrhaftes Futter, das den Schwarm auf einer Stelle hält, ist der Schlüssel zum Erfolg.
Größen
Die übliche Länge beträgt 25 cm, das veröffentlichte Maximum 82 cm und 6 kg bei einem Höchstalter von 23 Jahren (FishBase). Verwechseln Sie den Brassen nicht mit der Güster (Blicca bjoerkna), einer kleineren Art mit rötlichen paarigen Flossen.
Laichzeit und Saison
Brassen laichen im Frühjahr in Altarmen, Auen und dicht bewachsenen Ufern; manche Populationen wandern dafür weite Strecken, und sie bilden häufig Hybriden mit dem Rotauge (FishBase). Eine eigene Schonzeit gibt es meist nicht, doch Gewässerordnungen können Laichzonen sperren. Prüfen Sie die Regeln. Vom späten Frühjahr bis in den Herbst beißen Brassen am besten abends, nachts (wo erlaubt) und morgens. Im Winter sammeln sich die Schwärme in tiefen Bereichen und sind dort mit feinem Gerät zu überlisten.
Methoden
Der Feeder ist die Methode der Wahl: Ein Futterkorb oder Method-Feeder mit nahrhaftem, klebendem Futter, immer exakt auf dieselbe Stelle geworfen, hält den Schwarm am Platz. Auf nahe Schwärme sind Stippe und Waggler sehr effektiv. Köder: Zuckmückenlarven, Maden, Mais, Pellets und geschnittene Würmer.
Umgang mit dem Fisch
Brassen tragen eine dicke Schleimschicht, die sie schützt. Fassen Sie sie nur mit nassen Händen an und legen Sie sie nie auf trockenen Boden. Beim Gemeinschaftsfischen, wo große Brassengewichte üblich sind, erinnert Pottinger (1998) daran, dass die Hälterung im Setzkescher Stress verursacht. Wo ein Setzkescher erlaubt ist, sollte er lang, nicht überfüllt und die Hälterung kurz sein.
Köder
- Zuckmückenlarven, Maden
- Mais, Pellets
- Geschnittene Würmer
- Schweres, klebendes Futter
Zurücksetzen
- Ausreichend großer Kescher; Brassen mit nassen Händen anfassen.
- Setzkescher (wo erlaubt) lang, nicht überfüllt, kurz (Pottinger 1998).
- Hakenlöser für tief sitzende Haken.
Häufige Fragen
Wie angelt man auf Brassen?
Brassen fängt man am besten mit Futterkorb (Feeder), Pose oder Stippe am Grund, mit kräftigem, klebendem Futter und Ködern wie Maden, Zuckmückenlarven, Mais, Pellets oder geschnittenen Würmern. Brassen ziehen in großen Schwärmen: Wer den Futterplatz aufbaut und hält, fängt oft mehrere Fische.
Der Brassen lebt laut FishBase in Seen und mittleren bis großen Flüssen, besonders in Altarmen, langsamen Unterläufen und warmen Flachseen, und zieht in großen Schwärmen. Er frisst vor allem Zuckmückenlarven, kleine Krebstiere, Weichtiere und Pflanzen und kann Plankton filtern. Das bestimmt die Methode: Man legt am Grund einen Futterplatz an und hält die Schwärme dort. Bewährt sind die Feederangel mit Futterkorb, die Posenangel und die Stippe beim Stippfischen. Das Futter sollte schwer und klebend sein, damit es am Grund liegt; als Köder dienen Maden, Zuckmückenlarven, Mais, Pellets und geschnittene Würmer. Die beste Zeit ist vom späten Frühjahr bis Herbst, abends, nachts (wo erlaubt) und morgens; im Winter stehen die Schwärme in tiefen Bereichen. Beim Wettangeln werden Brassen oft im Setzkescher gehalten; eine Studie hat bei Karpfen im Setzkescher erhöhte Stresswerte gemessen, in Flandern und Vorarlberg ist der Setzkescher verboten. Mindestmaße gibt es nur regional, etwa 25 cm im Burgenland.
Amtliche Quellen : FishBase – Abramis brama ; The diet, growth and condition of common bream, Abramis brama (L.) in Włocławek Reservoir ; Pottinger 1998 – Changes in blood cortisol, glucose and lactate in carp retained in anglers' keepnets ; Flandern – Visverloven (Codex Vlaanderen) ; Vorarlberger Fischereigesetz – Erlaubnis des Bewirtschafters (RIS) ; Burgenland – Schonzeiten und Brittelmaße (RIS)
Wie groß wird ein Brassen?
Brassen werden meist etwa 25 cm lang. FishBase nennt als veröffentlichtes Maximum 82 cm, 6 kg und 23 Jahre. Große Brassen von über 50 cm sind in nahrungsreichen Seen und Flüssen möglich, aber selten. Mindestmaße gibt es nur regional, etwa 25 cm im Burgenland und 30 cm in Kärnten.
Laut FishBase liegt die übliche Länge des Brassens (Abramis brama) bei 25 cm, das veröffentlichte Maximum bei 82 cm, 6 kg und 23 Jahren. Das Wachstum hängt stark vom Gewässer ab: In nährstoffreichen Seen, Stauseen und langsamen Unterläufen mit vielen Zuckmückenlarven wachsen Brassen schneller und werden schwerer. Eine Studie aus dem polnischen Włocławek-Stausee beschreibt Wachstum und Kondition einer solchen Population. Brassen leben in großen Schwärmen, und in dicht besetzten Gewässern bleiben sie oft klein. Sie bilden häufig Hybriden mit dem Rotauge (FishBase), die man an den Merkmalen unterscheiden muss. Mindestmaße sind für den Brassen selten: In Österreich gelten 25 cm im Burgenland und 30 cm in Kärnten, in Slowenien 30 cm; in vielen Ländern gibt es keines, und in Salzburg ist die Brachse ausdrücklich ohne Schonzeit und Mindestlänge. Maßgeblich ist dann die Gewässerordnung.
Amtliche Quellen : FishBase – Abramis brama ; The diet, growth and condition of common bream, Abramis brama (L.) in Włocławek Reservoir ; Burgenland – Schonzeiten und Brittelmaße (RIS) ; Kärnten – Schonzeiten und Mindestfangmaße (RIS) ; Slowenien – Verordnung über Fischerei (Mindestmaße) ; Landesfischereiverband Salzburg – Schonbestimmungen
Warum sind Brassen so schleimig?
Wie viele Fische trägt der Brassen eine Schleimschicht auf Haut und Schuppen; beim Brassen fällt sie besonders auf. Der Fischschleim schützt die Haut, unter anderem gegen Krankheitserreger und Verletzungen, und hilft bei Atmung und Osmoregulation. Warum Brassen oft streng riechen, ist in geprüften Quellen nicht eindeutig erklärt.
Fischschleim (Mukus) wird von Zellen der Haut gebildet und bedeckt die Körperoberfläche fast aller Fische. Eine Übersichtsarbeit von Shephard (1994) in Reviews in Fish Biology and Fisheries mit dem Titel „Functions for fish mucus“ fasst die Funktionen zusammen, die dieser Schicht zugeschrieben werden: Schutz gegen Krankheitserreger und Parasiten, mechanischer Schutz und geringere Reibung, Beteiligung an Atmung, Ionen- und Wasserhaushalt und an der Kommunikation. Beim Brassen fällt der Schleim Anglern besonders auf, weil der Fisch groß, hochrückig und glatt ist und oft in Mengen gefangen wird. Den oft beschriebenen strengen Geruch führen Angler auf den Schleim und auf das Leben über Schlammgrund zurück; eine geprüfte wissenschaftliche Quelle für eine eindeutige Erklärung lag uns nicht vor. Für die Praxis wichtig: Der Schleim ist Teil des Schutzsystems des Fisches. Wer Brassen zurücksetzt, sollte sie mit nassen Händen oder über einer nassen Matte anfassen und nicht über trockene Flächen ziehen, damit die Schleimschicht möglichst erhalten bleibt. Setzkescher können die Haut zusätzlich belasten.
Amtliche Quellen : Shephard 1994 – Functions for fish mucus (Reviews in Fish Biology and Fisheries) ; FishBase – Abramis brama ; Pottinger 1998 – Changes in blood cortisol, glucose and lactate in carp retained in anglers' keepnets
Welche Rute braucht man für Brassen?
Für Brassen nutzt man meist eine Feederrute mit Futterkorb, eine Matchrute zum Posenangeln auf Distanz oder eine Stipprute für das Angeln in Ufernähe. Die Rute sollte Futterkorb und Köder weit genug werfen und feine Bisse anzeigen. Genaue Längen und Wurfgewichte sind Herstellerangaben, keine amtlichen Werte.
Brassen stehen oft in Schwärmen weiter draußen am Grund von Seen, Kanälen und langsamen Flüssen (FishBase), und man fängt sie mit Futterplatz. Daraus ergeben sich drei Rutentypen. Feederrute: mit weicher, austauschbarer Spitze, die den Biss anzeigt, und genug Rückgrat, um einen gefüllten Futterkorb auf Distanz zu werfen; die beliebteste Wahl für Brassen. Matchrute: eine lange Posenrute für das Posenangeln auf mittlere Distanz mit Waggler. Stippe oder Kopfrute: für das Angeln ohne Rolle direkt am Futterplatz in Ufernähe, typisch beim Wettangeln. Dazu gehören eine Rolle mit ausreichender Schnurfassung für die Feeder- und Matchrute sowie feine Vorfächer. Die Zahl der erlaubten Ruten ist geregelt, etwa bis zu vier in der französischen 2. Kategorie oder zwei Handangeln in Brandenburg und Sachsen. Konkrete Längen, Spitzenstärken und Wurfgewichte sind Erfahrungswerte von Herstellern und Vereinen, keine behördlich festgelegten Vorgaben.
Amtliche Quellen : FishBase – Abramis brama ; Code de l'environnement – Pêche en eau douce (Légifrance) ; Sächsische Fischereiverordnung ; Brandenburg – Fischereischein, Friedfischangeln (Verwaltungsportal)
Welcher Köder ist gut für Brassen?
Gut für Brassen sind Zuckmückenlarven und Maden, Mais, Pellets und geschnittene Würmer, kombiniert mit schwerem, klebendem Grundfutter. Da Brassen vor allem Zuckmückenlarven, kleine Krebstiere und Weichtiere am Grund fressen, sollte der Köder am oder knapp über dem Grund liegen. Maßvoll füttern schont das Gewässer.
Die Nahrung des Brassens besteht laut FishBase vor allem aus Insekten – besonders Zuckmückenlarven –, kleinen Krebstieren, Weichtieren und Pflanzen; er kann auch Plankton filtern, und große Tiere fressen gelegentlich kleine Fische. Eine Studie aus einem polnischen Stausee beschreibt diese Nahrung und das Wachstum des Brassens. Für Angler heißt das: Köder am oder dicht über dem Grund. Bewährt sind Zuckmückenlarven und Maden, Mais, Pellets, geschnittene Würmer (auch Rotwürmer) und Kombinationen daraus. Entscheidend ist das Futter: schwer und klebend, damit es am Grund bleibt, angereichert mit Partikeln, die den Schwarm lange am Platz halten. Mit größeren Ködern wie mehreren Maiskörnern selektiert man eher große Brassen. In einigen Ländern gibt es Köderregeln: In Flandern sind gefärbte Maden verboten, in Wallonien Blut, Innereien und Fischeier. Futtermengen sind an manchen Gewässern begrenzt; eine Studie zur Verdaulichkeit von Karpfenködern zeigt, dass Futter die Nährstoffbelastung eines Gewässers erhöhen kann.
Amtliche Quellen : FishBase – Abramis brama ; The diet, growth and condition of common bream, Abramis brama (L.) in Włocławek Reservoir ; Flandern – Visverloven (Codex Vlaanderen) ; Wallonie – AGW pêche 08.12.2016 (Wallex) ; Nutrient digestibility of angling baits for carp, with implications for groundbait formulation and eutrophication control
Wie fängt man große Brassen?
Große Brassen fängt man mit gezieltem, reichlichem Grundfutter an tieferen Stellen und größeren Ködern wie Mais, Pellets oder geschnittenen Würmern, die kleine Fische nicht so schnell nehmen. Am erfolgreichsten sind Abend, Nacht (wo erlaubt) und früher Morgen. Große Brassen fressen gelegentlich auch kleine Fische.
Brassen erreichen laut FishBase bis 82 cm und 6 kg, üblich sind 25 cm. Große Exemplare leben oft in großen Seen, Altarmen und langsamen Unterläufen und ziehen in Schwärmen, im Winter an tiefen Stellen. Um gezielt die großen Fische zu fangen, nutzen Angler drei Stellschrauben. Erstens der Platz: tiefere Rinnen, Plateaukanten und Übergänge zu Schlammgrund, wo Zuckmückenlarven vorkommen, die Hauptnahrung des Brassens. Zweitens das Futter: schweres, klebendes Grundfutter mit Partikeln wie Mais und Pellets, damit der Schwarm länger am Platz bleibt. Drittens der Köder: größere Happen wie mehrere Maiskörner, Pellets oder geschnittene Würmer statt einzelner Maden, weil kleine Weißfische sie schwerer nehmen. Große Brassen fressen gelegentlich auch kleine Fische (FishBase). Die besten Zeiten sind Abend, Nacht und früher Morgen vom späten Frühjahr bis Herbst. Nachtangeln ist nicht überall erlaubt, in Frankreich etwa nur auf Karpfen an freigegebenen Strecken. Eine Studie aus einem polnischen Stausee beschreibt Nahrung und Wachstum des Brassens.
Amtliche Quellen : FishBase – Abramis brama ; The diet, growth and condition of common bream, Abramis brama (L.) in Włocławek Reservoir ; Code de l'environnement – Temps et heures de pêche (Légifrance)
Mindestmaß Brassen nach Gebiet
Österreich : 25–30 cm (8)
| Burgenland | 25 cm |
| Kärnten | 30 cm |
| Niederösterreich | 25 cm |
| Oberösterreich | 25 cm |
| Steiermark | 25 cm |
| Tirol | 25 cm |
| Vorarlberg | 25 cm |
| Wien | 30 cm |
Slowenien : 30 cm (1)
Zitierte Studien
- Kakareczko (2001) The diet, growth and condition of common bream, Abramis brama (L.) in Włocławek Reservoir Acta Ichthyologica et Piscatoria doi:10.3750/aip2001.31.2.04
Beschreibt Nahrung, Wachstum und Kondition des Brassens in einem polnischen Stausee. - Pottinger (1998) Changes in blood cortisol, glucose and lactate in carp retained in anglers’keepnets Journal of Fish Biology doi:10.1111/j.1095-8649.1998.tb01828.x
Misst Stressmarker bei Karpfen im Setzkescher: relevant für das Wettangeln auf Brassen.
Amtliche Quellen
- FishBase – Abramis brama (fiche espèce ; statut IUCN Red List 2025-2 repris par FishBase) (abgerufen am 23. September 2026)
- Sportvisunie – VISpas (Gezamenlijke Lijst van Nederlandse Viswateren, VISplanner, NachtVIStoestemming) (abgerufen am 23. September 2026)
- Vlaamse overheid – Visverlof (verplicht voor recreatief vissen op de openbare binnenwateren van het Vlaamse Gewest) (abgerufen am 23. September 2026)
- ICNF – Licenças de pesca lúdica e desportiva em águas interiores (licença geral obrigatória, exceto parques de pesca) (abgerufen am 23. September 2026)