Zander

Sander lucioperca

Zander (Sander lucioperca)
Foto : Pohled 111, CC BY-SA 4.0, Wikimedia Commons
Wissenschaftlicher Name
Sander lucioperca
Familie
Percidae
Übliche Länge
50 cm
Veröffentlichte Maximallänge
100 cm
Veröffentlichtes Höchstgewicht
20 kg
Höchstalter
17 Jahre
Schutzstatus
LC (Least Concern)
Verbreitung
Ursprünglich Mittel- und Osteuropa; in Westeuropa weit verbreitet eingeführt (Frankreich, Spanien, Großbritannien, Niederlande…).

Passende Ausrüstung

Welche Ausrüstung für Zander?

Ein Jäger im Dämmerlicht

Der Zander hat Augen, die an wenig Licht angepasst sind. Er jagt vor allem in der Morgen- und Abenddämmerung und nachts, bei trübem Wasser auch tagsüber. FishBase beschreibt ihn als Fisch großer, trüber Flüsse, nährstoffreicher Seen, Brackwasserlagunen und Ästuare, der sich hauptsächlich von Schwarmfischen des Freiwassers ernährt. Die Faustregel am Wasser: Wer die Futterfischschwärme findet, findet meist auch den Zander – dicht über Grund.

Größe und Wachstum

Die übliche Länge liegt bei etwa 50 cm. Das veröffentlichte Maximum beträgt 100 cm Standardlänge und 20 kg bei einem Höchstalter von 17 Jahren (FishBase). Geschlechtsreif werden Zander meist mit vier Jahren.

Warum Schonzeit im Frühjahr

Zander laichen paarweise in der Dämmerung oder nachts, meist im April und Mai, je nach Breite und Höhe auch von Ende Februar bis Juli, wenn das Wasser am Laichplatz 10 bis 14 °C erreicht (FishBase). Danach bewacht das Männchen das Nest. Wird es gefangen, ist das Gelege schnell gefressen – daher die Schonzeiten. Schonzeit und Mindestmaß legen die Bundesländer bzw. in Österreich und der Schweiz die Länder und Kantone fest, oft ergänzt durch die Gewässerordnung. Eine Übersichtsarbeit von Lappalainen und Kollegen (2003) fasst die Fortpflanzungsbiologie zusammen.

Bewährte Methoden

Gummifische von 7 bis 12 cm am Jigkopf, am Grund geführt, sind der Standard. Vom Boot aus ist das Vertikalangeln über Fischen, die man mit dem Echolot gefunden hat, im Winter sehr fängig. Mit dem Drop-Shot bietet man einem vorsichtigen Fisch einen kleinen Köder fast unbewegt an. Nachts funktioniert ein schlanker Wobbler, langsam an der Kante entlang geführt – sofern Nachtangeln erlaubt ist. Mit dem toten Köderfisch sind die Bisse oft vorsichtig: dem Zander kurz Zeit geben, aber anschlagen, bevor er tief schluckt.

Schonend zurücksetzen

Zander gelten als empfindlicher gegenüber Handhabung als Hechte. Arlinghaus und Hallermann (2007) untersuchten die Folgen von Luftexposition bei untermaßigen Zandern, die bei niedrigen Wassertemperaturen zurückgesetzt wurden. Die Konsequenz: sofort abhaken und den Fisch nie auf gefrorenen Boden legen. Zange, knotenloser Kescher und Stirnlampe für die Nacht genügen.

Ausrüstung in Kürze

Eine Spinnrute mit straffer Spitze und 10 bis 40 g Wurfgewicht, geflochtene Hauptschnur für den direkten Kontakt zum Köder und ein Fluorocarbonvorfach genügen für die meisten Situationen. Wo auch Hechte vorkommen, ist ein bissfestes Vorfach sinnvoll, weil Hechte oft auf Zanderköder beißen. Eine Stirnlampe mit Rotlicht erleichtert das Abhaken in der Nacht, ohne die Umgebung zu stören.

Köder

  • Gummifische 7-12 cm am Jigkopf
  • Finesse-Köder am Drop-Shot
  • Wobbler (Minnow) nachts
  • Köderfisch tot oder lebend, wo erlaubt

Zurücksetzen

  • Schnell abhaken: Zander vertragen lange Handhabung schlecht.
  • Bei Frost den Fisch nicht an der kalten Luft oder auf gefrorenem Boden liegen lassen.
  • Bewachte Nester im Frühjahr nicht befischen, auch nicht zum Zurücksetzen.
  • Langsam, mit dem Kopf gegen die Strömung zurücksetzen.

Häufige Fragen

Wie angelt man auf Zander?

Zander angelt man meist dicht über Grund: mit Gummifischen am Jigkopf, mit Drop-Shot und Finesse-Ködern, nachts mit schlanken Wobblern im Flachwasser oder mit totem, wo erlaubt auch lebendem Köderfisch an Grund- oder Posenmontage. Die besten Zeiten sind Dämmerung und Nacht sowie Herbst und Winter.

Nach FishBase jagt der Zander vor allem Schwarmfische des Freiwassers und lebt in großen, trüben Flüssen und nährstoffreichen Seen; seine Augen sind an wenig Licht angepasst, deshalb ist er in der Dämmerung und nachts am aktivsten. Die wichtigste Methode ist das Gummiköderangeln: ein Gummifisch von etwa 7 bis 12 cm am Jigkopf, in Sprüngen über den Grund geführt; viele Bisse kommen in der Absinkphase. Drop-Shot mit kleinen Finesse-Ködern ist bei kaltem oder klarem Wasser und bei vorsichtigen Fischen oft fängiger. Nachts funktionieren schlanke, flach laufende Wobbler an Steinpackungen und Buhnen. Ansitzangler nutzen tote Köderfische oder Fischfetzen an der Grundmontage oder Pose; lebende Köderfische sind in mehreren Bundesländern verboten, etwa laut StMELF-Merkblatt in Bayern. Zander haben ein hartes Maul, ein kräftiger Anschlag und scharfe Haken helfen. Zurücksetzen verlangt Sorgfalt: Arlinghaus und Hallermann (2007) zeigten, dass Luftexposition bei niedrigen Wassertemperaturen untermaßigen Zandern schaden kann; zügig abhaken und den Fisch nicht auf gefrorenem Boden liegen lassen. Beachten Sie die Schonzeiten im Frühjahr, in Bayern vom 15. Februar bis 30. April, und die Mindestmaße, in Bayern 50 cm.

Amtliche Quellen : FishBase – Sander lucioperca (Zander) ; Arlinghaus & Hallermann 2007 – Air exposure of undersized pikeperch at low temperatures (Fish. Manag. Ecol.) ; StMELF – Merkblatt zu den fischereirechtlichen Bestimmungen in Bayern

Welche Rute eignet sich für Zander mit Köderfisch und zum Spinnfischen?

Zum Zanderangeln mit Köderfisch auf Grund eignet sich eine mittelschwere Grund- oder Ansitzrute mit feiner Spitze und Freilaufrolle; zum Spinnfischen mit Gummifisch eine schnelle, straffe Spinnrute passend zum Jigkopfgewicht, meist mit dünner geflochtener Schnur. Ein Fluorocarbonvorfach ist üblich, in Hechtgewässern ein Stahlvorfach.

Die Rute hängt von der Methode ab. Beim Ansitz mit totem Köderfisch am Grund oder an der Pose benötigt man eine mittelschwere Rute mit genügend Wurfgewicht für Blei und Köder, aber einer Spitze, die vorsichtige Bisse anzeigt; dazu eine Freilaufrolle, damit der Zander ohne Widerstand abziehen kann. Weil der Zander laut FishBase ein Jäger von Schwarmfischen dicht über dem Grund ist und Köder oft vorsichtig aufnimmt, ist wenig Widerstand wichtig. Beim Spinnfischen mit Gummifisch und Jigkopf verwendet man eine schnelle, straffe Spinnrute, deren Wurfgewicht zum Jigkopf passt, eine Rolle mit fein einstellbarer Bremse und dünne geflochtene Schnur, um den Grundkontakt und die Bisse in der Absinkphase zu spüren. Für Drop-Shot reicht eine leichte Rute mit sehr feiner Spitze, vom Boot aus zum Vertikalangeln eine kurze sensible Rute. Allgemeingültige Längen- und Wurfgewichtsangaben lassen sich nicht belegen; sie hängen von Gewässertiefe, Strömung und Ködergröße ab. Ein Fluorocarbonvorfach ist üblich; wo Hechte vorkommen, schützt ein Stahl- oder Titanvorfach vor Abbissen. Lebende Köderfische sind in mehreren Bundesländern verboten, etwa laut StMELF-Merkblatt in Bayern.

Amtliche Quellen : FishBase – Sander lucioperca (Zander) ; StMELF – Merkblatt zu den fischereirechtlichen Bestimmungen in Bayern

Was frisst der Zander?

Der Zander frisst laut FishBase vor allem Schwarmfische des Freiwassers, also kleine Weißfische wie Ukelei, Rotaugen und Stinte sowie junge Barsche. Jungzander fressen zunächst Zooplankton und Wirbellose, bevor sie auf Fisch umstellen. Schlanke Beutefische sind seine bevorzugte Nahrung, weil sein Maul relativ klein ist.

FishBase gibt als Nahrung des Zanders vor allem Schwarmfische des Freiwassers an. In mitteleuropäischen Gewässern sind das typischerweise kleine Weißfische wie Ukelei und Rotauge, in manchen Gewässern Stint, sowie junge Barsche und auch junge Zander. Die Zanderlarven und Jungfische fressen zunächst Zooplankton und kleine Wirbellose und stellen dann auf Fischnahrung um. Dass der Zander schlanke Beute bevorzugt, weil sein Maul im Verhältnis kleiner ist als das des Hechts, ist eine unter Anglern verbreitete Erklärung; in den hier ausgewerteten Quellen ist sie nicht eigens belegt. Für Angler folgt daraus die Köderwahl: schlanke Gummifische und Wobbler in Beutefischgröße, typischerweise 7 bis 12 cm, sowie tote Köderfische oder Fetzen, wo erlaubt. Weil der Zander dicht über Grund jagt und bei wenig Licht aktiv ist, findet man ihn oft bei den Futterfischschwärmen an Kanten, und seine Hauptfresszeiten liegen in der Dämmerung und nachts; bei trübem Wasser frisst er auch tagsüber. Im Winter bleibt er aktiv, frisst aber langsamer, was langsame Köderführung erklärt.

Amtliche Quellen : FishBase – Sander lucioperca (Zander)

Wie groß wird ein Zander?

Ein Zander wird laut FishBase üblicherweise etwa 50 cm lang; das veröffentlichte Maximum beträgt 100 cm Standardlänge und 20 kg bei einem Höchstalter von 17 Jahren. Die Mindestmaße liegen in Deutschland je nach Bundesland zwischen 35 und 50 cm, in Frankreich national bei 40 cm.

FishBase nennt für Sander lucioperca eine übliche Länge von 50 cm, eine veröffentlichte Maximallänge von 100 cm (Standardlänge, ohne Schwanzflosse), ein Höchstgewicht von 20 kg und ein Höchstalter von 17 Jahren. In der Totallänge sind Rekordfische entsprechend länger als 100 cm. Das Wachstum hängt stark von Wassertemperatur und Nahrungsangebot ab; in warmen, nährstoffreichen Gewässern mit vielen Schwarmfischen wachsen Zander schneller. Für die Entnahme gilt das Mindestmaß des jeweiligen Landes: Nach den Landesverordnungen liegt es in Niedersachsen bei 35 cm, in Bremen und Nordrhein-Westfalen bei 40 cm, in Baden-Württemberg, Berlin, Brandenburg, Hamburg, Mecklenburg-Vorpommern, Rheinland-Pfalz, im Saarland, in Schleswig-Holstein und Thüringen bei 45 cm, in Bayern, Hessen, Sachsen und Sachsen-Anhalt bei 50 cm. Hessen und Hamburg arbeiten zudem mit Entnahmefenstern aus Mindest- und Höchstmaß. In Frankreich beträgt das nationale Mindestmaß in der zweiten Kategorie 40 cm, der Präfekt kann es auf 50 cm anheben. Gewässerordnungen dürfen strengere Maße vorschreiben. Gemessen wird in Deutschland in der Regel von der Kopfspitze bis zum Ende der Schwanzflosse.

Amtliche Quellen : FishBase – Sander lucioperca (Zander) ; Binnenfischereiordnung Niedersachsen (LAVES) ; Bremische Binnenfischereiverordnung ; Landesfischereiverordnung Nordrhein-Westfalen (Fassung 03.07.2026) ; Landesfischereiverordnung Baden-Württemberg (Stand 2022) ; Landesfischereiordnung Berlin ; Fischereiordnung des Landes Brandenburg (BbgFischO) ; Verordnung zur Durchführung des Hamburgischen Fischerei- und Angelgesetzes ; LALLF Mecklenburg-Vorpommern – Mindestmaße und Schonzeiten ; Landesfischereiordnung Rheinland-Pfalz ; Landesfischereiordnung Saarland (LFO) ; Binnenfischereiverordnung Schleswig-Holstein (BiFVO) ; Thüringer Fischereiausführungsverordnung (ThürFischAVO) ; StMELF – Merkblatt zu den fischereirechtlichen Bestimmungen in Bayern ; Hessische Fischereiverordnung (HFischV) vom 14.04.2023 ; Sächsische Fischereiverordnung (SächsFischVO) ; Fischereiordnung des Landes Sachsen-Anhalt (FischO LSA) ; Code de l'environnement, art. R436-6 à R436-16 (Fangzeiten, Nachtangeln auf Karpfen)

Wann beißt der Zander am besten?

Der Zander beißt am besten in der Morgen- und Abenddämmerung und nachts, weil seine Augen an wenig Licht angepasst sind; bei trübem Wasser auch tagsüber. Als beste Saison gelten Herbst und Winter sowie die ersten Wochen nach dem Ende der regionalen Schonzeit.

Der Zander ist ein Dämmerungsjäger. Laut FishBase lebt er bevorzugt in großen, trüben Flüssen und nährstoffreichen Seen und ernährt sich von Schwarmfischen des Freiwassers; seine lichtempfindlichen Augen verschaffen ihm bei wenig Licht einen Vorteil gegenüber der Beute. Daraus ergeben sich die klassischen Beißzeiten: Morgendämmerung, Abenddämmerung und die Nacht, dort wo Nachtangeln erlaubt ist. Bei trübem Wasser, etwa nach Regen, bei Hochwasser oder in stark eingetrübten Kanälen, ist der Zander auch tagsüber aktiv, weil die Lichtverhältnisse dann ähnlich gedämpft sind. Bei klarem Wasser und Sonne steht er tiefer und beißt zögerlicher. Über das Jahr gelten Herbst und Winter als besonders ergiebig, wenn sich Futterfische und Zander in tieferen Bereichen sammeln, ebenso die ersten Wochen nach Ende der Frühjahrsschonzeit. Im Frühjahr ist der Zander in Deutschland je nach Bundesland geschont, in Bayern laut StMELF-Merkblatt vom 15. Februar bis 30. April. Bei sehr kaltem Wasser beißt er langsamer: Köder langsam führen und Pausen einlegen. Arlinghaus und Hallermann (2007) mahnen, zurückgesetzte Zander bei Frost nicht lange der kalten Luft auszusetzen.

Amtliche Quellen : FishBase – Sander lucioperca (Zander) ; StMELF – Merkblatt zu den fischereirechtlichen Bestimmungen in Bayern ; Arlinghaus & Hallermann 2007 – Air exposure of undersized pikeperch at low temperatures (Fish. Manag. Ecol.)

Wo kann man Zander angeln?

Zander angelt man in großen, trüben Flüssen, nährstoffreichen Seen, Kanälen, Stauseen, Brackwasserlagunen und Flussmündungen, wie FishBase ihren Lebensraum beschreibt. Am Gewässer stehen Zander meist dicht über Grund, dort wo sich Futterfischschwärme sammeln: an Abbruchkanten, Buhnenfeldern, Hafeneinfahrten, Brückenpfeilern und versunkenen Hindernissen.

FishBase beschreibt den Zander als Fisch großer, trüber Flüsse, nährstoffreicher Seen, Brackwasserlagunen und Ästuare, der sich vor allem von Schwarmfischen des Freiwassers ernährt. Ursprünglich stammt er aus Mittel- und Osteuropa; in Westeuropa, etwa in Frankreich, Spanien, Großbritannien und den Niederlanden, wurde er eingeführt. In Deutschland ist er in vielen großen Flüssen, Kanälen, Talsperren und Seen verbreitet. Am Gewässer selbst gilt: Wer die Futterfischschwärme findet, findet meist auch den Zander. Typische Plätze sind Abbruchkanten, Buhnenfelder und deren Strömungskanten, Hafeneinfahrten, Brückenpfeiler, versunkene Hindernisse, Steinpackungen und im See Unterwasserberge und Barschberge. Zander stehen meist dicht über dem Grund und kommen in der Dämmerung und nachts ins flachere Wasser. Das Echolot hilft vom Boot aus, Kanten und Schwärme zu finden. Rechtlich brauchen Sie in Deutschland Fischereischein und Erlaubnisschein des Fischereirechtsinhabers und müssen die Zanderschonzeit beachten, die je nach Bundesland im Frühjahr liegt, zum Beispiel laut StMELF-Merkblatt in Bayern vom 15. Februar bis 30. April. In Frankreich gilt national ein Mindestmaß von 40 cm, das der Präfekt auf 50 cm anheben kann.

Amtliche Quellen : FishBase – Sander lucioperca (Zander) ; StMELF – Merkblatt zu den fischereirechtlichen Bestimmungen in Bayern ; Code de l'environnement, art. R436-6 à R436-16 (Fangzeiten, Nachtangeln auf Karpfen) ; Lappalainen et al. 2003 – Reproduction biology of pikeperch (Ecol. Freshw. Fish)

Wann darf und sollte man Zander angeln?

Zander angelt man am besten im Herbst und Winter sowie in den ersten Wochen nach der Schonzeit, jeweils in der Dämmerung und nachts. In Deutschland ist der Zander im Frühjahr geschont; die Termine legt jedes Bundesland fest, in Bayern etwa vom 15. Februar bis 30. April.

Die Schonzeit schützt die Laichzeit: Laut FishBase und der Übersicht von Lappalainen und Kollegen (2003) laicht der Zander meist im April und Mai bei 10 bis 14 °C, und das Männchen bewacht das Nest. Die Landesverordnungen setzen die Zanderschonzeit deshalb im Frühjahr fest, aber mit unterschiedlichen Daten: Bayern vom 15. Februar bis 30. April, Baden-Württemberg vom 1. April bis 15. Mai (im Main 1. Februar bis 30. April), Berlin vom 1. Januar bis 31. Mai, Brandenburg für die Handangel vom 1. April bis 31. Mai, Niedersachsen vom 15. März bis 30. April, Nordrhein-Westfalen vom 1. April bis 31. Mai, Sachsen vom 1. Februar bis 31. Mai, Schleswig-Holstein vom 15. März bis 15. Mai. Hessen kennt laut Fischereiverordnung keine gesetzliche Zanderschonzeit, und in Mecklenburg-Vorpommern legt in Binnengewässern meist der Fischereiberechtigte die Schonzeit fest. Außerhalb der Schonzeit gelten Herbst und Winter als beste Saison, dazu die ersten Wochen nach Öffnung. Innerhalb des Tages sind Dämmerung und Nacht am besten, bei trübem Wasser auch der Tag. Prüfen Sie zusätzlich die Gewässerordnung, die strengere Regeln festlegen kann.

Amtliche Quellen : FishBase – Sander lucioperca (Zander) ; Lappalainen et al. 2003 – Reproduction biology of pikeperch (Ecol. Freshw. Fish) ; StMELF – Merkblatt zu den fischereirechtlichen Bestimmungen in Bayern ; Landesfischereiverordnung Baden-Württemberg (Stand 2022) ; Landesfischereiordnung Berlin ; Fischereiordnung des Landes Brandenburg (BbgFischO) ; Binnenfischereiordnung Niedersachsen (LAVES) ; Landesfischereiverordnung Nordrhein-Westfalen (Fassung 03.07.2026) ; Sächsische Fischereiverordnung (SächsFischVO) ; Binnenfischereiverordnung Schleswig-Holstein (BiFVO) ; Hessische Fischereiverordnung (HFischV) vom 14.04.2023 ; LALLF Mecklenburg-Vorpommern – Mindestmaße und Schonzeiten

Welcher Köder eignet sich für Zander?

Für Zander eignen sich Gummifische von etwa 7 bis 12 cm am Jigkopf, kleine Finesse-Köder am Drop-Shot, nachts schlanke Wobbler sowie tote oder, wo erlaubt, lebende Köderfische und Fischfetzen. Entscheidend ist, dass der Köder dicht über Grund angeboten wird, wo der Zander jagt.

Die Köderwahl folgt der Nahrung: Laut FishBase frisst der Zander vor allem Schwarmfische des Freiwassers. Gummifische von etwa 7 bis 12 cm am Jigkopf sind der vielseitigste Köder; sie werden gejiggt oder gefaulenzt, und viele Bisse kommen in der Absinkphase. Kleine Finesse-Köder am Drop-Shot, die fast unbewegt über dem Grund schweben, fangen besonders bei kaltem oder klarem Wasser. Nachts sind schlanke, flach laufende Wobbler an Steinpackungen, Buhnen und im Flachwasser erfolgreich. Beim Ansitz werden tote Köderfische, zum Beispiel Rotaugen oder Ukelei, oder Fischfetzen an der Grundmontage oder Pose angeboten. Lebende Köderfische sind in mehreren Bundesländern verboten, etwa laut StMELF-Merkblatt in Bayern und laut Landesverordnungen in Berlin und Brandenburg. Beachten Sie außerdem Kunstköderverbote während der Raubfischschonzeit: In Sachsen ist laut Fischereiverordnung das Angeln mit Raubfischködern vom 1. Februar bis 30. April verboten, in Bremen sind Spinnfischen und Köderfisch vom 1. Februar bis 15. Mai untersagt. Wer zurücksetzen will, sollte laut Arlinghaus und Hallermann (2007) bei Kälte die Luftexposition kurz halten.

Amtliche Quellen : FishBase – Sander lucioperca (Zander) ; StMELF – Merkblatt zu den fischereirechtlichen Bestimmungen in Bayern ; Landesfischereiordnung Berlin ; Fischereiordnung des Landes Brandenburg (BbgFischO) ; Sächsische Fischereiverordnung (SächsFischVO) ; Bremische Binnenfischereiverordnung ; Arlinghaus & Hallermann 2007 – Air exposure of undersized pikeperch at low temperatures (Fish. Manag. Ecol.)

Warum beißen Zander nicht?

Zander beißen oft nicht, weil Tageszeit, Licht und Temperatur nicht passen, der Köder zu hoch, zu schnell oder zu groß geführt wird oder keine Futterfische am Platz sind. Der Zander ist ein Dämmerungsjäger dicht über Grund: langsamer, grundnah, zur Dämmerung und dort fischen, wo Schwarmfische stehen.

Eine einzelne, belegte Ursache gibt es nicht; die folgenden Punkte leiten sich aus der Biologie ab, wie FishBase sie beschreibt. Erstens die Tageszeit: Der Zander jagt vor allem bei wenig Licht, also in der Dämmerung und nachts; bei klarem Wasser und Sonne sind Bisse selten. Zweitens der Platz: Er ernährt sich von Schwarmfischen des Freiwassers und steht meist dicht über Grund; wo keine Futterfische sind, sind oft auch keine Zander. Drittens die Köderführung: Ein Köder, der zu hoch läuft, keinen Grundkontakt hat oder bei kaltem Wasser zu schnell geführt wird, wird ignoriert; Drop-Shot oder langsames Faulenzen helfen bei trägen Fischen. Viertens die Bisserkennung: Zanderbisse sind oft nur ein leichtes Tock in der Absinkphase; ohne gespannte, dehnungsarme Schnur bleiben sie unbemerkt, und das harte Maul verlangt scharfe Haken. Fünftens die Jahreszeit: Im Frühjahr laicht der Zander, das Männchen bewacht laut Lappalainen und Kollegen (2003) das Nest; in dieser Zeit ist er in Deutschland ohnehin geschont und darf nicht beangelt werden. Ob Luftdruck oder Mondphase eine Rolle spielen, ist in den hier ausgewerteten Quellen nicht belegt.

Amtliche Quellen : FishBase – Sander lucioperca (Zander) ; Lappalainen et al. 2003 – Reproduction biology of pikeperch (Ecol. Freshw. Fish)

Welcher Köder eignet sich im März für Zander?

Im März ist der Zander in vielen Bundesländern bereits geschont, und teilweise sind Raubfischköder ganz verboten, etwa in Sachsen vom 1. Februar bis 30. April. Wo das Zanderangeln im März erlaubt ist, fangen bei kaltem Wasser kleine, langsam geführte Gummifische, Drop-Shot-Köder und tote Köderfische am besten.

Vor der Köderfrage steht im März die Rechtsfrage. Nach den Landesverordnungen liegt der März in vielen Ländern ganz oder teilweise in der Zanderschonzeit: Bayern 15. Februar bis 30. April, Berlin 1. Januar bis 31. Mai, Bremen 1. Februar bis 15. Mai, Hamburg 1. Februar bis 31. Mai, Niedersachsen und Schleswig-Holstein ab 15. März, Rheinland-Pfalz ab 15. März, Saarland und Sachsen-Anhalt ab 15. Februar, Sachsen ab 1. Februar. Mehrere Länder verbieten in dieser Zeit sogar die typischen Köder: In Sachsen ist das Angeln mit Raubfischködern vom 1. Februar bis 30. April untersagt, in Berlin gelten vom 1. Januar bis 30. April Beschränkungen für Raubfischköder, in Bremen sind Spinnfischen und Köderfische vom 1. Februar bis 15. Mai verboten. Im März offen ist der Zander dagegen etwa in Baden-Württemberg (außer im Main), Brandenburg, Nordrhein-Westfalen, Thüringen und Hessen, wo die Gewässerordnung dennoch strenger sein kann. Wo erlaubt, gilt bei kaltem Wasser: kleine Gummifische um 7 bis 10 cm langsam am Grund, Drop-Shot mit Finesse-Ködern oder tote Köderfische. Laut Arlinghaus und Hallermann (2007) sollten zurückgesetzte Zander bei Kälte kaum Luft ausgesetzt werden.

Amtliche Quellen : StMELF – Merkblatt zu den fischereirechtlichen Bestimmungen in Bayern ; Landesfischereiordnung Berlin ; Bremische Binnenfischereiverordnung ; Verordnung zur Durchführung des Hamburgischen Fischerei- und Angelgesetzes ; Binnenfischereiordnung Niedersachsen (LAVES) ; Binnenfischereiverordnung Schleswig-Holstein (BiFVO) ; Landesfischereiordnung Rheinland-Pfalz ; Landesfischereiordnung Saarland (LFO) ; Fischereiordnung des Landes Sachsen-Anhalt (FischO LSA) ; Sächsische Fischereiverordnung (SächsFischVO) ; Landesfischereiverordnung Baden-Württemberg (Stand 2022) ; Fischereiordnung des Landes Brandenburg (BbgFischO) ; Landesfischereiverordnung Nordrhein-Westfalen (Fassung 03.07.2026) ; Thüringer Fischereiausführungsverordnung (ThürFischAVO) ; Hessische Fischereiverordnung (HFischV) vom 14.04.2023 ; Arlinghaus & Hallermann 2007 – Air exposure of undersized pikeperch at low temperatures (Fish. Manag. Ecol.)

Mindestmaß Zander nach Gebiet

Frankreich : 40–50 cm (97)
Belgien : 45–50 cm (2)
Luxemburg : 45 cm (2)
Deutschland : 35–50 cm (16)
Österreich : 35–50 cm (9)
Niederlande : 42 cm (1)
Italien : 45 cm (1)
Finnland : 42 cm (1)
Slowenien : 50 cm (1)
Schweiz : 40–45 cm (14)

Zitierte Studien

  1. Lappalainen et al. (2003) Reproduction biology of pikeperch (Sander lucioperca (L.)) – a review Ecology of Freshwater Fish doi:10.1034/j.1600-0633.2003.00005.x
    Übersicht zur Fortpflanzungsbiologie des Zanders: Zeitpunkt, Temperatur und Laichverhalten als Grundlage der Frühjahrsschonzeit.
  2. Arlinghaus & Hallermann (2007) Effects of air exposure on mortality and growth of undersized pikeperch, Sander lucioperca, at low water temperatures with implications for catch‐and‐release fishing Fisheries Management and Ecology doi:10.1111/j.1365-2400.2007.00536.x
    Untersucht, wie Luftexposition Sterblichkeit und Wachstum untermaßiger Zander bei niedrigen Wassertemperaturen beeinflusst: Argument für sofortiges Zurücksetzen im Winter.

Amtliche Quellen

  1. FishBase – Sander lucioperca (fiche espèce ; statut IUCN Red List 2025-2 repris par FishBase) (abgerufen am 23. September 2026)
  2. Préfecture de l'Aisne – réglementation de la pêche 2026 (heures de pêche, carpe de nuit, art. R436-14 du Code de l'environnement) (abgerufen am 23. September 2026)
  3. Préfecture de l'Aveyron – arrêté pêche 2026 (pêche de nuit de la carpe sur secteurs listés) (abgerufen am 23. September 2026)
  4. BOE – Real Decreto 630/2013, Catálogo español de especies exóticas invasoras (texto consolidado) (abgerufen am 23. September 2026)
  5. Vlaamse overheid – Visverlof (verplicht voor recreatief vissen op de openbare binnenwateren van het Vlaamse Gewest) (abgerufen am 23. September 2026)
  6. Sportvisunie – VISpas (Gezamenlijke Lijst van Nederlandse Viswateren, VISplanner, NachtVIStoestemming) (abgerufen am 23. September 2026)
  7. ICNF – Licenças de pesca lúdica e desportiva em águas interiores (licença geral obrigatória, exceto parques de pesca) (abgerufen am 23. September 2026)