Atlantischer Lachs

Salmo salar

Atlantischer Lachs (Salmo salar)
Foto : Lorenz Seebauer, CC BY-SA 4.0, Wikimedia Commons

Potenziell gefährdet (IUCN); streng reguliert mit Quoten, Markierung, Rücksetzpflicht oder Fangverboten.

Länge38 cmmax. 150 cm
Max. Gewicht46,8 kg
Max. Alter13 Jahre
LebensraumFlüsse
Wissenschaftlicher Name
Salmo salar
Familie
Salmonidae
Schutzstatus
NT (Near Threatened)
Verbreitung
Flüsse des Nordatlantiks: West- und Nordeuropa, Ostkanada, Nordosten der USA; einige Binnenpopulationen.

Fangzeiten

Erfasste Schonmonate (Anteil der Gebiete mit Schonzeit in diesem Monat) — 7 Gebiete.

Passende Ausrüstung

Ein Wanderer zwischen Fluss und Ozean

Der Atlantische Lachs schlüpft im Fluss, bleibt dort 1 bis 6 Jahre, zieht dann für 1 bis 4 Jahre ins Meer und kehrt zum Laichen in seinen Heimatfluss zurück (FishBase). Die Junglachse leben in schnellen Kiesstrecken mit starker Strömung. Im Meer fressen die erwachsenen Tiere Kalmare, Garnelen und Fische. Zurück im Süßwasser fressen sie praktisch nichts mehr – das ist das Paradox der Lachsfischerei: Man löst einen Reflex- oder Aggressionsbiss aus, keinen Fressbiss.

Laut FishBase braucht der Lachs Flüsse, in denen das Wasser etwa drei Monate im Jahr über 10 °C steigt, aber höchstens wenige Wochen 20 °C überschreitet. Die Erwärmung der Flüsse ist deshalb eine direkte Bedrohung.

Eine potenziell gefährdete Art

Die IUCN führt den Atlantischen Lachs als „potenziell gefährdet“ (Near Threatened), so der von FishBase übernommene Rote-Liste-Status. Viele Bestände hängen von Besatz ab. Im Rhein- und Elbesystem laufen seit Jahren Wiederansiedlungsprogramme, und in einigen Bundesländern, etwa in Baden-Württemberg, gilt für den Lachs eine ganzjährige Schonzeit (Landesfischereiverordnung). Wer auf Lachs fischen will, reist meist nach Norwegen, Schweden, Schottland oder Irland. Dort gelten kurze Saisons, Quoten pro Fluss, Markierungspflicht, Fangmeldungen, teilweise Rücksetzpflicht oder komplette Schließungen. Informieren Sie sich stets über die Regeln des jeweiligen Flusses.

Größen

Das veröffentlichte Maximum liegt bei 150 cm und 46,8 kg, das Höchstalter bei 13 Jahren; die meisten Tiere werden aber nur 4 bis 6 Jahre alt (FishBase). Man unterscheidet Grilse, die nach einem Meereswinter zurückkehren, von schwereren mehrwinterigen Frühjahrslachsen.

Methoden

Das Fliegenfischen mit Ein- oder Zweihandrute dominiert an den meisten Flüssen. Blinker, Devons und Wobbler sind an vielen Strecken weiterhin erlaubt. Aufstiege folgen oft Hochwassern: Die besten Tage sind bei fallendem, kühlem Wasser. Bei niedrigem, warmem Wasser fischt man früh morgens und abends.

Zurücksetzen

Gargan und Kollegen (2015) verfolgten das Überleben zurückgesetzter Wildlachse in drei irischen Flüssen; Havn und Kollegen (2015) untersuchten das Überleben nach dem Zurücksetzen bei hohen Wassertemperaturen; Jensen und Kollegen (2010) prüften, ob Catch-and-Release die Wanderung verändert. Praktisch heißt das: knotenloser Kescher, niemals Gaff, Fisch im Wasser und gegen die Strömung halten, bei zu warmem Wasser nicht fischen.

Ausrüstung in Kürze

Zweihandruten von 13 bis 15 Fuß mit Schwimm- oder Sinkschnüren sind an großen Flüssen Standard, an kleineren Flüssen genügt eine Einhandrute. Ein knotenloser Kescher, eine Wathose mit Watgürtel und bei hohem Wasser eine Schwimmweste gehören dazu.

Köder

  • Lachsfliegen (Tuben, klassische Muster)
  • Devons, Blinker, Spinner
  • Wobbler
  • Garnele oder Wurm, wo noch erlaubt

Zurücksetzen

  • Knotenloser Kescher, niemals Gaff.
  • Lachs im Wasser halten, kurzes Foto, mit dem Kopf gegen die Strömung stützen.
  • Bei sehr warmem Wasser nicht fischen.
  • Fänge melden, auch zurückgesetzte, wo vorgeschrieben.

Häufige Fragen

Wo kann man Lachs angeln?

Wildlachse angelt man in Flüssen des Nordatlantiks mit Lachsaufstieg: in Irland, Großbritannien, Nordspanien, Skandinavien und Ostkanada. Überall gelten strenge Regeln wie Lizenzen, Markierungspflicht, Quoten oder Catch and Release; in Teilen Deutschlands ist der Lachs ganzjährig geschützt. Vor jeder Reise Lizenz, Saison und Streckenregeln bei der Behörde prüfen.

Der Atlantische Lachs laicht in Flüssen des Nordatlantiks, die etwa drei Monate im Jahr über 10 °C warm werden und nur wenige Wochen über 20 °C steigen (FishBase). Angeln ist nur dort möglich, wo Bestände es zulassen und die Behörde es freigibt. Beispiele: In Irland braucht man die staatliche Lachslizenz (2026: 100 € für alle Distrikte) und markiert jeden behaltenen Lachs. In England ist vor dem 16. Juni überall Catch and Release mit Fliege oder Kunstköder Pflicht, an gefährdeten Flüssen die ganze Saison; laut Environment Agency sind 40 von 42 Hauptlachsflüssen bis 2030 gefährdet oder wahrscheinlich gefährdet. In Kantabrien wird über Tagesgenehmigungen für Lachsstrecken (23,27 €) gefischt, Asturien und Kantabrien schreiben 45 cm Mindestmaß vor. In Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz ist der Lachs ganzjährig geschützt, Fänge sind in NRW zu melden; Schleswig-Holstein und Bremen nennen ein Mindestmaß von 60 cm. Die IUCN stuft den Lachs als potenziell gefährdet ein.

Amtliche Quellen : FishBase – Salmo salar ; Inland Fisheries Ireland – Salmon fishing regulations 2026 ; Environment Agency – National salmon and sea trout byelaws ; Environment Agency Blog – England's salmon stocks (17.09.2026) ; Gobierno de Cantabria – Tasas de pesca (cotos de salmón) ; BOPA Asturias – Normas de pesca 2026 ; NRW – Landesfischereirecht 2026 (GV. NRW.) ; Rheinland-Pfalz – Landesfischereigesetz / -ordnung ; Schleswig-Holstein – Binnenfischereiordnung (Mindestmaße)

Wie angelt man Lachs?

Lachs wird vor allem mit der Fliege (Tubenfliegen, klassische Muster) oder mit Spinnködern wie Devons, Blinkern, Spinnern und Wobblern gefangen, dort wo erlaubt auch mit Garnele oder Wurm. Da aufsteigende Lachse im Süßwasser kaum fressen, reagieren sie eher reflexartig. Oft gilt Pflicht zu Kunstköder und Catch and Release.

Aufsteigende Lachse fressen im Süßwasser praktisch nicht mehr (FishBase); der Biss ist eine Reflex- oder Aggressionsreaktion. Deshalb zählen Präsentation und Zeitpunkt mehr als der Köder. Bewährt sind Lachsfliegen (Tuben, klassische Muster) an der Fliegenrute, Devons, Blinker, Spinner und Wobbler beim Spinnfischen sowie, wo noch erlaubt, Garnele oder Wurm. Aufstiege folgen Hochwassern: Nach einem Anstieg und beim Fallen des Wassers ziehen Fische, bei niedrigem, warmem Wasser sind Morgen und Abend am besten. Die Regeln bestimmen oft die Methode: In England ist vor dem 16. Juni nur Fliege oder Kunstköder mit Catch and Release erlaubt; am irischen Slaney oberhalb von Enniscorthy nur die Fliege, am Suir sind Würmer, Garnelen und Krebstiere verboten. Zum Zurücksetzen gibt es Forschung: Eine Studie verfolgte das Überleben wilder Lachse nach Catch and Release in drei irischen Flüssen, eine andere die Folgen bei hohen Wassertemperaturen. Ohne Lizenz und Genehmigung der Strecke darf man nirgends auf Lachs angeln.

Amtliche Quellen : FishBase – Salmo salar ; Environment Agency – National salmon and sea trout byelaws ; Inland Fisheries Ireland – Salmon fishing regulations 2026 ; Survival of wild Atlantic salmon (Salmo salar) after catch and release angling in three Irish rivers ; The effect of catch-and-release angling at high water temperatures on behaviour and survival of Atlantic salmon during spawning migration

Wie groß wird ein Lachs?

Der Atlantische Lachs erreicht laut FishBase höchstens 150 cm und 46,8 kg bei einem Höchstalter von 13 Jahren. Die meisten Lachse werden nur 4 bis 6 Jahre alt; Grilse nach einem Meereswinter sind deutlich kleiner als mehrwinterige Lachse. Die übliche Länge von 38 cm umfasst auch Jungfische.

FishBase nennt für Salmo salar ein veröffentlichtes Maximum von 150 cm Länge, 46,8 kg Gewicht und 13 Jahren Alter. Solche Riesen sind extrem selten; die meisten Lachse sterben mit 4 bis 6 Jahren. Die Größe hängt vor allem davon ab, wie lange ein Lachs im Meer bleibt: Jungfische leben ein bis sechs Jahre im Fluss, dann ein bis vier Jahre im Nordatlantik. Fische, die nach einem Meereswinter zurückkehren (Grilse), sind kleiner als mehrwinterige Lachse. Die in FishBase angegebene übliche Länge von 38 cm umfasst Jungfische und ist daher kein Anhaltspunkt für aufsteigende Lachse. Behörden nutzen Mindestmaße, um junge Fische zu schützen: Asturien und Kantabrien schreiben 2026 mindestens 45 cm vor, Schleswig-Holstein und Bremen 60 cm. In England wird ab Maulspitze bis zur Gabelung der Schwanzflosse gemessen. Lachs und Forelle unterscheiden sich in ihren Lebenszyklen, die eine Übersicht von Klemetsen et al. (2003) beschreibt.

Amtliche Quellen : FishBase – Salmo salar ; Klemetsen et al. 2003 – Atlantic salmon, brown trout and Arctic charr: a review of aspects of their life histories ; BOPA Asturias – Normas de pesca 2026 ; Schleswig-Holstein – Binnenfischereiordnung (Mindestmaße) ; GOV.UK – Fish size and catch limits

Was frisst ein Lachs?

Junglachse fressen im Fluss Wasserinsekten, Weichtiere, Krebstiere und kleine Fische. Im Meer ernähren sich Lachse von Kalmaren, Garnelen und Fischen und wachsen dort schnell. Aufsteigende Lachse fressen im Süßwasser praktisch nicht mehr, obwohl sie noch auf Köder beißen. Der Biss ist daher meist eine Reflexreaktion.

Laut FishBase durchläuft der Atlantische Lachs zwei Ernährungsphasen. Die Jungfische (Parr) leben ein bis sechs Jahre in schnellen Kiesstrecken der Flüsse und fressen dort Wasserinsekten, Weichtiere, Krebstiere und Fische. Nach der Abwanderung ins Meer (Smolt) verbringt der Lachs ein bis vier Jahre im Nordatlantik und ernährt sich von Kalmaren, Garnelen und Fischen; dort legt er den Großteil seines Gewichts zu. Kehrt er zum Laichen in seinen Heimatfluss zurück, stellt er die Nahrungsaufnahme im Süßwasser weitgehend ein und zehrt von seinen Reserven. Dass Lachse trotzdem auf Fliegen, Blinker oder Garnelen beißen, erklärt man mit Reflex, Aggression oder Erinnerung an die Meeresnahrung – nicht mit Hunger. Für Angler bedeutet das: Die Köderwahl orientiert sich an Wasserstand, Trübung und Temperatur statt an der natürlichen Nahrung vor Ort. Die Lebenszyklen von Lachs, Forelle und Seesaibling fasst eine Übersichtsarbeit von Klemetsen und Kollegen (2003) zusammen.

Amtliche Quellen : FishBase – Salmo salar ; Klemetsen et al. 2003 – Atlantic salmon, brown trout and Arctic charr: a review of aspects of their life histories

Wann angelt man Lachs am besten?

Das hängt vom Fluss ab: Mehrwinterige Lachse steigen oft im Frühjahr auf, Grilse (einwinterige Lachse) im Sommer, und die Aufstiege folgen Hochwassern. Gute Tageszeiten sind bei niedrigem, warmem Wasser Morgen und Abend, bei kühlem, fallendem Wasser der ganze Tag. Die Saison legt die Behörde fest.

Der Lachs laicht im Herbst und Winter; die Rückkehr in die Flüsse beginnt aber viel früher und verläuft je nach Fluss unterschiedlich. Mehrwinterige Lachse kommen häufig im Frühjahr, Grilse im Sommer. Da die Fische bei steigendem und danach fallendem Wasser aufsteigen, sind die Tage nach einem Hochwasser oft am erfolgreichsten. Bei niedrigem, warmem Sommerwasser beißen Lachse vor allem früh morgens und abends; bei kühlem, fallendem Wasser den ganzen Tag. Die Saison selbst bestimmen die Behörden: In England ist vor dem 16. Juni überall Catch and Release mit Fliege oder Kunstköder vorgeschrieben; in Irland regelt die jährliche Lachsverordnung, welche Flüsse offen, nur für Catch and Release offen oder geschlossen sind. Bei hohen Wassertemperaturen ist Zurückhaltung angebracht: Eine Studie untersuchte Verhalten und Überleben von Lachsen, die bei hoher Temperatur gefangen und zurückgesetzt wurden. Vor der Reise die Saisondaten der Strecke prüfen.

Amtliche Quellen : FishBase – Salmo salar ; Environment Agency – National salmon and sea trout byelaws ; Inland Fisheries Ireland – Salmon fishing regulations 2026 ; The effect of catch-and-release angling at high water temperatures on behaviour and survival of Atlantic salmon during spawning migration

Welche Rute braucht man für Lachs?

Für Lachs nimmt man eine kräftige Fliegenrute (oft zweihändig an großen Flüssen) oder eine lange, robuste Spinnrute für Blinker, Devons und Wobbler. Die Rute muss große Fische bis weit über einen Meter in starker Strömung sicher drillen. Konkrete Längen und Klassen geben Hersteller und Guides vor, keine Behörde.

Lachse können laut FishBase bis 150 cm und über 40 kg erreichen, und gehakt werden sie meist in kräftiger Strömung. Die Rute muss daher Reserven haben und den Fisch schnell ausdrillen können, was auch für das Zurücksetzen wichtig ist: Studien haben Überleben und Verhalten von Lachsen nach Catch and Release untersucht, auch bei hohen Wassertemperaturen. Zwei Wege sind üblich. Beim Fliegenfischen nutzen viele an großen Flüssen Zweihandruten, die weite Würfe ohne Rückraum erlauben; an kleineren Flüssen genügen Einhandruten. Beim Spinnfischen verwendet man lange, kräftige Ruten für Devons, Blinker, Spinner und Wobbler. Die Wahl hängt stark von der Strecke ab: Einige Flüsse erlauben nur die Fliege, etwa der irische Slaney oberhalb von Enniscorthy, in England ist vor dem 16. Juni nur Fliege oder Kunstköder zulässig. Genaue Rutenlängen, Schnurklassen und Wurfgewichte sind Erfahrungswerte von Herstellern und Guides; eine amtliche Empfehlung gibt es nicht. Vor der Anschaffung die Methode der Zielstrecke prüfen.

Amtliche Quellen : FishBase – Salmo salar ; Survival of wild Atlantic salmon (Salmo salar) after catch and release angling in three Irish rivers ; The effect of catch-and-release angling at high water temperatures on behaviour and survival of Atlantic salmon during spawning migration ; Inland Fisheries Ireland – Salmon fishing regulations 2026 ; Environment Agency – National salmon and sea trout byelaws

Welcher Köder ist gut für Lachs?

Bewährt sind Lachsfliegen (Tuben und klassische Muster), Devons, Blinker, Spinner und Wobbler; Garnele oder Wurm nur dort, wo sie noch erlaubt sind. Viele Strecken schreiben Fliege oder Kunstköder vor, etwa England vor dem 16. Juni. Da Lachse im Fluss kaum fressen, entscheidet die Präsentation.

Der Lachs frisst im Süßwasser praktisch nicht mehr (FishBase), deshalb wirken Köder, die einen Reflex oder Aggression auslösen. Typische Wahl: Fliegen – Tubenfliegen und klassische Lachsmuster, größer und dunkler bei hohem, trübem Wasser, kleiner bei niedrigem, klarem Wasser; Spinnköder – Devons, Blinker, Spinner und Wobbler, die in der Strömung arbeiten; Naturköder – Garnele oder Wurm, wo sie zulässig sind. Die Behördenvorgaben schränken die Auswahl oft ein: In England sind vor dem 16. Juni nur Fliege und Kunstköder mit Catch and Release erlaubt, an gefährdeten Flüssen die ganze Saison. In Irland sind am Suir Würmer, Garnelen und Krebstiere verboten, am oberen Slaney ist nur die Fliege erlaubt; landesweit sind lebende Köderfische untersagt. Für schonendes Zurücksetzen helfen Einzelhaken oder angedrückte Widerhaken; ob sie Pflicht sind, bestimmt die Strecke. Vor dem Angeln die Streckenordnung prüfen.

Amtliche Quellen : FishBase – Salmo salar ; Environment Agency – National salmon and sea trout byelaws ; Inland Fisheries Ireland – Salmon fishing regulations 2026

Wo kann man in Deutschland Lachs angeln?

Kaum: Der Lachs ist in Deutschland durch Wiederansiedlungsprogramme zurückgekehrt, aber in mehreren Ländern ganzjährig geschützt, etwa in Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz. Schleswig-Holstein und Bremen nennen ein Mindestmaß von 60 cm. Ob eine gezielte Lachsangelei an einem Gewässer erlaubt ist, entscheiden Landesrecht und Fischereiberechtigter.

Nach den Landesregeln 2026 ist der Atlantische Lachs in Nordrhein-Westfalen ganzjährig geschützt (§ 1 LFischVO), zusammen mit Meerforelle, Stör und weiteren Arten; Lachs- und Meerforellenfänge müssen binnen sieben Tagen der unteren Fischereibehörde gemeldet werden. Auch Rheinland-Pfalz führt Lachs und Meerforelle als ganzjährig geschützt. In Schleswig-Holstein und Bremen ist in den Verordnungen ein Mindestmaß von 60 cm genannt; dort gelten zusätzlich Schonzeiten und die Bedingungen des Fischereiberechtigten. Wer in einem Land mit Ganzjahresschutz versehentlich einen Lachs hakt, muss ihn sofort schonend zurücksetzen. Die Weltnaturschutzunion (IUCN) führt den Lachs als potenziell gefährdet (NT). Wer gezielt auf Lachs angeln will, reist meist nach Irland, Großbritannien, Nordspanien oder Skandinavien, wo es Lizenz- und Quotensysteme gibt. Vor jedem Angeln an einem Küstenfluss die aktuelle Landesverordnung und die Gewässerordnung prüfen.

Amtliche Quellen : NRW – Landesfischereirecht 2026 (GV. NRW.) ; Rheinland-Pfalz – Landesfischereigesetz / -ordnung ; Schleswig-Holstein – Binnenfischereiordnung (Mindestmaße) ; Bremen – Binnenfischereiverordnung ; FishBase – Salmo salar

Mindestmaß Atlantischer Lachs nach Gebiet

Frankreich : 25 cm (1)
Deutschland : 60 cm (2)
Spanien : 45 cm (2)
Vereinigtes Königreich : 25.4 cm (1)
USA : 35.6–38.1 cm (3)
Maine35,6 cm
Massachusetts38,1 cm
New Hampshire38,1 cm
Kanada : 35 cm (1)

Zitierte Studien

  1. Gargan et al. (2015) Survival of wild Atlantic salmon (Salmo salar) after catch and release angling in three Irish rivers Fisheries Research doi:10.1016/j.fishres.2014.08.005
    Verfolgt das Überleben wilder Lachse nach Catch-and-Release in drei irischen Flüssen.
  2. Havn et al. (2015) The effect of catch‐and‐release angling at high water temperatures on behaviour and survival of Atlantic salmon Salmo salar during spawning migration Journal of Fish Biology doi:10.1111/jfb.12722
    Untersucht Verhalten und Überleben von Lachsen, die bei hohen Wassertemperaturen während des Aufstiegs zurückgesetzt wurden.
  3. Jensen et al. (2010) Does catch-and-release angling alter the migratory behaviour of Atlantic salmon? Fisheries Research doi:10.1016/j.fishres.2010.08.013
    Prüft, ob Catch-and-Release das Wanderverhalten von Lachsen verändert.

Amtliche Quellen

  1. FishBase – Salmo salar (fiche espèce ; statut IUCN Red List 2025-2 repris par FishBase) (abgerufen am 23. September 2026)
  2. Landesfischereiverordnung Baden-Württemberg (Stand 2022) – ganzjährige Schonzeit u. a. für Lachs (abgerufen am 23. September 2026)
  3. The Conservation of Salmon (Scotland) Regulations 2016 (SSI 2016/115), reg. 2 et 3 (abgerufen am 23. September 2026)
  4. Inland Fisheries Ireland – Salmon fishing regulations 2026 (rivières ouvertes, en catch-and-release ou fermées) (abgerufen am 23. September 2026)
  5. Uitvoeringsregeling visserij, art. 5c (gesloten tijden : o.a. zalm, meerval, kwabaal, beekforel het hele jaar) (abgerufen am 23. September 2026)
  6. Vlaamse overheid – Visverlof (verplicht voor recreatief vissen op de openbare binnenwateren van het Vlaamse Gewest) (abgerufen am 23. September 2026)
  7. ICNF – Licenças de pesca lúdica e desportiva em águas interiores (licença geral obrigatória, exceto parques de pesca) (abgerufen am 23. September 2026)