Flussbarsch

Perca fluviatilis

Flussbarsch (Perca fluviatilis)
Foto : George Chernilevsky, Public domain, Wikimedia Commons
Länge25 cmmax. 60 cm
Max. Gewicht4,8 kg
Max. Alter22 Jahre
LebensraumSehr breit: Lagunen
Wissenschaftlicher Name
Perca fluviatilis
Familie
Percidae
Schutzstatus
LC (Least Concern)
Verbreitung
Fast ganz Europa und Nordasien; in Spanien und anderswo eingeführt.

Fangzeiten

Erfasste Schonmonate (Anteil der Gebiete mit Schonzeit in diesem Monat) — 27 Gebiete.

Passende Ausrüstung

Ein opportunistischer Schwarmfisch

Der Flussbarsch lebt fast überall: in Lagunen, Seen aller Art und mittelgroßen Flüssen. FishBase beschreibt ihn als opportunistischen Tagjäger, der vor allem bei Sonnenauf- und -untergang frisst. Junge Barsche fressen Zooplankton, dann Bodentiere in Ufernähe; ab etwa 12 cm werden sie zu Fischfressern. Deshalb beißen kleine Barsche auf Wurm und große auf fischimitierende Kunstköder.

Barsche jagen oft gemeinsam und treiben Brut an die Oberfläche. Spritzer am Abend verraten einen Schwarm. Wer einen Barsch gefangen hat, bleibt am besten an derselben Stelle.

Größen

Die übliche Länge beträgt 25 cm, das veröffentlichte Maximum 60 cm Standardlänge und 4,8 kg bei 22 Jahren Höchstalter (FishBase). Ein Barsch über 40 cm ist an den meisten Gewässern ein Ausnahmefisch. Das Wachstum hängt stark vom Gewässer ab: Persson (1986) zeigte, dass Barsche ihre Nahrungsnutzung ändern, wenn die Konkurrenz anderer Arten abnimmt.

Jahreszeiten

Barsche laichen je nach Region zwischen Februar und Juli; die Eier hängen in langen weißen Bändern an versunkenen Ästen und Pflanzen. Eine eigene Schonzeit gibt es oft nicht, doch in manchen Bundesländern gilt im Frühjahr ein Kunstköderverbot während der Raubfisch-Schonzeit. Prüfen Sie die Landesfischereiverordnung und die Gewässerordnung. Spätsommer und Herbst, wenn viel Brut vorhanden ist, sind die beste Zeit; im Winter stehen die Schwärme tiefer.

Methoden

Ein kleiner Gummiköder von 3 bis 7 cm am leichten Jigkopf, ein Spinner der Größe 1 bis 3 und ein Drop-Shot-Rig für grundnahe Fische reichen für fast alle Situationen. Vom Boot oder beim Eisangeln ist das vertikale Micro-Jiggen sehr fängig. Mit Pose fangen Wurm und Made das ganze Jahr über Barsche.

Zurücksetzen

Barsche, die schnell aus großer Tiefe geholt werden, können eine aufgeblähte Schwimmblase bekommen. Wer zurücksetzen will, fischt besser in mittleren Tiefen, nutzt Haken ohne Widerhaken und befeuchtet die Hände. Wer einige Barsche mitnimmt, beachtet Mindestmaße und Fangbegrenzungen, wo sie gelten.

Ausrüstung in Kürze

Eine leichte Spinnrute mit 3 bis 15 g Wurfgewicht, dünne geflochtene Schnur und ein kurzes Fluorocarbonvorfach sind ideal. Eine Polarisationsbrille hilft, jagende Barsche und Strukturen im Flachwasser zu erkennen. Vom Boot aus zeigt ein Echolot Schwärme und Futterfische in der Tiefe; oft stehen die Barsche direkt darunter. Eine kleine Zange erleichtert das Lösen der Haken, denn Barsche nehmen Köder oft gierig und tief.

Köder

  • Kleine Gummiköder 3-7 cm
  • Spinner Größe 1-3
  • Drop-Shot
  • Micro-Jigs
  • Wurm und kleine Köderfische, wo erlaubt

Zurücksetzen

  • Kleine, möglichst schonhakenlose Haken für schnelles Abhaken.
  • Aus großer Tiefe gefangene Barsche können ein Barotrauma erleiden: sehr tief nur fischen, wenn man entnehmen will.
  • Hände vor dem Anfassen befeuchten.

Häufige Fragen

Welche Rute braucht man für Barsch?

Für Barsche genügt eine leichte Spinnrute, die Köder von wenigen Gramm präzise wirft und feine Bisse anzeigt; beliebt sind auch leichte Baitcast-Ruten für Gummiköder und kleine Wobbler. Für Barsch und Zander oder Barsch und Forelle wählt man eine etwas stärkere bzw. sehr leichte Allround-Spinnrute. Genaue Werte sind Herstellerangaben.

Barsche werden laut FishBase üblich 25 cm lang, selten bis 60 cm Standardlänge, und man fängt sie überwiegend mit kleinen Kunstködern: Gummiködern von 3–7 cm, Spinnern der Größe 1–3, Micro-Jigs und Drop-Shot. Daraus folgt eine leichte, sensible Spinnrute mit feiner Spitze. Baitcast-Ruten mit Multirolle sind bei Barschanglern verbreitet, weil sie präzise Würfe und direkten Kontakt beim Jiggen erlauben; sie eignen sich eher für etwas schwerere Köder. Wer mit derselben Rute auch Zander befischt, braucht mehr Rückgrat, denn Zander sind größer (üblich 50 cm) und werden meist mit Gummifischen von 7–12 cm am Jigkopf gefangen. Für Barsch und Forelle eignet sich eine sehr leichte Spinnrute für Spinner und kleine Wobbler. Konkrete Längen, Wurfgewichte und Aktionen sind Empfehlungen von Herstellern und Händlern, keine amtlich festgelegten Werte. Behördlich geregelt ist dagegen die Zahl der Ruten, bei Spinnangeln oft nur eine, etwa in Brandenburg und Sachsen.

Amtliche Quellen : FishBase – Perca fluviatilis ; FishBase – Sander lucioperca ; Brandenburg – Fischereischein, Friedfischangeln (Verwaltungsportal) ; Sächsische Fischereiverordnung

Welcher Köder ist am besten für Barsch?

Die besten Barschköder sind kleine Gummiköder von 3 bis 7 cm am Jig oder Drop-Shot, Spinner der Größe 1 bis 3, Micro-Jigs und kleine Wobbler; bei Naturködern Wurm und kleine Köderfische, wo erlaubt. Entscheidend ist, dass der Köder der Größe der Brut im Gewässer entspricht.

Barsche fressen ab etwa 12 cm überwiegend Fische und jagen am Tag, besonders bei Sonnenauf- und -untergang (FishBase). Deshalb sind Köder, die Fischbrut imitieren, am erfolgreichsten. Kunstköder: Gummiköder von 3–7 cm am Jigkopf oder am Drop-Shot-System, Spinner der Größe 1–3, Micro-Jigs, kleine Wobbler und Blinker. Naturköder: Tauwurm, Rotwurm, Maden und kleine Köderfische, dort wo Köderfische erlaubt sind – in vielen österreichischen Ländern sind lebende Wirbeltiere als Köder verboten, in Brandenburg lebende Köderfische ebenfalls. Wurm an der Pose ist die klassische Methode für Einsteiger und Kinder. Im Spätsommer und Herbst funktionieren schnell geführte Köder, im Winter langsam geführte und tiefe Präsentationen wie Drop-Shot. Während der Raubfischschonzeit sind Kunstköder in manchen Ländern verboten, in der französischen 2. Kategorie 2026 vom 26. Januar bis 24. April. Kleine Einzelhaken erleichtern das schonende Zurücksetzen.

Amtliche Quellen : FishBase – Perca fluviatilis ; Bgld. Fischereigesetz 2022 – Fischereigastkarte (RIS) ; Kärnten – Jahresfischerkarte (RIS) ; Brandenburg – Fischereischein, Friedfischangeln (Verwaltungsportal) ; Code de l'environnement Art. R436-33 u. a. (Légifrance)

Wie angelt man auf Barsch?

Barsche fängt man am besten mit kleinen Kunstködern: Gummiköder von 3 bis 7 cm am Jig oder Drop-Shot, Spinner der Größe 1 bis 3 und Micro-Jigs; dazu mit Wurm oder kleinem Köderfisch an der Pose, wo erlaubt. Strukturen wie Stege und Kanten sind gute Plätze.

Der Flussbarsch ist ein opportunistischer Tagjäger, besonders aktiv bei Sonnenauf- und -untergang, und frisst ab etwa 12 cm Länge Fische (FishBase). Er lebt in fast allen Gewässertypen: Seen, Lagunen und mittelgroßen Flüssen; Jungfische halten sich ufernah auf. Erfolgreiche Methoden: Spinnfischen mit kleinen Gummiködern (3–7 cm), Spinnern der Größe 1–3 und Micro-Jigs; Drop-Shot, bei dem der Köder über dem Grund schwebt; Vertikalangeln vom Boot an Kanten; Posenangeln mit Wurm oder kleinem Köderfisch, wo Köderfische erlaubt sind. Strukturen wie Stege, Steinpackungen, versunkene Bäume und Kanten sind gute Plätze. Im Spätsommer und Herbst, wenn viel Brut vorhanden ist, jagen Barsche oft sichtbar; im Winter stehen sie tiefer. Barsche aus großer Tiefe können ein Barotrauma erleiden – wer zurücksetzen will, fischt nicht zu tief. Regeln: Viele Länder haben keine eigene Barschschonzeit, aber Kunstköderverbote während der Raubfischschonzeit, in Frankreich etwa vom 26. Januar bis 24. April 2026 in der 2. Kategorie.

Amtliche Quellen : FishBase – Perca fluviatilis ; Code de l'environnement Art. R436-33 u. a. (Légifrance)

Was frisst ein Barsch?

Barsche sind opportunistische Räuber: Kleine Barsche fressen vor allem wirbellose Tiere, ab etwa 12 cm Länge zunehmend Fische. Im Teich fressen sie, was vorhanden ist – Larven, Krebstiere, Würmer und Brut. Sie jagen vor allem am Tag, besonders bei Sonnenauf- und -untergang.

Laut FishBase ist der Flussbarsch ein opportunistischer Tagjäger, besonders aktiv bei Sonnenauf- und Sonnenuntergang, der ab etwa 12 cm zum Fischfresser wird. Vorher ernährt er sich von wirbellosen Tieren wie Insektenlarven und kleinen Krebstieren. Wie stark ein Barsch auf Fisch umstellt, hängt vom Gewässer ab: Eine klassische Studie hat gezeigt, dass Barsche ihre Nahrungsnutzung ändern, wenn die Konkurrenz durch andere Arten abnimmt – ein Grund, warum Größe und Nahrung zwischen Gewässern stark schwanken. In kleinen Teichen mit wenig Futterfischen bleiben Barsche daher oft klein und fressen vor allem Insektenlarven, Würmer, Krebstiere und die eigene Brut; in großen Seen mit vielen Kleinfischen wachsen sie schneller. Für Angler heißt das: kleine Kunstköder, die Fischbrut imitieren, oder Wurm und Made, je nach Nahrung im Gewässer. Im Spätsommer und Herbst, wenn viel Brut vorhanden ist, jagen Barsche besonders aktiv.

Amtliche Quellen : FishBase – Perca fluviatilis ; Effects of Reduced Interspecific Competition on Resource Utilization in Perch (Perca fluviatilis)

Wann ist die beste Zeit zum Barschangeln?

Die beste Zeit für Barsche sind Spätsommer und Herbst, wenn viel Fischbrut vorhanden ist; im Winter stehen sie tiefer, sind aber weiter fangbar. Am Tag beißen Barsche am besten bei Sonnenaufgang und Sonnenuntergang. Regionale Schonzeiten oder Kunstköderverbote im Frühjahr beachten.

Barsche jagen laut FishBase am Tag und sind bei Sonnenauf- und -untergang am aktivsten. Über das Jahr bieten Spätsommer und Herbst die besten Bedingungen: Die Jungfische des Jahres sind zahlreich, Barsche jagen sie in Schwärmen und nehmen Kunstköder aggressiv. Im Winter ziehen sie in tieferes Wasser und lassen sich mit langsam geführten Ködern wie Drop-Shot oder Vertikaljig fangen. Im Frühjahr laichen Barsche je nach Region von Februar bis Juli und legen lange weiße Laichbänder an versunkenen Strukturen ab. Barsche haben oft keine eigene Schonzeit, können aber von Raubfisch-Schonzeiten oder Kunstköderverboten betroffen sein. Beispiele: Burgenland Schonzeit 1. März bis 31. Mai; Frankreich keine Barschschonzeit, aber in der 2. Kategorie Kunstköderverbot vom 26. Januar bis 24. April 2026; NRW, Rheinland-Pfalz und Sachsen ohne Schonzeit und Mindestmaß; in Tirol legt das Land keine Schonzeit fest. Die Gewässerordnung kann strenger sein.

Amtliche Quellen : FishBase – Perca fluviatilis ; Burgenland – Schonzeiten und Brittelmaße (RIS) ; Code de l'environnement Art. R436-33 u. a. (Légifrance) ; NRW – Landesfischereirecht 2026 (GV. NRW.) ; Rheinland-Pfalz – Landesfischereigesetz / -ordnung ; Sächsische Fischereiverordnung ; Tiroler Fischereiverband – Tiroler Fischerkarte

Wann beißt der Barsch am besten?

Barsche beißen am besten bei Sonnenaufgang und Sonnenuntergang, denn dann jagen sie am aktivsten. Im Jahresverlauf sind Spätsommer und Herbst am ergiebigsten. Im Winter beißen sie langsamer und tiefer, bleiben aber aktiv, weil sie tagsüber jagen. Regionale Schonzeiten im Frühjahr beachten.

Der Flussbarsch ist laut FishBase ein Tagjäger mit Aktivitätsspitzen bei Sonnenauf- und Sonnenuntergang. In diesen Phasen jagen Barschschwärme Kleinfische, oft sichtbar an der Oberfläche oder an Kanten. Über das Jahr verteilt ist die beste Phase der Spätsommer und Herbst, wenn viel Brut vorhanden ist; im Winter stehen sie tiefer und fressen langsamer, lassen sich aber mit Drop-Shot oder Vertikaljig fangen. Im Frühjahr, zur Laichzeit von Februar bis Juli je nach Region, gelten mancherorts Schonzeiten, etwa im Burgenland vom 1. März bis 31. Mai, oder Kunstköderverbote während der Raubfischschonzeit wie in der französischen 2. Kategorie vom 26. Januar bis 24. April 2026. Da Barsche aus großer Tiefe ein Barotrauma erleiden können, sollte man beim Zurücksetzen nicht sehr tief fischen. Jungfische halten sich in Ufernähe auf, und größere Barsche folgen ihnen dorthin.

Amtliche Quellen : FishBase – Perca fluviatilis ; Burgenland – Schonzeiten und Brittelmaße (RIS) ; Code de l'environnement Art. R436-33 u. a. (Légifrance)

Wo kann man Barsche angeln?

Barsche gibt es in fast allen Gewässern Europas: in Seen, Teichen, Baggerseen, Kanälen und langsam fließenden Flüssen. Man findet sie an Strukturen wie Stegen, Steinpackungen, Kanten und versunkenem Holz, im Winter in tieferem Wasser. Für jedes Gewässer braucht man die Angelerlaubnis des Berechtigten.

Der Flussbarsch kommt laut FishBase in fast ganz Europa und Nordasien vor und wurde unter anderem in Spanien eingeführt. Er besiedelt eine sehr große Bandbreite an Lebensräumen: Lagunen, Seen aller Art und mittelgroße Flüsse; die Jungfische halten sich in Ufernähe auf. Größere Barsche jagen im Freiwasser Kleinfischschwärmen hinterher oder lauern an Strukturen: Stege, Brückenpfeiler, Steinschüttungen, versunkene Bäume, Krautkanten und Abbruchkanten. Im Spätsommer und Herbst, wenn viel Brut vorhanden ist, sind Barsche oft ufernah und aktiv; im Winter sammeln sie sich tiefer. Beliebte Barschreviere sind große Seen und Talsperren; am IJsselmeer in den Niederlanden gilt zum Beispiel eine Mitnahmegrenze von fünf Barschen pro Tag. Wo man angeln darf, entscheidet die Erlaubnis des Fischereiberechtigten; die Bestimmungen zum Barsch unterscheiden sich stark – von keinem Mindestmaß in NRW bis 24 cm in Wallonien.

Amtliche Quellen : FishBase – Perca fluviatilis ; Sportvisunie – VISpas: Fisch mitnehmen (IJsselmeer) ; NRW – Landesfischereirecht 2026 (GV. NRW.) ; Wallonie – AGW pêche 08.12.2016 (Wallex)

Wie groß wird ein Barsch?

Barsche werden meist etwa 25 cm lang. FishBase nennt als veröffentlichtes Maximum 60 cm Standardlänge (ohne Schwanzflosse), 4,8 kg und 22 Jahre. Mindestmaße reichen je nach Region von keinem Mindestmaß, etwa in Nordrhein-Westfalen, bis 24 cm in Wallonien. Gemessen wird bis zum Ende der Schwanzflosse.

Laut FishBase liegt die übliche Länge des Flussbarschs bei 25 cm, das veröffentlichte Maximum bei 60 cm Standardlänge, 4,8 kg und einem Alter von 22 Jahren. Das Wachstum schwankt stark zwischen Gewässern: Eine klassische Studie hat gezeigt, dass Barsche ihre Nahrungsnutzung ändern, wenn Konkurrenz durch andere Arten wegfällt – in Seen mit vielen Futterfischen wachsen sie zu großen Fischfressern heran, in übervölkerten Teichen bleiben sie klein. Mindestmaße 2026: Niederlande 22 cm, Wallonien 24 cm, Genf und Wallis 15 cm, Bremen 15 cm, Hamburg 10 cm, Oberösterreich 10 cm; in NRW, Rheinland-Pfalz und Sachsen gibt es kein gesetzliches Mindestmaß. Hamburg nutzt für den Barsch ein Entnahmefenster mit Mindest- und Höchstmaß. Gemessen wird üblicherweise von der Maulspitze bis zum Ende der Schwanzflosse. Wo kein Mindestmaß gilt, entscheidet die Gewässerordnung.

Amtliche Quellen : FishBase – Perca fluviatilis ; Effects of Reduced Interspecific Competition on Resource Utilization in Perch (Perca fluviatilis) ; Niederlande – Uitvoeringsregeling visserij (Mindestmaße) ; Wallonie – AGW pêche 08.12.2016 (Wallex) ; Kanton Genf – Règlement sur la pêche (RPêche) ; Kanton Wallis – Fischereiverordnung ; Bremen – Binnenfischereiverordnung ; Hamburg – Durchführungsverordnung Fischerei- und Angelgesetz ; Oberösterreich – Fischereiverordnung (Brittelmaße) ; NRW – Landesfischereirecht 2026 (GV. NRW.) ; Rheinland-Pfalz – Landesfischereigesetz / -ordnung ; Sächsische Fischereiverordnung

Welcher Köder ist gut für Barsch im Winter?

Im Winter stehen Barsche tiefer und fressen langsamer. Bewährt sind langsam geführte, kleine Köder in Grundnähe: Drop-Shot mit kleinen Gummiködern, Vertikal- und Micro-Jigs sowie Wurm oder Made. Tiefe Plätze und Kanten sind dann die besten Stellen. Maden und Würmer am Grund bleiben eine sichere Alternative.

Laut Artenbeschreibung stehen Barsche im Winter tiefer. Sie bleiben Tagjäger, fressen bei kaltem Wasser aber langsamer. Deshalb wirken Köder, die lange im Sichtfeld bleiben: Drop-Shot mit kleinen Gummiködern, bei dem der Köder fast auf der Stelle über dem Grund zittert; Vertikaljigs und Micro-Jigs, die vom Boot oder von Stegen senkrecht angeboten werden; Wurm oder Made an der Pose oder am Grund. Gute Stellen sind Kanten zu tieferem Wasser, Hafenbecken, Brücken und tiefe Löcher, in denen sich Barsche sammeln. Wichtig für das Zurücksetzen: Barsche, die aus großer Tiefe gefangen werden, können ein Barotrauma erleiden. Wer Fische zurücksetzen will, sollte deshalb nicht sehr tief angeln. In der französischen 2. Kategorie ist das Angeln mit Kunstködern ab dem 26. Januar 2026 bis zum 24. April verboten, weil dann die Hechtschonzeit gilt. Konkrete Ködergrößen für den Winter beruhen auf Anglererfahrung.

Amtliche Quellen : FishBase – Perca fluviatilis ; Code de l'environnement Art. R436-33 u. a. (Légifrance)

Wann darf man Barsch angeln?

Das bestimmt das jeweilige Land: In vielen Regionen hat der Barsch keine eigene Schonzeit, etwa in NRW, Rheinland-Pfalz, Sachsen und Tirol. Im Burgenland ist er vom 1. März bis 31. Mai geschont. In Frankreich gibt es keine Barschschonzeit, aber in der 2. Kategorie ein Kunstköderverbot vom 26. Januar bis 24. April 2026.

Beispiele für 2026: Deutschland – In Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz und Sachsen hat der Barsch weder Schonzeit noch Mindestmaß; andere Länder und Gewässerordnungen können Regeln festlegen, Hamburg etwa ein Entnahmefenster. Österreich – Im Burgenland gilt eine Schonzeit vom 1. März bis 31. Mai; in Tirol legt das Land keine Schonzeit fest, das Revier kann sie aber bestimmen; in Salzburg hat der Flussbarsch weder Schonzeit noch Mindestlänge. Frankreich – Keine eigene Schonzeit, doch während der Hechtschonzeit ist in der 2. Kategorie das Angeln mit Kunstködern, Köderfisch und totem Fisch verboten (2026: 26. Januar bis 24. April), was das Barschangeln mit Gummiködern praktisch ausschließt. Niederlande – Mindestmaß 22 cm; auf dem IJsselmeer eine Mitnahmegrenze von fünf Barschen pro Tag. Schweiz – Genf und Wallis schreiben 15 cm vor. Die Gewässerordnung des Vereins oder Reviers kann strenger sein.

Amtliche Quellen : NRW – Landesfischereirecht 2026 (GV. NRW.) ; Rheinland-Pfalz – Landesfischereigesetz / -ordnung ; Sächsische Fischereiverordnung ; Hamburg – Durchführungsverordnung Fischerei- und Angelgesetz ; Burgenland – Schonzeiten und Brittelmaße (RIS) ; Tiroler Fischereiverband – Tiroler Fischerkarte ; Landesfischereiverband Salzburg – Schonbestimmungen ; Code de l'environnement Art. R436-33 u. a. (Légifrance) ; Niederlande – Uitvoeringsregeling visserij (Mindestmaße) ; Sportvisunie – VISpas: Fisch mitnehmen ; Kanton Genf – Règlement sur la pêche (RPêche) ; Kanton Wallis – Fischereiverordnung

Mindestmaß Flussbarsch nach Gebiet

Frankreich : 20 cm (1)
Belgien : 24 cm (1)
Deutschland : 10–17 cm (3)
Österreich : 10 cm (1)
Niederlande : 22 cm (2)
Italien : 15–25 cm (13)
Schweiz : 15–18 cm (15)

Zitierte Studien

  1. Persson (1986) Effects of Reduced Interspecific Competition on Resource Utilization in Perch (Perca Fluviatilis) Ecology doi:10.2307/1938578
    Klassische Studie dazu, wie Barsche ihre Nahrungsnutzung ändern, wenn die Konkurrenz durch andere Arten abnimmt: erklärt, warum Größe und Nahrung zwischen Gewässern stark schwanken.

Amtliche Quellen

  1. FishBase – Perca fluviatilis (fiche espèce ; statut IUCN Red List 2025-2 repris par FishBase) (abgerufen am 23. September 2026)
  2. BOE – Real Decreto 630/2013, Catálogo español de especies exóticas invasoras (texto consolidado) (abgerufen am 23. September 2026)
  3. Sportvisunie – VISpas (Gezamenlijke Lijst van Nederlandse Viswateren, VISplanner, NachtVIStoestemming) (abgerufen am 23. September 2026)
  4. Vlaamse overheid – Visverlof (verplicht voor recreatief vissen op de openbare binnenwateren van het Vlaamse Gewest) (abgerufen am 23. September 2026)
  5. ICNF – Licenças de pesca lúdica e desportiva em águas interiores (licença geral obrigatória, exceto parques de pesca) (abgerufen am 23. September 2026)